Rauchwarnmelder - Ein muss?

Rauchwarnmelder retten Leben. Die Installation von Rauchmeldern durch den Vermieter bzw. Eigentümer ist in Deutschland Pflicht, ansonsten entstehen empfindliche Geldbußen. Das statistische Bundesamt veröffentlichte Anfang 2017, dass die Todesursachen im Jahr 2015, verursacht durch Feuer, Flammen und dem Einatmen durch Rauch, bei einer Opferzahl von 400 Personen lag.

Um Ihnen einen Leitfaden zum Kauf eines entsprechenden Gerätes zu geben, präsentiert Ihnen der vorliegende Ratgeber allgemeine Informationen – hingehend zu den Gerätearten, bis hin zu Kauftipps, der richtigen Montage und Wartung Ihres Rauchmelders.

Allgemeine Informationen

Ein Rauchmelder hat eine Sirene und gegebenenfalls zusätzliche Signalgeräte eingebaut. Es werden in Deutschland mehrere Anforderungen an die Geräte gestellt, die in Normen festgeschrieben sind. Eine Anforderung ist das Hinweisen durch ein Warnsignal, das die Batterie gewechselt werden muss. Die Warnung muss mindestens 30 Tage vorher und wiederkehrend ertönen. Die Funktion des Gerätes muss mittels eines Testknopfes nachvollziehbar sein und der Rauch muss von allen Seiten in die Rauchmesskammer eindringen können.

Um das Warnsignal wahrnehmen zu können, muss es mindestens 85 dB betragen, bei einer Entfernung von 3m. Rauchmelder haben die Aufgabe, Personen vor etwaigen Bränden zu warnen, vor allem schlafende Personen, da diese zu diesem Zeitpunkt besonders gefährdet sind. Das besondere an den Geräten ist, dass sie miteinander über Funk oder Kabel vernetzt werden können und im Falle eines Brandes, jedes vernetztes Gerät, unabhängig vom Ort des Brandes, ein Warnsignal ausgibt.

Vorgeschichte

Die Entwicklung des Rauchmelders lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt gab es natürlich keine technischen Vorrichtungen, sondern es waren Menschen auf erhöht gelegenen Posten, die im Falle eines Brandes in der Stadt, Alarm schlugen. Die sogenannten Türmer läuteten eine Glocke, wenn ein Brand entdeckt wurde und schwenkten zusätzlich eine rote Fahne.

Durch die Technisierung aller Gesellschaftsbereiche, wurde die Alarmierung ab dem Jahre 1851 durch strombetriebene Alarmeinrichtungen unterstützt. So gab es in Berlin ein Netzwerk aus 37 Alarmgebern, die durch unterirdische Kabel miteinander verbunden waren. Der Mensch musste allerdings immer noch den Brand entdecken. Die Kabel dienten nur der Meldung untereinander, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Nach weiteren 40 Jahren, verwendete man Vögel als Rauchmelder. Dazu benutzte man einen Vogelkäfig mit 2 Vögel darin. Bei Rauchentwicklung wurden diese ohnmächtig und fielen beide zu Boden. Durch das Gewicht beider Vögel, wurde ein Schalter betätigt, welcher wiederum einen Stromkreis schloss. Die Verwendung von Tieren wurde aber unnötig, als im 20. Jahrhundert die ersten optischen Rauchmelder entwickelt wurden.

Die unterschiedlichen Arten von Rauchwarnmeldern

Die nachfolgende Aufzählung soll dabei helfen, Ihnen die verschiedenen Techniken zur Auslösung von Rauchmeldern nahezubringen. Der Foto-optische Rauchmelder besitzt im Inneren seiner Rauchkammer eine Diode. Die Diode sendet einen infrarotstrahl aus, der durch die Luft verläuft. Im Falle einer Rauchentwicklung, gelangen Rauchpartikel in die Rauchkammer. Der Infrarotstrahl wird durch die Rauchpartikel gebrochen und reflektiert. Der zurück reflektierte Infrarotstrahl trifft nun auf einen Sensor und in Folge dessen, gibt der Rauchmelder ein Alarm-Signal aus. Der Sensor ist dabei immer vor dem Außenlicht geschützt, um eine versehentliche Betätigung ausschließen zu können.

Thermooptischer Rauchmelder

Der Thermooptische Rauchmelder vereint das Auslöseprinzip des Foto-optischen Rauchmelders mit dem Wärmemelders. Bei Erhöhung der Umgebungstemperatur, verändert sich die Leitfähigkeit des eingebauten Mess-Heißleiters und ist fließt ein elektrischer Strom. Ein zusätzlicher Vergleichsheißleiter dient als Referenz zum Vergleich. Der Anwender kann die Raumtemperatur, die zur Auslösung führen soll, selbständig konfigurieren.

