Wippsäge Ratgeber

Wenn Sie vorhaben den Winter über ein warmes Haus zu haben dann können Sie einerseits Ihre Heizung aufdrehen oder Sie greifen zum Kamin. Für diesen Kamin benötigen Sie entsprechendes Brennholz, welches Sie, sofern Sie keine unnötigen Summen ausgeben wollen, selber schneiden müssen. Genau hier kann Ihnen die Wippsäge helfen.

Die Wippsäge ist genau die richtige Säge, um mit dicken Baumstämmen fertig zu werden. Doch welche Wippsäge entspricht Ihren Anforderungen? Mit welcher Wippsäge wären Sie zufrieden? Das hängt in jedem Fall von den individuellen Anforderungen ab, die Sie an die Wippsägen stellen.

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Modelle, die sich sowohl im Antrieb, dem Material, als auch der Leistung unterscheiden. Fernen unterscheiden sich die Modelle noch in der Ausstattung. So gibt es Wippsägen mit Förderband.

Wenn Sie also eine Wippsäge kaufen möchten, sollten Sie sich mit den verschiedenen Einzelheiten auseinandersetzen, um die für Sie beste Wippsäge kaufen zu können.

Was ist eine Wippsäge

Wenn Sie sich im Internet über eine Wippsäge erkundigen möchten, werden Sie mit unterschiedlichen Synonymen konfrontiert werden. So benutzen zahlreiche Händler Synonyme wie Brennholzwippsäge, Wippkreissägemaschine oder einfach Wippkreissäge. Seien Sie an dieser Stelle jedoch nicht verunsichert, handelt es sich hier immer um die gleiche Art der Säge.

Die Wippsäge ist eine ganz bestimmte Art einer Kreissäge, die speziell für das Sägen von Baumstämmen konzipiert wurde. Im privaten Bereich wird die Säge daher sehr oft verwendet, um Brennholz zu schneiden.

Die Unterschiede

Der Hauptunterschied zu einer Kreissäge liegt in der Konstruktion. Auch bei der Wippsäge rotiert ein Sägeblatt, ähnlich wie das bei der Kreissäge ist. Bei der Wippsäge ist jedoch ein Gestell, welches je nach Modell entweder U-förmig oder V-förmig ist vorhanden. Mit Hilfe dieser Wippe kann der Baumstamm an das Sägeblatt herangeführt werden. Hierbei klappt die schützende Vorrichtung automatisch weg und ermöglicht so, dass der Baumstamm geschnitten werden kann.

Je nach Modell wird das Sägelblatt der Tischwippsäge direkt durch den Benzinmotor oder den Elektromotor angetrieben. Es gibt jedoch auch Modelle, wo die Kraftübertragung vom Motor zum Sägeblatt über einen Keilriemen stattfindet.

Die Handhabung einer Wippsäge ist sehr einfach. Dies liegt in der Konstruktion der Säge begründet. Aufgrund der U- oder V-förmigen Konstruktion können Sie das Schneidgut nicht falsch einlegen.

Vor dem Sägevorgang legen Sie also das Brennholz vor das Sägeblatt, um es dann je nach gewünschter Länge, Stück für Stück vorwärts zu schieben und gleichmäßige Stücke zu schneiden. Sobald Sie den Baumstamm durchtrennt haben fällt das abgetrennte Teilstück hinter dem Sägeblatt auf den Boden.

Sicherheit

In den vergangenen Jahren haben sich die Sicherheitsanforderungen geändert und auch die Hersteller haben Ihre Wippsägen sicherer gemacht. Moderne Modelle verfügen daher über eine zusätzliche Schutzvorrichtung, welche vor dem Sägeblatt angebracht ist. Achten Sie daher beim Kauf von gebrauchten oder älteren Modellen, die es in zahlreichem Angebot auf dem Sekundärmarkt gibt darauf, dass entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind.

Doch auch an der Wippe selbst haben sich die Sicherheitsvorkehrungen im Laufe der letzten Jahre verbessert. Damit die Wippe nach dem Schnitt nicht in dieser Position stehen bleibt und Sie diese von selbst wieder in die ursprüngliche Position ziehen müssen, sorgt eine eingebaute Feder dafür.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt, welcher bei den elektrischen Modellen zum Tragen kommt ist der elektronische Bremsschalter mit Nullspannungsauslöser. Wenn eine entsprechende Vorrichtung eingebaut ist, kann das Sägeblatt nach einem möglichen Stromausfall nicht unkontrolliert wieder von selbst anspringen.

