Pizzastein

Pizza ist eine der Leibspeisen der Deutschen. Eine Statistik hat ergeben, dass circa 30 Millionen Tiefkühlpizzen pro Jahr verzehrt werden. Das ist eine unglaublich hohe Zahl.

Doch es gibt die Möglichkeit zu Hause, eine leckere und knusprige Pizza wie von Ihrem Lieblingsitaliener zu zaubern. Genau dafür ist der Pizzastein gemacht. Mit Hilfe des Pizzasteins für den Backofen oder mit dem Pizzastein für den Grill, backen Sie in Windeseile eine köstliche Pizza, ohne, dass Sie sich einen kostspieligen Steinofen anschaffen müssen.

Wenn Sie sich fragen, wie genau der Pizzastein funktioniert und welcher Pizzastein für Sie der richtige ist, dann wird Ihnen unser nachstehender Vergleich sehr behilflich sein.

Wie haben für Sie genau untersucht, aus welchen unterschiedlichen Materialien Pizzasteine gefertigt werden. Was die individuellen Eigenschaften der jeweiligen Pizzasteine sind, welche Maße von Pizzasteinen auf dem Markt angeboten werden und wie Sie Ihren Pizzastein am besten reinigen können. Des Weiteren sollten Sie wissen, wie die Hitzeverteilung der unterschiedlichen Pizzasteine ist und wie lange die Pizzasteine im Backofen oder dem Grill aufgewärmt werden müssen.

Wie funktioniert ein Pizzastein?

Ein Pizzastein ist eine aus Naturstein gefertigte Platte, die speziell für das Backen von Steinofenpizzen entwickelt wurde. Ein hochwertiger Pizzastein für den Backofen ermöglicht es Ihnen, eine Pizza wie in einem richtigen Steinofen zu backen. Der Boden wird knusprig und die Pizza bekommt den klassischen Geschmack, den wir alle aus der Pizzeria kennen. Pizzasteine gibt es in unterschiedlichen Größen, Materialien und Formen.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Der spezielle Naturstein kann die Hitze des Backofens oder des Grills sehr gut speichern und an die Pizza abgeben. Durch diese hervorragende Speichereigenschaft werden ganz andere Backergebnisse als mit einem handelsüblichen Backblech oder Rost erzielt. Um die Steinofenpizza im Backofen oder dem Grill gelingen zu lassen, müssen Sie den Pizzastein vorher aufheizen. Erst wenn dies geschehen ist, kann der Pizzastein die Hitze direkt an den Teig abgeben und den charakteristischen Geschmack erzeugen. Ist der Pizzastein für den Backofen entsprechend aufgeheizt, backen Sie Ihre Pizza in wenigen Minuten. Der charakteristische Geschmack wird hierbei nicht ausschließlich durch die Hitze des Pizzasteins erzeugt. Der Naturstein, welcher aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann, saugt die Feuchtigkeit des Teigs auf und verhindert somit, dass die Pizza labbrig wird.

Welche Vorteile bietet ein Pizzastein?

Ein Pizzastein hat im Vergleich zum handelsüblichen Backofen den Vorteil, dass er eine höhere Temperatur erreichen kann, als ein Backofen. Um den charakteristischen Steinofengeschmack erzeugen zu können, muss der Ofen auf mehr als 300° erhitz werden. Dies sind Temperaturen, die in der Regel, von einem Backofen nicht erreicht werden können. Die meisten Backöfen können lediglich eine Temperatur von 250° erreichen.

Dies ist jedoch nicht das Hauptproblem. Damit Sie eine Pizza mit dem klassischen Steinofengeschmack erzeugen können, muss die Feuchtigkeit aus dem Teig. Der Pizzastein für den Backofen oder den Grill, schafft genau das. Er hilft die Temperaturdifferenz auszugleichen und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit aus dem Teig verschwindet und die Pizza nicht durchweicht. Auch wenn der Pizzastein nicht heißer als der Ofen wird, verhilft er dennoch dazu, den Teig kross backen zu können.

So gut Pizzasteine für das Zubereiten von frischer Pizza sind, umso weniger eignen sie sich für die Zubereitung von Tiefkühlpizzen. Dennoch können Sie, mit Hilfe einiger Tipps und Tricks, dafür sorgen, dass Ihnen auch eine Tiefkühlpizza auf dem Pizzastein gelingt. Dazu später mehr.

Im Prinzip können Sie den Pizzastein in jeder Art Ofen zubereiten. Es ist also egal, ob sie einen Backofen haben, der mit Strom betrieben wird, ob Sie einen Induktionsbackofen haben oder einen Gasbackofen nutzen. Sie können den Pizzastein auch für Ihren heimischen Grill verwenden, vorausgesetzt die Grillfläche ist groß genug.

