Uhrenbeweger

Seit dem späten 19. Jahrhundert hat sich die tragbare Taschenuhr und später auch die Armbanduhr etabliert. Sie ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern die Armbanduhr ist sehr praktikabel. So können Sie im Handumdrehen die Zeit, das Datum und je nach Komplikation der Uhr auch die Mondphasen, den Tag und den Kalender ablesen.

Dies funktioniert natürlich nur, wenn die Batterie Ihrer Uhr geladen ist und den Quarz-Kristall in der Uhr antreibt.

Dieses Problem haben Sie jedoch nicht, wenn Sie sich für eine Uhr mit automatischem Uhrwerk entschieden haben. Eine solche Uhr ist nicht nur ein mechanisches Meisterwerk, sondern ein richtiges Energiewunder. Eine Automatikuhr muss niemals einem Batteriewechsel unterzogen werden, sie kann aber dennoch stehen bleiben. Eine Automatikuhr wird über die Bewegung Ihres Handgelenkes aufgezogen und erhält somit die nötige Energie, um die Uhrzeit, das Datum, den Tag und so weiter anzuzeigen. Wenn Sie die Automatikuhr nicht tragen, kann keine Bewegungsenergie an das mechanische Uhrwerk abgegeben werden und die Sprungfeder, welche sich in der Uhr befindet, wird nicht aufgezogen. Je nach Modell und Preisklasse haben die Automatikuhren einen bestimmten Energiespeicher. Dieser kann von wenigen Stunden bis zu circa 72 Stunden bei absoluten Luxusmodellen liegen.

Wenn Sie jedoch ausschließen möchten, dass Ihre Automatikuhr stehen bleibt, dann ist ein Uhrenbeweger für Sie die richtige Wahl. Wenn Sie von diesem Begriff noch nie etwas gehört haben, Sie die Idee jedoch gut finden, denn es ist sehr praktisch und Sie müssten Ihre Uhr nie wieder aufziehen, lesen Sie sich unseren Vergleich durch.

Wie bei den meisten Produkten, so gibt es auch bei den Uhrenbewegern unterschiedliche Hersteller, Marken und entsprechend unterschiedliche Qualität. Damit Sie genau wissen, welche der Uhrenbeweger für Sie in Frage kommt, haben wir nachstehend in unserem Vergleich die wichtigsten Funktionen des Uhrenbewegers unter die Lupe genommen, damit Sie mit Ihrem Kauf entsprechend zufrieden sind.

Die Funktionsweise des Uhrenbewegers

Wie Sie bereits gelesen haben, wird eine Automatikuhr durch die Bewegung des Handgelenkes angetrieben. Dies funktioniert nur, wenn Sie die Uhr regelmäßig tragen. So können die wichtigen Uhrfelder aufgezogen und gespannt werden. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Uhr stehen und Sie müssen nicht nur die Zeit, sondern auch das Datum, den Tag und je nach Modell, den Kalender und die Mondphase einstellen. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch Zeit, die man sich sparen kann, wenn man die Uhr in einem entsprechenden Uhrenbeweger lagert.

Der Uhrenbeweger hat eine viereckige Form, eine Halterung für Ihre Automatikuhr und einen eingebauten Motor, der für die Bewegung verantwortlich ist. Hierbei ist es nicht wichtig, ob Sie den Uhrenbeweger Beco oder den Uhrenbeweger Desinghütte bevorzugen, die grundlegende Funktionsweise bleibt die gleiche.

Meistens werden die Uhren im Uhrenbeweger auf einem Polster angebracht. Diese gepolsterte Halterung dreht sich um die eingebaute Rotorachse. Durch diesen Mechanismus kann das Drehmoment des Uhrenbewegers direkt auf den eingebauten Aufziehmechanismus der Uhr wirken. Sie müssen jedoch wissen, dass das Drehmoment des Uhrenbewegers auf den automatischen Mechanismus Ihrer Automatikuhr angepasst werden muss, damit die Uhr korrekt aufgezogen wird und die Funktionsweise der Uhr nicht beschädigt wird. In der Regel liegt das zu verwendende Drehmoment meistens zwischen 650 bis 900 Umdrehungen pro Tag. Hierbei ist es zudem wichtig, dass die Drehbewegung im Uhrzeigersinn stattfindet. An dieser Stelle eine kurze Randbemerkung, egal, welchen Uhrenbeweger Sie bevorzugen, die Kosten für einen verlässlichen und qualitativ hochwertigen Uhrenbeweger beziffern sich im Durchschnitt auf ungefähr 170 Euro.