Antriebsarten

Wir haben bereits kurz über die verschiedenen Antriebsarten von Wippsägen gesprochen. Diese wollen wir überblickshalber zusammenfassen. Es gibt die klassische Brennholz Wippsäge mit einem elektrischen Motor. Dieser ist in der Regel im Heimwerkerbereich auf 230 Volt ausgelegt. Diese Klasse der Wippsägen ist für den Heimbereich gedacht. Die professionellen Wippsägen verfügen über Drehstrommotoren, welche eine Spannung von 400 Volt haben können.

Darüber hinaus gibt es auch die Wippsäge mit Benzinmotor. Besonders für Bauern sind vielleicht Wippsägen für Zapfwellen von Traktoren interessant.

Somit ergeben sich nach dieser ersten kurzen Einführung bereits unterschiedliche Vor- und Nachteile der Wippkreissaäge.

Die Vorteile sind:

  • Durch die Wippsäge können Sie sehr schnell und einfach auch dickere Baumstämme Schneiden.
  • Die Bedienung dieser Sägenart ist denkbar einfach.
  • Gerade für das Schneiden von Brennholz ist die Wippsäge prädestiniert.

Die Nachteile sind:

  • Der Anschaffungspreis ist relativ hoch
  • Die schwere Maschine ist nicht für filigranes Sägen geeignet

Die unterschiedlichen Arten von Wippkreissägen

Wie wir bereits kurz angesprochen haben, kann man auf dem Markt generell zwischen zwei unterschiedlichen Wippsägen Arten unterscheiden. So können Sie zwischen einer professionellen Wippsäge sowie einer Wippsäge für den Privatgebrauch unterscheiden. Des Weiteren können sich die Modelle noch in der Ausstattung und in dem Antrieb unterscheiden.

Die professionelle Wippsäge

Die professionelle Wippsäge zeichnet sich im Gegensatz zu der Wippsäge für den heimgebrauch durch eine stärkere Motorleistung aus. Durch diesen effektiveren Antrieb ist diese Brennholzsäge dazu in der Lage größere Baumstämme zu bearbeiten und dies auch noch in einer schnelleren Zeit.

Zudem wird diese Eigenschaft durch ein stärkeres Sägeblatt gefördert. Bei den Profi Maschinen hat das Sägeblatt in der Regel einen Durchmesser von 700 mm. Dies ermöglicht oftmals eine Schnittleistung bis zu 270 mm. Dickere Stämme können auch in der professionellen Wippsäge nicht geschnitten werden.

Durch den starken Motor, der, sofern es sich um einen elektrischen Antrieb handelt, einen Starkstromanschluss von 400 Volt benötigt, kann auch sehr hartes Holz wie zum Beispiel Eichenholz problemlos gesägt werden.

Bei diesem Modell fallen jedoch die Anschaffungskosten relativ hoch aus. Auch das hohe Gewicht kann auf der Seite der Nachteile verbucht werden, auch wenn dieses ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit garantiert.

Die Wippsäge für den Heimgebrauch

Den Hauptunterschied zwischen der professionellen Wippsäge und der Wippsäge für den privaten Bereich ist die Motorleistung. Damit ergeben sich auch Unterschiede in der Schnitttiefe sowie der Geschwindigkeit beim Sägen.

Dafür sind die Anschaffungskosten deutlich geringer und auch das Gewicht ist nicht so hoch. Ein weiterer Unterschied ist der Sägeblattdurchmesser. Dieser liegt in der Regel bei circa 400 mm. Dies wirkt sich selbstverständlich auf die Schnitttiefe aus. Man kann hier keine verallgemeinernden Angaben machen, doch eine Schnittstärke zwischen 120 mm und 140 mm scheint eine relativ verlässliche Angabe zu sein.

Sie sollten beim Kauf einer Brennholz Wippsäge für den Heimgebrauch jedoch darauf achten, dass die Wippsäge eine stabile Konstruktion hat. Denn es gibt einige Modelle in diesem Bereich die relativ instabile Konstruktionen haben.