Welche unterschiedlichen Pizzasteine gibt es?

Pizzasteine unterscheiden sich zum einen in ihrer Form, ihrer Größe und zum anderen im verwendeten Material. Es gibt rechteckige Pizzasteine und runde Pizzasteine. Auf das Backergebnis hat die Form keinerlei Einfluss. Für Welche Form Sie sich entscheiden hängt dementsprechend von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Bezüglich der Größe ist es sinnvoll, einen Pizzastein zu kaufen der etwas größer ist. Denn eine kleine Pizza können Sie ohne weiteres auch einem größeren Pizzastein zubereiten, andersherum ist dies jedoch nicht möglich.

In der Regel werden Pizzasteine aus vier unterschiedlichen Materialien gefertigt. Diese sind Schamott, Cordierit, Speckstein und Keramik. Jeder dieser Materialien hat unterschiedliche Eigenschaften. Damit Sie einen Überblick über die individuellen Vor- und Nachteile erhalten, haben wir die Materialien genauer unter die Lupe genommen.

Schamott

Schamott bezeichnet einen feuerfesten Stein, welcher aus Quarzsand besteht. Schamott wird häufig beim Bau von Kaminen verwendet, weil er die Hitze besonders gut speichern kann. Schamott kann in jedem Backofen verwendet werden und ist preiswert. Einen Nachteil hat der Pizzastein für den Backofen aus Schamott jedoch, die Aufwärmzeit des Pizzasteins aus Schamott dauert lange. Wenn Sie sich also für einen Pizzastein aus Schamott entscheiden, dann achten Sie darauf, dass der Pizzastein nicht zu dick ist, ansonsten müssen Sie den Stein sehr lange aufwärmen bevor Sie ihn verwenden können.

Cordierit

Cordierit kommt bei der Herstellung von Keramik zum Einsatz, findet jedoch mehr und mehr Verwendung für die Herstellung von Pizzasteinen. Die Vorteile dieses Materials sind sehr überzeugend. Die Beschaffenheit des Materials ermöglicht ein sehr zügiges Aufwärmen. Zudem kann der Pizzastein für den Backofen und den Grill verwendet werden. Das Material lässt sich auch glasieren und ermöglicht somit eine leichte und gründliche Reinigung. Diese Material hat nur einen Nachteil, der Preis. Pizzasteine aus Cordierit sind zwar sehr hochwertig und praktikabel, kosten jedoch relativ viel. Aus diesem Grund werden Sie einen günstigen Pizzastein aus Cordierit auch nicht finden.

Speckstein

Speckstein wird in den meisten Steinöfen verwendet. Der Grund hierfür liegt darin, dass er die Wärme sehr gut speichern kann. Es gibt wenige Materialien, welche die Hitze so gut speichern können. Die Aufwärmzeit ist jedoch der Nachteil dieses Materials. Das Aufwärmen dauert relativ lange, also gilt auch hier, wenn Sie einen Pizzastein aus Speckstein kaufen, achten Sie darauf, dass es nicht zu dick ist.

Keramik

Es gibt mittlerweile auch Pizzasteine, die nicht aus Natursteinen gefertigt sind. Hierzu gehören die Modelle aus Keramik. Keramik hat ähnliche Eigenschaften wie die Natursteine. Die Reinigung des Pizzasteins aus Keramik geht leicht von der Hand und auch die Aufwärmzeit ist relativ kurz. Keramik kann die Wärme jedoch nicht so gut speichern wie vergleichbare Pizzasteine aus Naturstein. Daher kann es durchaus vorkommen, dass Sie einen Pizzastein aus Keramik nachheizen müssen, wenn Sie eine zweite Pizza backen wollen. Sollten Sie sich für einen Pizzastein aus Keramik entscheiden, ist es ratsam einen Pizzastein zu wählen der vergleichsweise dick ist. Ein weiterer Nachteil ist der Preis. Pizzasteine aus Keramik gehören zu den teureren Modellen.

Worauf sie beim Kauf eines Pizzasteins achten sollten

Als ersten sollten Sie Ihren Backofen vermessen, um genau zu wissen welche Größe Ihr neuer Pizzastein haben sollte. Erwerben Sie einen Pizzastein der möglichst groß ist, sodass Sie nicht das Problem haben, die Pizza nicht ganz auf den Stein zu bekommen. Die Form ist nicht so wichtig, entscheiden Sie hier nach Ihren persönlichen Präferenzen.

Achten Sie auf die Materialien, aus denen der Pizzastein gefertigt ist. Die Eigenschaften der Pizzasteine variieren entsprechend der Materialauswahl. Die jeweiligen Vor- und Nachteile haben wir nachstehend für Sie kurz zusammengefasst.