Wenn Sie noch skeptisch sind, ob der Uhrenbeweger sinnvoll ist, haben wir nachstehend die Vorteile nochmals für Sie aufgelistet

Die Vorteile eines Uhrenbewegers

  • Ein Uhrenbeweger bringt Ihnen Zeitersparnis, weil Sie Ihre Uhr nicht neu einstellen müssen.
  • Ihre Uhr wird, wenn Sie sie nicht am Handgelenk tragen, sicher und optisch ansprechend aufbewahrt.
  • Durch die konstante Bewegung wird verhindert, dass Ihr Uhrwerk verharzt.
  • Ein Uhrenbeweger hilft, die Genauigkeit der Uhr zu wahren.
  • Es gibt Modelle mit LED-Beleuchtung, um die Uhr in Szene zu setzen

Worauf Sie beim Kauf eines Uhrenbewegers achten sollten

Damit Sie genau wissen, worauf Sie beim Kauf eines Uhrenbewegers achten sollten, haben wir die folgenden Kategorien für Sie untersucht: die Laufrichtung des Uhrenbewegers, die Intervallschaltung des Uhrenbewegers, die Betriebsart des Uhrenbewegers sowie das Material des Uhrenbewegers.

Die Laufrichtung des Uhrenbewegers

Es gibt die Uhrenbeweger in den unterschiedlichsten Varianten. Dabei ist es nicht essentiell welche Uhr Sie besitzen und ob es sich dabei um eine sehr teure Luxus Uhr, eine Automatikuhr aus dem mittleren Preissegment oder eine günstige Automatikuhr handelt, sondern es ist wichtig, dass der Uhrenbeweger zu Ihrer Uhr passt, beziehungsweise zu Ihrem Modell passt. Es gibt Automatikuhren, die gegen oder mit dem Uhrzeigersinn gedreht werden müssen. Manche Modelle müssen hingegen in beide Richtungen bewegt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind in welche Richtung Ihre Uhr in einem Uhrenbeweger bewegt werden sollte, können Sie die entsprechenden Informationen aus der Herstelleranleitung sehen, die beim Kauf Ihrer Uhr mitgeliefert wurde. Sofern Sie diese Informationen nicht aus den Herstellerangaben entnehmen können, fragen Sie bei einem Uhrmacher nach oder suchen Sie die entsprechenden Informationen aus einschlägigen Foren oder kontaktieren Sie den Kundenservice des Uhrenherstellers. Wenn Sie dennoch nicht die entsprechenden Informationen bekommen können, empfehlen wir Ihnen einen Uhrenbeweger der sich in beide Richtungen drehen kann.

Die Intervallschaltung bei einem Uhrenbeweger

Wenn Sie sich einen Uhrenbeweger zulegen wollen, sollten Sie darauf achten einen Uhrenbeweger zu erwerben, der durch eine Intervallschaltung die Drehgeschwindigkeit regulieren kann. Die Intervallschaltung ermöglicht es, die Abfolge von Umdrehungen und Pausen zu regulieren. Dies ist wichtig, damit die Uhr nicht überzogen werden kann. Eine stete Abfolge von Drehung und Bewegungspause ist hierfür essentiell. In den meisten Fällen reichen circa 1000 Umdrehungen pro Tag vollkommen aus, um die Uhr optimal aufzuziehen. Wenn Sie die Umdrehungszahl nicht regulieren, kann die Uhr überzogen werden und die mechanischen Bauteile können auf Dauer Schaden nehmen. Ein weiterer Vorteil einer Intervallschaltung ist, dass sie Strom sparen hilft, weil der Motor nicht permanent betrieben werden muss.

Achten Sie bei der Einstellung darauf, dass Sie so viele Umdrehungen wie notwendig und so wenige wie möglich einstellen. Auf diese Art und Weise ist die Uhr und ihre mechanischen Bauteile am besten geschützt. Auch sollten Sie den Uhrenbeweger über Nacht abschalten.

Die Betriebsart des Uhrenbewegers

Es gibt zwei gängige Betriebsarten. Dies ist zum einen der Batteriebetrieb und zum anderen, der Netzbetrieb. Welche Art von Antrieb Sie bevorzugen, beziehungsweise für sich auswählen hängt einerseits von Ihren persönlichen Präferenzen und andererseits, vom Ort der Aufbewahrung Ihrer Uhr ab. Wenn Sie Ihre Uhr im Schrank, einem Safe oder einem Schließfach aufbewahren, ist es sinnvoll einen Uhrenbeweger zu erwerben der durch eine Batterie angetrieben wird. Ein solcher Uhrenbeweger ist zudem auf Reisen sinnvoll und überall einsetzbar. Wenn Sie Ihre Uhr zu Hause aufbewahren und an diesem Ort einen Zugang zum Stromnetz haben empfiehlt sich ein Uhrenbeweger der an eine Steckdose angeschlossen werden kann.

Wenn Sie einen Uhrenbeweger mit Intervallschaltung erwerben, können Sie im Schnitt davon ausgehen, dass die Batterie ungefähr fünf bis sechs Monate hält.

