Gartenfräse Ratgeber

Die Gartenfräse ist vielen Menschen kein Begriff. Ausschließlich passionierte Hobbygärtner sowie Menschen, die sich der Subsistenzwirtschaft verpflichtet haben, können vermutlich mit dem Begriff etwas anfangen.

Die Gartenfräse erfährt Ihren Einsatz, sobald der letzte Frost den Boden verlassen hat. Sobald der Frühling im Anmarsch ist, kann eine Motorhacke, wie die Gartenfräse auch genannt wird, eine wahre Arbeitsentlastung darstellen.

Damit Sie Ihrem Garten für den Sommer und den Frühling fit machen können, müssen Sie Ihre Beete umgraben und kultivieren. Wenn Sie körperlich fit sind, Spaß an körperlicher Arbeit haben, oder Sie nur eine relativ kleine Fläche bearbeiten müssen, können Sie auch getrost zum Spaten und der Harke greifen, um Ihre Beete und Böden zu bearbeiten.

Sollten Sie jedoch etwas älter sein, oder eine sehr große Fläche zu bewirtschaften haben, dann kann eine Motorfräse die Lösung sein.

Wenn Sie sich für den Kauf einer Gartenfräse interessieren, sollten Sie sich vorher mit einigen wichtigen Details befassen, damit Sie dir für Sie beste Gartenfräse erwerben können. Dies ist besonders wichtig, weil es auf dem Markt zahlreihe unterschiedliche Modelle gibt.

Inwiefern kann mir eine Gartenfräse behilflich sein?

Eine hochwertige Gartenfräse kann Ihnen im Garten sehr viel Arbeit abnehmen und diese zugleich enorm beschleunigen. Auch kann Sie helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen.

Eine gute Gartenfräse kann Ihnen bei den folgenden Arbeiten gute Dienste leisten:

  • Mit einem Gartenpflug können Sie Ihren Boden Vitalisieren, Lüften und Kultivieren. Dies ist besonders wichtig, weil Sie auf diese Weise den Boden optimal auflockern, mit Nährstoffen versorgen und somit optimal für die Aussaat vorbereiten. Sie können die Gartenfräse sogar dazu verwenden, um vermooste Rasenflächen, ähnlich wie mit einem Vertikutierer, zu bearbeiten.
  • Ein guter Kultivator kann Ihnen auch dabei helfen, Unkraut zu jäten. Je nach Modell können Sie unterschiedliche Aufsätze montieren, sodass Sie Unkraut schonend entfernen können, ohne die Wurzeln der Nutzpflanzen zu beschädigen.
  • Eine weitere Funktion, die Sie mit der Gartenfräse erledigen können ist das Abfräsen von Rasenflächen.
  • Ferner können Sie Rasenkanten trimmen, Fugen reinigen oder die Gartenfräse nutzen, um Kartoffeln aufzuhäufeln.

Damit Sie all diese Arbeiten zu Ihrer Zufriedenheit erledigen können, ist es sehr entscheidend die richtige Motorfräse zu kaufen. Insbesondere die Fräselemente, die Motorisierung beziehungsweise die Antriebsart sowie das Gewicht sind entscheidende Faktoren. Auch die Zusatzausstattung sollte vor dem Kauf überprüft werden, denn ein umfangreiches Zubehör ermöglicht es Ihnen zahlreiche Zusatzfunktionen zu erledigen.

Kultivator, Gartenfräse, Motorhacke, Erdfräse, Rasenfräse und co.

Wenn Sie sich mit dem Thema der Gartenfräse beschäftigen, ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, weil Sie mit zahlreichen Namen und Bezeichnungen konfrontiert werden.

Sie werden Begriffe wie Bodenhacke, Motorhacke, Hand Gartenfräse, Erdfräse und so weiter und so weiter, hören. Es stellt sich einem also ziemlich schnell die Frage, worin liegt der Unterschied?

Seien Sie ganz beruhigt, in den meisten Fällen werden diese Begriffe lediglich als Synonyme für die Gartenfräse verwendet. Sicherlich bedeutet dies nicht, dass sich die Modelle in ihrer Ausstattung, Leistung und ihren Funktionsmöglichkeiten voneinander unterscheiden. Die Unterschiede sowie die entsprechenden Anwendungsgebiete können durchaus unterschiedlich sein.

Die unterschiedlichen Arten der Gartenfräsen

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Gartenfräsen unterscheiden, dies ist zum einen die Benzin Gartenfräse sowie die elektrische Gartenfräse. Auch wenn sich diese beiden Modellarten von der Grundfunktion her nicht deutlich voneinander unterscheiden, sind große Unterschiede in der Leistung vorhanden.

Eine Benzin Motorhacke hat eine deutlich höhere Leistung, wiegt mehr und ist daher für spezifische Anwendungsgebiete besser geeignet, als die elektrische Gartenfräse. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Benzin Gartenfräse pauschal besser ist.

Wir haben nachstehend die wichtigsten Unterschiede der beiden Antriebsarten für Sie zusammengefasst.

Die benzinbetriebene Gartenfräse

Vorteile

  • verfügt über einen leistungsfähigeren Motor
  • kann zur Öffnung der Grasnarbe verwendet werden
  • kann sehr flexibel eingesetzt werden
  • eignet sich ideal für große Einsatzgebiete

Nachteile

  • hat ein höheres Eigengewicht
  • wird mit fossilen Brennstoffen betrieben
  • muss regelmäßig gewartet werden
  • die Handhabung ist schwieriger
  • erfordert ein gewisses Maß an Kraft, um damit zu Arbeiten
  • hat hohe Anschaffungskosten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Benzinfräse für Menschen mit einem großen Grundstück eher geeignet ist. Diese Fräse kann problemlos auch lehmige oder härtere Böden umgraben, benötigt jedoch ein gewisses Maß an Kraft bei der Bearbeitung. Auch die Geräuschentwicklung ist größer.