MaterialVorteileNachteile
Schamott
  • Günstig in der Anschaffung
  • Gute Wärmespeicherung
  • Sehr lange Aufwärmzeit
  • Reinigung nicht sehr einfach
Cordierit
  • Heizt schnell auf
  • Guter Wärmespeicher
  • Einfache Reinigung
  • Preis
Speckstein
  • Sehr guter Hitzespeicher
  • Sehr hohe Aufwärmzeit
Keramik
  • Geringes Gewicht
  • Leichte Reinigung
  • Heizt schnell auf
  • Preis
  • Kein sehr guter Wärmespeicher

Einige Hersteller bieten auch Pizzasteine an, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Achten Sie hier unbedingt genau auf die Angaben. In jedem Fall sollten Sie einen Pizzastein erwerben, der mindestens zu 80% aus Naturstein oder Keramik besteht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Preis. Wenn Sie sehr gerne und häufig Pizza essen, dann lohnt es sich, in ein hochwertiges Produkt aus Cordierit zu investieren. Wollen Sie nur ab und an eine Steinofenpizza genießen, reicht ein preiswerterer Pizzastein völlig aus.

Die Nutzung des Pizzasteins

Über eine mögliche Feuergefahr, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Der Pizzastein hält ohne Probleme weitaus höheren Temperaturen stand, als Ihr Ofen oder Grill erzeugen kann.

Für das Vorheizen empfiehlt es sich, den Backofen auf Maximaltemperatur und Ober- und Unterhitze einzustellen. So wird sichergestellt, dass sich der Pizzastein gleichmäßig erhitzt. Bei Umluft dauert das Aufheizen länger.

Die Rauchentwicklung

Einige Benutzer von Pizzasteinen haben angegeben, dass Sie beim Backen mit dem Pizzastein eine sehr hohe Rauchentwicklung haben. Um diesem Umstand vorzubeugen, achten Sie darauf, dass Ihr Pizzastein ausschließlich aus hochwertigen Natursteinen oder Keramik besteht. Manche Billigprodukte verwenden Materialien, die den Temperaturen nicht gewachsen sind. Sparen Sie also nicht am falschen Ende.

Ein weiterer Grund für eine mögliche Rauchentwicklung ist die Verwendung eines nicht ganz sauberen Pizzasteins. In diesem Fall verbrennen beim Aufheizen mögliche Rückstände und sorgen somit für die Rauchentwicklung. Beugen Sie dem vor, indem Sie Ihren Pizzastein gründlich reinigen.

Ein weiterer Grund für eine überdurchschnittliche Rauchentwicklung ist das Verwenden von zu viel Mehl. Das überschüssige Mehl verbrennt im Ofen und erzeugt Rauch.

Die Reinigung

Die Reinigung eines Pizzasteins ist vergleichsweise einfach. Durch die hohen Temperaturen verbrennen mögliche Überreste und somit haben Bakterien keine Überlebenschance. Sie müssen sich bezüglich der Hygiene also nicht wirklich Gedanken machen. Dennoch sollten Sie mögliche Überreste mit einem Schaber entfernen, sodass diese nicht dauerhaft einbrennen und sowohl die Rauchentwicklung, als auch die Geruchsentwicklung fördern.

Sie sollten wissen, dass der Pizzastein sich verfärben wird. Das ist völlig normal. Dies sind keine Verschmutzungen, sondern eine natürliche Reaktion der Materialien.

Den Pizzastein reinigen Sie am einfachsten mit einem Schaber. Lassen Sie den Pizzastein etwas abkühlen, sodass sich mögliche Überreste verfestigen. Kratzen Sie diese Überreste mit dem Schaber vom Stein ab und wischen Sie anschließend mit einem feuchten Tuch oder Lappen den Stein gründlich ab. Dies reicht vollkommen aus, um den Pizzastein ordnungsgemäß zu reinigen.

Verwenden Sie unter keinen Umständen Reinigungsmittel auf dem Pizzastein. Diese werden Ihnen keine Vorteile verschaffen, ganz im Gegenteil. Reinigungsmittel können die Oberfläche des Pizzasteins angreifen und somit beschädigen. Auch können die Reinigungsmittel in den Stein einziehen und beim Backen unangenehme Gerüche sowie einen chemischen Geschmack erzeugen.

Wenn Sie Ihren Pizzastein sehr gründlich reinigen wollen, lassen Sie ihn nach dem Backen weiterhin im Ofen und drehen abermals die Temperatur auf die höchste Stufe. Sämtliche Fette und Flüssigkeiten werden verdampfen und sich vollkommen zersetzen.

Pizzastein und Alternativen für den Backofen

Pizzastein Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Pizzastein Test nicht mit einem Pizzastein Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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