Das Material des Uhrenbewegers

Das am häufigsten verwendete Material ist Kunststoff. Dies bietet, neben der Robustheit weitere Vorteile. Es ist leicht und relativ kostengünstig. Zudem ist es auch pflegeleicht. Je nach Modell, ist auch ein Uhrenbeweger aus Kunstsoff optisch ansprechend, weil der Uhrenbeweger in den unterschiedlichsten Farben und Designmustern produziert werden kann.

Wenn Sie hingegen einen sehr hochwertigen Uhrenbeweger erwerben wollen, werden Sie feststellen, dass diese Modelle aus sehr kostbaren Materialien hergestellt werden. Dies können Carbon, Titan oder Mahagoniholz sein.

Des Weiteren würden wir Ihnen empfehlen, einen Uhrenbeweger mit einem eingebauten Sichtfenster zu kaufen. Dies ist optisch sehr ansprechen, sodass Sie Ihr Uhr entsprechend präsentieren können. Wenn Sie sich für ein entsprechendes Modell entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass das Sichtfenster nicht aus normalem Glas besteht, sondern aus Plexiglas oder Acrylglas. Diese Materialien sind widerstandsfähiger und kratzresistenter. Bei sehr hochwertigen Modellen kann das Sichtfenster auch aus Saphirglas bestehen. Doch dies kommt nur im oben Luxussegment vor.

Die Pflege Ihrer Automatikuhr

Wenn Sie sich für einen Uhrenbeweger interessieren, dann wollen Sie nicht nur sicherstellen, dass Ihre Uhr immer entsprechen aufgezogen ist, sondern Sie wollen zudem sicherstellen, dass Ihre Uhr korrekt gepflegt und geschützt ist. Daher haben wir für Sie einige kurze Pflegehinweise zusammengefasst, die Sie durchführen können, damit Sie möglichst lange Freunde an Ihrer Uhr haben.

Die Reinigung der Automatikuhr

Wenn Ihre Automatikuhr nicht wasserdicht ist, sollten Sie diese in regelmäßigen Abständen mit einem feuchten Tuch abwischen und die zurückbleibenden Wasserreste können Sie mit einem trockenen Tuch abwischen. Polieren Sie Ihre Uhr anschließend mit einem Frottee-Tuch. Dies wird Ihrer Uhr neuen Glanz verleihen. Seien Sie bei der Verwendung von Reinigungsmitteln sehr vorsichtig, denn Sie wollen unter keinen Umständen, dass das Reinigungsmittel das Glas Ihrer Uhr angreift.

Ist Ihre Uhr hingegen wasserdicht, können Sie diese unter lauwarmen fließendem Wasser abwaschen und zusätzlich mit einer Bürste reinigen.

Die Lagerung der Automatikuhr

Lager Sie Ihre Uhr entweder in einer Box oder in einem Uhrenbeweger. Hier ist sie vor Staub geschützt. Achten Sie auch darauf, dass die Uhr keiner direkten Sonnenausstrahlung ausgesetzt ist.

Wenn Sie wollen, dass Ihre Uhr die Zeit so genau wie möglich anzeigt lagern Sie diese nicht an Orten wo es zu großen Temperaturschwankungen kommen kann. Dies kann sich negativ auf die Gangabweichung auswirken.

Die Inspektion der Automatikuhr

Automatikuhren sollten in regelmäßigen Abständen von einem Uhrmacher inspiziert werden. Dieser wird das Uhren Öl ersetzten, die Dichtungen austauchen sowie das Uhrwerk auseinandernehmen und es intensiv reinigen.

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Uhrenbeweger

Hat die Stiftung Warentest Uhrenbeweger bewertet?

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels lag unserer Redaktion kein Test der Firma Stiftung Warentest vor. Allerdings können Sie sich anhand unserer Vergleichstabelle einen guten Überblick über die unterschiedlichen Produkte verschaffen und die entsprechenden Kundenbewertungen zu den Uhrenbewegern online nachlesen.

Kann man einen Uhrenbeweger selber herstellen?

Wenn Sie handwerklich begabt sind, natürlich.

Wie stelle ich meinen Uhrenbeweger korrekt ein?

Egal wo oder von welcher Firma Sie Ihren persönlichen Uhrenbeweger erworben haben, achten Sie darauf, dass Sie den Uhrenbeweger immer auf das Uhrwerk Ihrer Uhr anpassen. Wie Sie Ihren Uhrenbeweger einstellen können Sie der Betriebsanleitung entnehmen.

Wie viele Umdrehungen sollte mein Uhrenbeweger haben?

Dies ist für jedes Modell unterschiedlich. Die meisten Automatikuhren kommen jedoch mit einer Drehbewegung zwischen 650 und 900 Umdrehungen pro Tag sehr gut aus. Achten Sie auf ausreichen Pausenzeiten, um die Uhr nicht zu überziehen. Hier bietet sich eine Intervallschaltung sehr gut an.

Uhrenbeweger Test: Drei Modelle von Klarstein! | Review | Deutsch

Uhrenbeweger Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Uhrenbeweger Test nicht mit einem Uhrenbeweger Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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