Worauf Sie beim Kauf einer Wippsäge achten sollten

Damit Sie die für Sie beste Brennholzwippsäge kaufen können, stellen wir Ihnen nachstehend einige der wichtigsten Kriterien vor, damit Sie sich informieren und entscheiden können.

Die Leistung

Einer der wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung ist die Leistung der Wippsäge. Viele denken, dass die Angabe der Leistung der entscheidende Wert ist. Doch dieser Wert wird Ihnen lediglich verlässliche Aussagen über den Stromverbrauch, zumindest bei elektrischen Geräten, geben. Dieser Wert sagt nicht direkt etwas über die tatsächliche Arbeitsleistung der Wippsäge aus.

Ziehen Sie daher den Wert der Leerlaufdrehzahl zu Rate. Dieser Wert hilft Ihnen einen verlässlicheren Wert über die eigentliche Leistung der Wippsäge zu bekommen. Allerdings spielt hier auch die Größe des Sägeblatts eine entscheidende Rolle.

Damit Sie einen ungefähren Überblick für eine gute Leistung bekommen können, haben wir Ihnen ein paar Durchschnittswerte aufgeschrieben. Eine Wippsäge mit einer guten Leistung hat die folgenden Werte: Eine Motorleistung von 400 Volt sollte mit circa 5000 Watt Leistung verbunden werden. Achten Sie hier auch auf eine Leerlaufgeschwindigkeit von 1300 bis 1400 Umdrehungen pro Minute.

Bei den Wippsägen für den Heimbereich sind Sie mit einer Leerlaufgeschwindigkeit von circa 2800 bis 2900 Umdrehungen pro Minute und einer Leistung von 2000 Watt gut bedient.

Die maximale Schnitttiefe

Die Schnitttiefe gibt Aufschluss darüber welche Holzstämme Sie mit der Wippsäge sägen können. Bei den professionellen Sägen können Sie Baumstämme mit einer Breite von bis zu 30cm sägen. Im Heimbereich liegen diese Breiten in der Regel zwischen 13 und 15 cm.

Die Schnitttiefe wird zum einen durch die Leistung des Motors mitbestimmt und durch die Konstruktion der Wippsäge. Der wichtigste Wert ist jedoch Der Sägeblattdurchmesser. Die Sägeblätter werden in Sägeblattdurchmesser unterschieden. So gibt es Sägeblätter mit einem Durchmesser von 400mm, 500mm und auch 700mm. Je größer der Sägeblattdurchmesser ist, desto größer ist die maximale Schnitttiefe.

Bei einem Durchmesser von 400 mm können Sie einen Baumstamm mit einer Tiefe von circa 130 mm bearbeiten. Bei einem Durchmesser von 500 mm erhöht sich die Schnitttiefe auf 180 mm. Wenn Sie einen Baumstamm mit einer Tiefe von bis zu 300 mm sägen möchten, müssen Sie auf einen Sägeblattdurchmesser von 700 mm zurückgreifen.

Die Mobilität

Vielleicht verwundert Sie dieser Aspekt, dennoch halten wir diesen Punkt für ziemlich wichtig. Wenn Sie eine Wippsäge kaufen, müssen Sie diese auch an ihren Einsatzort bringen. Im professionellen Bereich gibt es hierfür sicherlich deutlich mehr Platz, als das im heimischen Bereich der Fall ist. Daher kann es durchaus sein, dass Sie die Wippsäge in regelmäßigen Abständen aus der Scheune oder der Garage holen müssen, um Brennholz zu schneiden.

Damit Ihnen dies leichter von der Hand geht, ist ein gutes Fahrwerk, beziehungsweise eine gewisse Mobilität ziemlich wichtig.

Oftmals sind die 50 bis 100 Kilogramm Gewicht bei einer Wippsäge relativ schnell erreicht. Umso wichtiger ist ein entsprechendes Fahrwerk, welches einen leichten Transport ermöglicht. Achten Sie hierbei darauf, dass die Räder sicher und stabil mit dem Fahrwerk verankert sind.

FAQ – Häufig gestellte Fragen und Antworten

Kann man eine Wippsäge selber bauen?

Wir raten hiervon ab. Eine Wippsäge ist eine relativ komplexe Kreissäge, welche bei Missachtungen von Sicherheitsvorschriften oder fehlerhafter Konstruktion sehr schwere Verletzungen und Risiken nach sich ziehen kann.

