Was ist ein Enzympeeling? Ein schneller Überblick

Die tägliche Pflege unserer Haut und insbesondere unseres Gesichts beinhaltet viele Schritte. Vom normalen Waschen mit Wasser, bis hin zur gründlichen Reinigung mit Hilfe einer speziellen Lotion und der anschließenden Pflege unter Zuhilfenahme von Öl, Seren und weiteren Cremes. Dabei ist es vor allem von enormer Bedeutung das Gesicht von Schmutz, Staub und Resten von Make-up zu befreien, welche sich den gesamten Tag auf unserer Haut angesammelt haben.

Obwohl viele Personen, vor allem Frauen, dieser täglichen Prozedur regelmäßig nachgehen, leiden sie dennoch an schlechter Haut, welche sich durch Unreinheiten, Pickeln, Entzündungen, trockenen Stellen und gegebenenfalls sogar durch Akne oder anderen Hautkrankheiten, wie Rosazea oder Couperose kennzeichnet.

Dieses Problem kann auf Grund vieler Faktoren entstehen. So dürfen insbesondere die Ernährung und die Genetik nicht außer Acht gelassen werden.

Ein jedoch sehr häufig anzutreffender Fehler und vor allem ein vermeidbarer Fehler ist, dass die betroffenen Personen ihre Haut nicht richtig vorbereiten. Die Anwendung von Cremes, Lotionen und Seren ist selbstverständlich hilfreich und bietet Ihrer Haut diverse Vorteile, aber die Produkte können die Wirkung ihrer guten Inhaltsstoffe nicht komplett entfalten, wenn die Haut nicht bereit ist diese aufzunehmen.

Die Lösung stellen Peelings dar. Peelings gibt es in diversen Formen, sie verfolgen jedoch alle den gleichen Zweck und streben das gleiche Ziel an. Unsere Haut erneuert sich ständig, sodass abgestorbene Hautschüppchen abgetragen werden müssen. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess, welcher bei jedem Menschen vorkommt. Mit Hilfe eines Peelings können also Stellen unserer Haut abgetragen werden, sodass eine gute Grundlage geschaffen wird, um andere Produkte erfolgreich nutzen zu können.

Bei der Produktvielfalt von Peelings, setzen sich immer zunehmender die sogenannten Enzympeelings durch. Diese lassen sich zu der Kategorie der chemischen Peelings zuordnen und weisen die Besonderheit auf, mit Hilfe von diversen Enzymen, die Haut schonend von Resten alter Haut zu befreien und für ein weiches und strahlend schönes Hautbild zu sorgen. Die Enzyme stammen vielfach aus Früchten, Kernen oder anderen Pflanzen. Davon abzugrenzen sind die sogenannten Fruchtsäurepeelings. Fruchtsäurepeelings weisen im Gegensatz zu Enzympeelings nicht den Vorteil auf, bei sehr empfindlicher Haut angewendet werden können. Während ein Enzympeeling vornehmlich auf der Oberfläche der Haut arbeitet, dringen reine Fruchtsäurepeelings tief in die Schichten der Haut ein und entfalten dort ihre Wirkung. Dies erscheint zwar als großer Vorteil, da eine porentiefe Wirkung von Peelings erwünscht ist. Allerdings kann dies bei sehr empfindlicher Haut zu starken Irritationen und Rötungen führen.

In unserem Enzympeeling-Vergleich wollen wir Sie durch die Produktvielfalt von Enzympeelings führen und vor allem auf folgende wichtige Fragen eingehen: Wann lohnt sich für mich ein Enzympeeling und habe ich den richtigen Hauttypen dafür? Wie wende ich ein Enzympeeling richtig an und vor allem wie viel Zeit muss ich mir nehmen, damit das Produkt seine volle Wirkung entfalten kann? Welche unterschiedlichen Wirkstoffe und Inhaltsstoffe weisen die Enzympeelings auf? Auf welche Inhaltsstoffe sollte ich besonders Rücksicht nehmen, da sie entweder eine sehr gute Wirkung versprechen oder sogar gefährlich für meine Gesundheit sind? Muss ich unbedingt auf Naturkosmetik zurückgreifen? Welche verschiedenen Arten von Enzympeelings gibt es und welche eignet sich am besten für mich? Mit Hilfe unserer Kaufberatung zeigen wir Ihnen auf, auf welche Faktoren Sie beim Kauf eines Enzympeelings achten müssen.