Ionisationsrauchmelder

Der Ionisationsrauchmelder ist der in Deutschland am wenigsten genutzte Rauchmelder. Dies liegt an der aufwändigen Entsorgung des im Innern enthaltenen radioaktiven Elements. Im Innern des Gerätes befindet sich ein radioaktives Element, welches von zwei Metallplatten umgeben wird. Durch das Eindringen von Rauch, werden die Ionenverbindungen durch elektrostatische Anziehung am Rauch gebunden. Daraufhin nimmt der Stromfluss ab und das Gerät gibt ein Alarmsignal aus. Bei der Entsorgung des Ionisationsrauchmelders muss darauf geachtet werden, dass das radioaktive Element separat entsorgt wird. Dies ist unter Umständen aufwendig, da bei einem eventuellen Brand der Brandschutt vom radioaktiv belasteten Element getrennt werden muss und somit zusätzliche Kosten entstehen.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Sie könne einen Rauchwarnmelder bereits für 17 bis 103 Euro erwerben. Einen hochpreisigen Rauchwarnmelder kaufen, bedeutet nicht automatisch, dass dieser die beste Qualität aufweisen kann. Zur Spannungsversorgung wird generell eine Lithiumbatterie verwendet, die fest verbaut ist und laut Herstellern alle 10 Jahre gewechselt werden sollte. Bevor Ihr Rauchmelder eine leere Batterie aufweist, ertönt ein schriller Piepston, das bleibt einem somit 10 Jahre erspart.

Sollten Sie sich für mit Funk kommunizierende Geräte interessieren, bekommen Sie diese für bereits 60 Euro. Gute Geräte erhalten Sie für 17 bis 32 Euro. Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass der Rauchmelder mindestens 4 Minuten lang ertönt und mindestens 82 dB laut ist, aber das fordert die Norm ohnehin. Wenn Sie funkgesteuerte Geräte installieren wollen oder müssen, bedenken Sie, dass Häuser mit Stahlbetondecken die Funkkommunikation beeinträchtigen.

Was Sie bei der Montage beachten sollten

Sie sollten die Geräte vorzugsweise in Schlafräumen anbringen, damit alle Bewohner im Brandfall gewarnt werden. Am besten bringen Sie den Rauchmelder in der Raummitte unter der Decke an. Achten Sie bei der Rauchwarnmelder montage auf einen Mindestabstand von 50 cm zur Raum-Wand. In L-förmigen Räumen oder Fluren installieren Sie das Gerät auf den Gehrungslinien. Bei großen L-förmigen Räumen beachten Sie, dass jeder Schenkel als ein eigener Raum betrachtet werden muss, um optimale Sicherheit zu gewähren. Installieren Sie die Geräte nicht in der Nähe von Feuerstätten oder offenen Kaminen. Ein Rauchwarnmelder verfehlt seinen Zweck übrigens auch, wenn er in Räumen mit Temperaturen unter 5 Grad Celsius und über 55 Grad Celsius montiert wird. In dem Fall ist die Funktion nicht gegeben.

Vermeiden Sie die Installation auch an metallischen Oberflächen. Die Anbringung in der Nähe von Klimaanlagen und Belüftungsschächten sollte mit einem Abstand von 1 m berücksichtigt werden

Die richtige Wartung

Der Eigentümer ist verpflichtet, die von Ihnen montierten Geräte laut den Herstellerangaben einmal jährlich auf Funktion zu testen und Ihnen ein Wartungsheft für Rauchwarnmelder auszuhändigen. Der Vermieter ist auch gesetzlich dazu verpflichtet, die Mietsache auf eigene Kosten im vereinbarten Zustand zu halten. Er ist zudem für die Nachrüstung verantwortlich.

Fazit

Der Vermieter bzw. der Eigentümer muss Ihnen einen Rauchbrandmelder installieren und ist zudem verpflichtet diesen zu warten. Sie sollten aber in Ihrem Interesse dafür Sorge tragen, dass Sie der Installation selbsttätig nachkommen, wenn Sie Wert auf Ihre Sicherheit legen. Bei Übereinkunft können Sie dem Vermieter das Gerät in Rechnung stellen. Diese sind bereits für wenig Geld zu erwerben.

Die Sendung mit der Maus - Rauchmelder

Rauchwarnmelder Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Rauchwarnmelder Test nicht mit einem Rauchwarnmelder Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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