Whey Protein

Whey Protein ist mittlerweile das beliebteste Nahrungsergänzungsmittel für Sportler. Insbesondere nutzen Bodybuilder und Athleten dieses Supplement als einer ihrer Haupteiweißquellen.

Im Folgenden soll erläutert werden, was Whey überhaupt ist und aus welchen Gründen zahlreiche Sportler in ihrer Nahrungsaufnahme darauf zurückgreifen.

Was ist Whey-Protein?

Whey ist Englisch und wird mit Molke übersetzt. Dieses Wort zeigt bereits die Herkunft des Supplements. Das begehrte Eiweiß wird aus Molke, einem Nebenprodukt der Milch von Säugetieren, gewonnen. Molke wird ebenfalls bei der Käse- und Quarkherstellung erzielt.

Die Molke selbst besteht aus 94% Wasser, circa 4% Milchzucker, Milchsäure, Vitamin B1, B2, B6, Kalium, Calcium, Phosphor, anderen Mineralien und bis zu 1% Molkeeiweiß, das sogenannte Whey Protein.

Milch beinhaltet ungefähr 3,3% Protein. Dieses wiederum unterteilt sich zu zwei Dritteln in Casein und einem Drittel Whey Protein.

Whey Protein gilt als komplettes Protein.

Dies bedeutet, dass alle proteinbildenden Aminosäuren enthalten sind, L-Histidin, L-Isoleucin, L-Leucin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phenylalanin, L-Threonin, L-Tryptophan und L-Valin. Diese Auflistung verdeutlicht die essentiellen Aminosäuren, welcher der Mensch zum Leben benötigt.

Allerdings kann der menschliche Organismus diese nicht alleine herstellen, sodass das Supplement eine Hilfestellung bietet, um den notwendigen Eiweißhaushalt zu decken.

Nahrungsmittel wie Milch, Molkedrinks oder Joghurt können Whey Protein in kleinen Mengen enthalten.

Bei der Herstellung von Käse wurde allerdings die Molke entfernt, sodass dort kein Whey Protein mehr enthalten ist.

Verschiedene Whey Proteine

Ein Blick in das Internet genügt, um festzustellen wie viele diverse Whey Proteine, von unterschiedlichen Herstellern, angeboten werden. Ob Bioprodukt, laktosefrei oder andere Merkmale. Die Qualität bei Whey Protein lässt große Unterschiede erkennen.

Durch aufwendige Filtrationsmethoden wird die Laktose, der Milchzucker, und das Milchfett entfernt und das Wasser entzogen. Übrig bleibt das Whey Protein.

Auf den Verpackungen lässt sich häufig eine 100 erkennen. Dies bedeutet, dass das Eiweißpulver zu 100% ihr Eiweiß aus Molke bezieht. Grob kann man zwischen drei Kategorien unterscheiden.

Konzentrat (WPC)

Whey-Protein-Concentrate ist die günstige Form des Supplements und wird daher in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Durch Filtration der Molke entsteht dieses Produkt und beinhaltet Nährstoffe von 75-82% Eiweiß, 6-9% Kohlenhydrate und 5-8% Fett.

Isolat (WPI)

Durch Mikrofiltration wird bei der Herstellung des Isolats ein Eiweißanteil von bis zu 95% erzielt. Die anderen Bestandteile werden hingegen reduziert, sodass insbesondere laktoseintolerante Menschen problemlos das Isolat konsumieren können.

Hydrolysat (WPH)

Durch Hydrolyse werden Eiweißketten aufgespalten und das dadurch gewonnene Whey Hydrolysat kann durch seinen besonders hohen Reinheitsgrad hervorragend vom Körper aufgenommen werden. Allerdings ist der bittere Geschmack Grund dafür, dass dieses Produkt in Tablettenform verkauft wird.

Am beliebtesten bei den Verbrauchern ist eine Mischung aus Konzentrat und Isolat.

Verwendung und Einnahme

Um die Eiweißsynthese optimal zu gestalten, nehmen viele einen Eiweiß Shake ein. Das Eiweißpulver ist löslich und muss lediglich mit Wasser oder Milch vermixt werden. Allerdings wird bei der Einnahme von Milch der Verdauungsprozess verzögert.

Vor allem soll die Einnahme am Morgen nach dem Aufstehen und nach dem Training als empfehlenswert gelten, da der Körper dann besonders aufnahmefähig ist und die Proteine am besten verarbeiten kann.

Die zu empfehlende Tagesdosis kann nicht verallgemeinert werden und bedarf stets einer Einzelfallbetrachtung. Für Nicht-Sportler ist etwa eine Zufuhr von 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht ausreichend. Für Fitness- und Freizeit-Sportler ist 1,2 Gramm pro Kilo Körpergewicht anzusetzen. Bei fortgeschrittenen Sportlern beträgt die Menge 1,5 Gramm pro Kilo Körpergewicht und bei Leistungssportlern sind es 2 Gramm.