Wie funktioniert ein Enzympeeling? Die verschiedenen Arten von Peeling

In unserem Alltag ist es üblich, dass sich Schmutz, Reste von Make-up, Staub und Schweiß auf unsere Haut ablagern. Sofern die Haut jedoch nicht regelmäßig gereinigt wird, verstopfen diese Faktoren die Poren der Haut und es entstehen Entzündungen, welche wir häufig als Pickel oder Rötungen wahrnehmen.

Neben einer gewöhnlichen Reinigung mit Wasser, ist es zudem empfehlenswert auf ein Peeling zu setzen, welches unsere Haut nicht nur von abgestorbenen Hautschüppchen befreit, sondern auch die Durchblutung anregt und die Erneuerung diverser Zellen begünstigt.

Um zu einem strahlenden Teint zu gelangen, ist eine porentiefe Reinigung notwendig, welche mit Hilfe von Peelings erreicht werden kann. Bei Peelings kann man grob zwischen drei Kategorien unterscheiden, welche alle ihre Eigenschaften, Vor- und Nachteile mit sich bringen. Dies können Sie in der folgenden Tabelle nachvollziehen.

PeelingartEigenschaften, Vor- und Nachteile
  • Mechanisch
  • kennzeichnet sich aus durch Schleifkörner, zum Beispiel in Form von Salz oder Zucker
  • Schleifkörner erzeugen, durch das Einarbeiten in unsere Haut, einen Reibungseffekt
  • dadurch werden abgestorbene Hautreste abgetragen und die Blutzirkulation angeregt
  • mechanische Peelings sind vielfach sehr günstig erhältlich
  • Chemisch
  • chemische Peelings arbeiten mit Hilfe von Säuren, deren Konzentration stets vom jeweiligen Produkt abhängt
  • abhängig von der jeweiligen Konzentration dringt der Stoff in unsere Haut ein und sorgt dort für eine Anregung des Wachstums diverser Zellen
  • eignet sich gut für hartnäckige Hautprobleme, wie zum Beispiel Akne
  • auch Narben können durch eine wiederholte Behandlung minimiert werden
  • Problematisch im Zusammenhang mit dieser Anwendung ist jeglicher Kontakt mit Sonnenlicht. Daher sollte nach einer Behandlung direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, weswegen eine Anwendung und Therapie von Ärzten häufig im Winter vorgenommen wird
  • außerdem ist das Erscheinungsbild nach der Anwendung sehr gerötet, sodass ein chemisches Peeling nicht unmittelbar vor einem wichtigen Event aufgetragen werden sollte
  • Enzympeelings
  • gehört zu der Kategorie der chemischen Peelings
  • Enzyme stammen häufig aus Früchten, wie zum Beispiel Papaya oder Ananas
  • Enzyme wirken derart, dass Eiweißbausteine gespalten werden und die Enzyme Fette und Eiweiße lösen. Dadurch löst sich die Haut und es entsteht der erwünschte Peelingeffekt
  • im Gegensatz zu einem rein chemischen Peeling, erfolgt die Wirkung sehr viel sanfter und schonender zur Haut, wodurch etwaige Rötungen ein kein so großes Problem darstellen
  • ist sehr gut für empfindliche Haut geeignet

Kaufberatung- worauf Sie beim Kauf eines Enzympeelings achten sollten

Der Hauttyp

Auf den Produkten werden Sie häufig die Angaben der Hersteller finden, dass das Enzympeeling für alle Hauttypen geeignet ist. Dieser Hinweis sollte jedoch mit Vorsicht begegnet werden, da jede Haut individuell ist und diverse Bedürfnisse aufweist.

Allgemein lässt sich festhalten, dass ein Enzympeeling sehr gut für Menschen geeignet ist, welche unter Akne und Narben leiden. Haut, welche von Akne geprägt ist, kennzeichnet sich vor allem aus einem Zusammenspiel von einerseits fettiger Haut und zunehmender Produktion von Talg und andererseits durch trockene Stellen, welche durch übliche Feuchtigkeitscremes nicht behoben werden können.

Zudem profitieren auch Personen davon, welche eher empfindliche Haut haben, sodass sie auf eine schonende Pflege angewiesen sind. Wie bei jedem Peeling kommt es auch bei Anwendung eines Enzympeelings zu einem Schäleffekt, welcher jedoch sehr viel schonender ist, als dies bei anderen Arten von Peelings der Fall ist. Dennoch ist auch hier der Kontakt mit der Sonne nach der Behandlung zu vermeiden oder zumindest mit erhöhter Vorsicht zu genießen. Verzichten Sie nie auf Sonnenschutz, unabhängig von einer vorherigen Anwendung eines Peelings.