Wenn Sie nicht den Neupreis für eine Brennholzsäge bezahlen wollen, dann empfehlen wir Ihnen, im Internet oder bei Ihrem Fachhändler nach gut erhaltenen und im besten Fall geprüften gebrauchten Wippsägen Ausschau zu halten. Auf diese Weise können Sie das ein oder andere Schnäppchen schlagen und riskieren dabei nicht Ihre Gesundheit.

Gibt es eine Wippsäge mit Förderband?

Ja, diese Modelle gibt es auch. Allerdings sollten Sie hier bedenken, dass diese Modelle ausschließlich im professionellen Bereich eingesetzt werden. Für den heimischen Bereich ist eine solche Wippsäge nicht notwendig.

Wofür braucht man eine Wippsäge?

Eine Wippsäge ist eine spezielle Art einer Kreissäge die dafür konzipiert wurde, um Baumstämme für den Kamin auf eine bestimmte Länge zu kürzen. Dies ist jedoch nicht die einzige Aufgabe, die Sie mit einer Wippsäge bewerkstelligen können. Sie können Sie Wippsäge auch verwenden, um Kanthölzer zu stutzen, auch Flachhölzer und Scheithölzer können problemlos bearbeitet werden.

Wie viel kostet eine Wippsäge?

Diese Frage kann man pauschal nicht beantworten, weil es hier zu viele individuelle Unterschiede gibt, die man bedenken sollte. Wir können Ihnen an dieser Stelle lediglich einen Überblick verschaffen.

So haben unsere Recherchen ergeben, dass Sie ein Einsteigermodell für bereits 200 bis 300 € erwerben können. Das mittlere Preissegment, welches dann auch mit einer höheren Motorleistung und einer größeren Schnitttiefe einhergeht, liegt bei circa 500 bis 2000€.

Modelle aus der Profi-Kategorie, die auch mit einem Förderband und einem Spalthammer ausgestattet sind können in den 5-stelligen Bereich reichen.

Was verbraucht eine Wippsäge?

Auch der Verbrauch unterscheidet sich von Modell zu Modell. In der Regel werden von den Herstellern folgende Werte, diese sind gerundet, angegeben. Eine Wippsäge mit einem 230 Volt Elektromotor kann zwischen 1,5 kWh und 3kWh verbrauchen.

Bei einem Starkstrommotor liegt der Verbrauch höher. Hier ist ein Richtwert von 4 bis 6,5 kWh anzunehmen.

Wenn wir jetzt einen Strompreis von 30 Cent für eine kWh festsetzen, dann kostet Sie das Sägen mit einer Wippsäge, die einen 5000 Watt Motor hat, in der Stunde 1,50€.

Eine Brennholzwippsäge mit Benzinmotor kostet etwas mehr.

Kann ich eine Wippsäge mieten?

Ja, das können Sie. Viele Baumärkte haben sich dies auf die Fahne geschrieben. Wir haben uns bei unterschiedlichen Baumarktketten erkundigt und haben festgestellt, dass Sie hier zwischen 40 und 70 € pro Tag bezahlen müssen, wenn Sie sich ein Modell leihen wollen.

Daher ist es sehr sinnvoll sich im Vorfeld genau zu überlegen, wie oft Sie im Jahr Brennholz schneiden wollen. Sie sollten auch bedenken, wie oft Sie in den nächsten Jahren Brennholz schneiden wollen. Es kann sich auf mehrere Jahre gesehen daher bezahlt machen eine günstige Wippsäge zu kaufen, um langfristig Geld zu sparen.

Wie sollte das Sägeblatt beschaffen sein?

Das Sägeblatt für die Wippkreissäge sollte aus Hartmetall sein. Da Sie beim Sägen von Brennholz nicht darauf aus sind, dass Sie das Holz möglichst filigran schneiden wollen, können Sie hier auf eine sehr feine Zahnung getrost verzichten. Hier reicht es vollkommen aus, wenn Sie sich ein Sägeblatt zulegen, dass zwischen 40 und 80 Zähnen hat.

Auch sollten Sie darauf achten, dass Ihr Sägeblatt zu der gewünschten Schnitttiefe passt.

Wippsäge Scheppach WOX 600 im Einsatz

Wippsäge Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Wippsäge Test nicht mit einem Wippsäge Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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