Eine höhere Zufuhr kann vom Körper nicht verarbeitet werden, da er eine bestimmte Zeit zur Umwandlung in Aminosäuren benötigt. Nimmt man also zu viel Protein auf einmal zu sich, wird keine positive Wirkung erzielt. Allgemein gilt jedoch, dass eine Menge von bis zu 30 Gramm je Portion unproblematisch vom Körper aufgenommen werden kann.

Des Weiteren ist es möglich, Whey-Protein zum Backen, von beispielsweise Brownies, zu verwenden oder in einen Naturjoghurt oder Magerquark unterzurühren. Die Produkte haben viele verschiedene Geschmacksrichtungen, besonders beliebt sind Vanille und Schokolade, sodass die jeweilige Mahlzeit auf natürliche Weise gesüßt wird.

Vorteile

Wenn keine Zeit für die Essenszubereitung bleibt oder die Ernährung nicht ausgewogen ist, beugt Whey Protein als Nahrungsergänzungsmittel dem Abbau der Muskulatur vor.

Es lässt sich ohne Mühe in den Tagesablauf integrieren. Die verzweigtkettigen Aminosäuren L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin sorgen dafür, dass Muskelmasse aufgebaut wird. Zudem ist die hohe biologische Wertigkeit Grund für eine leichte Verdaulichkeit. Bereits nach 30 Minuten ist es dem Körper möglich das Supplement in körpereigene Proteine umzusetzen und die Aminosäuren gelangen ins Blut.

Zudem profitiert man von einer schnelleren Muskelregeneration und kürzeren Erholungszeiten.

Üblicherweise fällt es dem Körper leichter Muskeln abzubauen anstatt Körperfett zu verbrennen. Whey Protein verhindert dies, indem es die Verbrennung von Fett und den Stoffwechsel fördert.

Zudem kann das Whey Protein Pulver unmittelbar nach dem Training konsumiert werden. In diesem Zeitpunkt ist der Körper in einem katabolen Zustand, in der die schnelle Zuführung von Proteinen essentiell ist.

Je nach Herstellung kann sogar bei Laktoseintoleranz Whey konsumiert werden.

Nach dem Training fördert der Shake die Muskelerholung und Regeneration des anstrengenden Krafttrainings.

Außerdem wurde bereits durch Studien und Erfahrungen belegt, dass das regelmäßige Einnehmen des Supplements derart zu einem beschleunigten Stoffwechsel führt, dass das Immunsystem gestärkt wird und die körpereigene Abwehr erhöht wird.

Zelluläre und hormonelle Abläufe erfahren viele Vorteile. Whey Protein gilt als Antioxidans und beugt somit der Zellalterung vor.

Für wen?

Natürlich erfahren Sportler, die regelmäßig an der Definierung ihres eigenen Körpers arbeiten, die größten Vorteile. Besonders profitieren Menschen, die effektiv ihre Muskelmasse aufbauen wollen und in Zukunft steigern möchten. Dies kann auch mit einem gewollten Gewichtsverlust kombiniert werden.

Zudem ziehen auch Personen, die sich proteinreicher ernähren wollen, ihre Vorteile aus dem Supplement. Neben einer ausgewogenen Ernährung kann die eigene Nahrungsaufnahme bereichert werden.

Auch Frauen wird empfohlen auf Whey Protein zurückzugreifen. Durch die Förderung der Fettverbrennung wird das Gewebe gestrafft. Auch wenn viele Hersteller  auf eine Produktreihe nur für Frauen setzen, ergeben sich bei der Aufnahme der Produkte keine großen Unterschiede zu Männern.

Gibt es Nebenwirkungen?

Wie bereits mehrfach angesprochen sollte man stets auf eine ausgewogene Ernährung achten, und das Supplement nicht übermäßig konsumieren. Bei unsachgemäßer Verwendung können Nebenerscheinungen wie Übelkeit, Darmprobleme oder allergische Reaktionen folgen.

Ebenfalls können Allergien auftreten, welche sich üblicherweise durch Hautausschläge, gerötete und gereizte Schleimhäute, Schwellungen und Juckreiz kennzeichnen.

Man sollte sich insbesondere damit auseinandersetzen wie hoch der eigene Proteinbedarf ist. Übermäßiger Proteinverzerr kann Leber- und Nierenprobleme zur Folge haben. Die Klarstellung des eigenen Bedarfs an Nährwerten ist mit Hilfe eines Trainers oder Arztes möglich.

Zudem lässt sich durch Konsum hochwertiger Eiweißpulver das Auftreten von Nebenwirkungen vermeiden.

Höhe Qualitätsgrade lassen sich unter anderem bei den folgenden Marken finden: Mammut, Scitec Nutrition, ESN, Optimum Nutrition, MyProtein, Frey Nutrition und Peak.

Welches Whey Protein?

Whey Protein Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Whey Protein Test nicht mit einem Whey Protein Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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