Menschen, welche unter Hautkrankheiten leiden, wie zum Beispiel Rosazea oder Couperose, sollten jedoch auf eine allgemein sehr sanfte und schonende Art der Pflege der Haut zurückgreifen. Vorteilhaft bei einem Enzympeeling ist, dass keine oberflächliche Reibung entsteht, wodurch jegliche Art von Rötungen vermieden werden. Zudem eignet sich für diese Personengruppe die Anwendung eines Enzympeelings in Form einer Maske, welche sich durch eine cremige Konsistenz kennzeichnet. Ein Enzympeeling in Form eines Puders, welches zusätzlich mit Wasser angerührt wird, bringt nur den Nachteil mit sich, dass es in die Haut einmassiert werden muss, was eine weitere Reibung und Reizung der Haut bewirkt.

Acht geben sollten Personen, welche unter Allergien bezüglich Fruchtsäure leiden. Da vornehmlich die Fruchtsäure und die Enzyme von Früchten, wie zum Beispiel Papaya und Ananas, verwendet werden, könnte dies zu einer unangenehmen Irritation der Haut führen. Diesbezüglich empfehlen wir stets eine Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnen Ärztin. Zudem können Sie das Produkt zunächst an einem weniger empfindlichen Bereich, als dem Gesicht, ausprobieren.

Die Einwirkzeit und die diversen Formen von Enzympeelings

Enzympeelings lassen sich in drei verschiedenen Typen gliedern, wobei sich diese in Bezug auf ihre Konsistenz, Methode, Eigenschaften und Einwirkzeiten unterscheiden.

  • Maske: Ein Enzympeeling als Maske kennzeichnet sich durch eine dicke Konsistenz, welche leicht auf das Gesicht aufgetragen werden kann. Sie eignet sich unter anderem auch für empfindliche Hauttypen, da ein gesondertes Einmassieren nicht nötig ist. Die Einwirkzeit sollte, je nach Produkt, zwischen fünf und zehn Minuten betragen. Danach kann die Maske ganz leicht mit lauwarmen Wasser abgetragen werden.
  • Creme: Ein Enzympeeling als Creme kennzeichnet sich durch eine flüssigere Konsistenz, als dies bei einer Maske der Fall ist. Die Einwirkzeit beträgt mit bis zu 20 Minuten bei dieser Art von Produkt am längsten.
  • Puder: Ein Enzympeeling in Form eines Puders erfordert den höchsten Aufwand, da das Puder zunächst mit Wasser vermischt werden muss, bevor es auf das Gesicht aufgetragen werden kann. Vorteilhaft ist, dass sich das Produkt nach dem Einmassieren nur etwa ein bis drei Minuten auf der Haut befinden muss, bevor es entfernt werden kann. Somit ist es für die schnelle Anwendung im Alltag gut geeignet. Nachteilig ist jedoch der erhöhte Aufwand durch das Anmischen auf eigene Faust und die Verträglichkeit mit sehr empfindlicher Haut, da das Enzympeeling vorher einmassiert werden muss, was zu einer zusätzlichen Reizung der Haut führt.

Vergleichen Sie in Bezug auf die Einwirkzeit natürlich auch die Angaben der Hersteller, da wir diesbezüglich immer nur Richtwerte und Regeln angeben können.

Die Inhaltsstoffe

Viele Enzympeelings sind mit weiteren Inhaltsstoffen angereichert, um die Haut zusätzlich zu pflegen. Allerdings sollte diesbezüglich auch darauf geachtet werden, dass keine schädlichen Inhaltsstoffe verwendet werden, die die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen können.

  • AHA: Die sogenannte Alphahydroxysäure, welche in vielen Fruchtsäuren enthalten ist und den gewünschten Peelingeffekt erzielt (Hautschüppchen abtragen, Durchblutung anregen, Zellerneuerung unterstützen). Sollte jedoch nicht bei allzu empfindlicher Haut verwendet werden. Auch der Kontakt mit der Sonne sollte vermieden werden.
  • Fruchtenzym Papain und Bromelain: Finden sich in den Früchten Papaya und Ananas vor und reinigen die Haut sehr sanft. Allerdings ist Vorsicht bei einer Allergie auf Fruchtsäuren geboten. Auch sollten schwere Hautkrankheiten nicht damit behandelt werden.
  • Lipase: Enzym, welches Fette spaltet. Eignet sich gut für die Behandlung von Akne.
  • Subtilisin: Spaltet Keratin und löst somit die Haut.
  • Milchsäure: Spendet viel Feuchtigkeit und ist sehr sanft zur Haut. Wird von vielen Menschen gut vertragen.
  • Salicylsäure: Gehört ebenfalls zu den AHA-Säuren und aktiviert Enzyme. Eignet sich gut gegen Akne und Haut mit Unreinheiten. Vermindert Rötungen und ist entzündungshemmend.
  • Panthenol: Auch bekannt unter Dexpanthenol. Ist ein Provitamin, welches sanft Entzündungen hemmt. Vermindert Juckreiz und ist sehr gut verträglich.
  • Hyaluronsäure: In unserem Bindegewebe vorhanden. Bindet Wasser, spendet viel Feuchtigkeit und wirkt damit dem Entstehen von Falten entgegen.
  • Shebutter: Entspannt einer Frucht aus dem Karitébaum. Spendet viel Feuchtigkeit und ist gut verträglich.
  • Squalane: Ist ein farbloses Öl, welches einer Pflanze entstammt und insbesondere trockene Haut gut pflegt.
  • Fermentierte Fruchtextrakte: Dazu zählen zum Beispiel das Enzym aus dem Kürbis, welches sehr gut verträglich ist.

Abstand nehmen sollten Sie von Inhaltsstoffen, wie Alkohol, Parebenen, Mineralöl und Parfüm. Diese Stoffe trocknen die Haut zusätzlich aus, sie stehen in Verdacht krebserregend zu sein und können Allergien bei den betroffenen auslösen.

FAQ- Häufig gestellte Fragen und Antworten

Kann ich ein Enzympeeling selber zu Hause machen?

Da ein Enzympeeling vor allem aus Enzymen von Früchten besteht, können Sie dieses Produkt auch zu Hause nachmachen. Vorteilhaft daran ist, dass Sie Bio-Produkte verwenden können und allgemein wissen, welche Inhaltsstoffe vorhanden sind. Zudem können Sie auf Zusätze, welche Sie nicht vertragen, zum Beispiel Parfüm verzichten.

Für ein Enzympeeling brauchen Sie nichts weiter als Früchte bzw. das Fruchtfleisch, zum Beispiel aus einer Ananas oder einer Papaya, welche Sie mit Wasser, Öl oder Honig mischen. Öl spendet Ihnen zusätzlich Feuchtigkeit, während Honig antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Mischen Sie die Zutaten nach Ihrem Belieben zusammen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird. Massieren Sie die Masse in Ihr vorgereinigtes Gesicht ein und waschen Sie die Maske nach wenigen Minuten mit lauwarmen Wasser wieder ab.

Nach einem Peeling sollten Sie auf eine gute Feuchtigkeitsversorgung mit Hilfe von Cremes, Seren oder Öl achten.

Beachten Sie jedoch, dass Sie keine Allergien gegen die Enzyme Papain und Bromelain aufweisen, welche sich in den oben genannten Früchten vorfinden lassen.

Kann ich ein Enzympeeling bei Neurodermitis verwenden?

Ein Enzympeeling kennzeichnet sich im Gegensatz zu anderen Peelings dadurch aus, dass keine Reibung auf der Oberfläche unserer Haut entsteht und daher sehr gut für empfindliche Haut geeignet ist. Allerdings empfehlen wir eine Anwendung bei Personen mit Hautkrankheiten erst dann, wenn eine Rücksprache mit dem Hausarzt oder der Hausärztin geführt worden ist. Jede Haut ist individuell und reagiert anders auf diverse Produkte. Da Enzympeelings häufig mit Fruchtsäure arbeiten, sollten Menschen mit sehr empfindlicher Haut zunächst davon absehen, bis sie sich professionell haben beraten lassen.

Wie oft kann ich ein Enzympeeling anwenden?

Maßgeblich für die Häufigkeit der Anwendung ist der jeweilige Hauttyp und der Grad der Empfindlichkeit der Haut. Wir empfehlen Ihnen sich langsam heranzutasten und zunächst mit einem größeren Abstand der einzelnen Behandlungen zu beginnen, um absehen zu können wie Ihre Haut auf ein Enzympeeling reagiert. In der Regel kann ein Enzympeeling jedoch zwei Mal die Woche angewendet werden. Achten Sie im Anschluss der Behandlung jedoch darauf, Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.

Enzympeeling Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Enzympeeling Test nicht mit einem Enzympeeling Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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