Die elektrische Gartenfräse

Vorteile

  • einfachere Handhabung
  • geringere Geräuschentwicklung
  • geringere Anschaffungskosten
  • bessere CO² Bilanz

Nachteile

  • nur für weiche bis mittelweiche Böden geeignet
  • eindringen in den Boden erfordert Kraft
  • nicht für Grasnarben geeignet
  • auf externe Energiequelle angewiesen

Auch hier lässt sich eine Zusammenfassung geben. Ein Elektro-Kultivator ist für Personen mit kleineren Beeten und weicheren Böden gut geeignet. Die Fräsen sind kleiner, kosten nicht so viel und lassen sich leichter handhaben. Allerdings ist sowohl die Motorleistung, als auch die Flexibilität geringer. Sollten Sie einen harten Boden haben, kann es sogar sein, dass Sie an einigen Stellen manuell nacharbeiten müssen.

Lohnt sich die Anschaffung einer Gartenfräse?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten, denn die äußeren Umstände sind immer verschieden. Sollten Sie sicher sein, dass Sie die Gartenfräse nur einmal benötigen, dann lohnt sich ein Kauf nicht und Sie sind besser beraten, wenn Sie sich ein Modell im Baumarkt leihen.

Sollten Sie jedoch ein passionierten Gärtner sein und größere Flächen haben, die Sie bearbeiten müssen, oder wenn Sie sich eine kleine Fläche im Garten geschaffen haben wo Sie Gemüse, Kartoffeln etc. anbauen, dann kann sich der Kauf einer guten Gartenfräse durchaus bezahlt machen.

Es gibt weiterhin die Möglichkeit, eine Gartenfräse gebraucht zu kaufen, hiervon raten wir Ihnen jedoch ab, weil Sie nicht 100% sicher sein können, ob die Fräse vollkommen Funktionstüchtig ist. Zudem haben Sie bei einem Gebrauchtkauf keinerlei Garantie.

Worauf Sie beim Kauf einer Gartenfräse achten sollten

Viele Menschen neigen dazu, sich an Markennamen zu orientieren und machen dies zu ihrer hauptsächlichen Priorität beim Kauf. Verstehen Sie uns nicht falsch, wir wollen nicht sagen, dass Markennamen keine sinnvolle Orientierung bieten, das tun sie, dennoch sollten Sie auch auf andere wichtige Punkte eingehen, damit Sie die für Sie passende Gartenfräse finden.

Damit Sie die richtige Bodenhacke finden, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen und für sich selbst beantworten:

  1. Wie groß ist die Fläche, die ich bearbeiten will/muss.
  2. Von welcher Beschaffenheit ist mein Boden (hart/weich/trocken/nass/bewachsen/verwurzelt etc.)?
  3. Wie häufig muss ich mit der Fräse arbeiten?
  4. Wofür will ich die Gartenfräse hauptsächlich verwenden?
  5. Über welche Zusatzfunktionen/ Zusatzausstattung soll die Fräse verfügen?

Wenn Sie Ihre persönlichen Antworten auf diese Fragen kennen, kann Ihnen das beim Kauf sehr behilflich sein. Wenn Sie zum Beispiel regelmäßig eine Fläche bearbeiten, die zwischen 20 und 40 m² groß ist, auf der Sie zum Beispiel Subsistenzwirtschaft betreiben, kann es sich lohnen, eine Benzin Motorhacke zu kaufen. Wohnen Sie hingegen in einem eng bebauten Wohngebiet und haben nur eine relativ kleine Gartenfläche, ist der Kauf einer günstigeren elektrischen Gartenfräse vielleicht sinnvoller.

Damit Sie sich ein differenzierteres Bild machen können, gehen wir anschließend auf einige der wichtigsten Details etwas genauer ein.

Die Motorleistung

Behalten Sie auf jeden Fall immer die Leistung der Fräse im Hinterkopf. Denn die Leistung gibt an, welche Böden und welche Arbeiten Sie mit der entsprechenden Fräse bewältigen können. Die Motorleistung wird in Watt angegeben. Bei den elektrischen Modellen wird meistens die Nennaufnahmeleistung und nicht die Abgabeleistung angegeben.

Passen Sie die Leistung der zu bearbeitenden Fläche an. Auch die Größe des Messerwerks spielt eine wichtige Rolle. Bei einem Messerwerk von 20 x 20 cm sind circa 800 Watt ausreichend. 1500 Watt sollten es bei 40 x 20 cm sein sowie 4000 Watt ab 60 cm.

Die Arbeitsbreite der Walzen

Je breiter die Walzen und Messer, desto größer ist die Fläche, die Sie bearbeiten können. Wenn Sie einen Garten bis zu einer Fläche von 1000m² besitzen, reichen in den meisten Fällen Arbeitsbreiten zwischen 20 und 40cm vollkommen aus. Sofern Sie eine größere Fläche bearbeiten müssen, kann es durchaus sinnvoll sein auf einen Gartenpflug mit einer Arbeitsbreite von bis zu 60cm zurückzugreifen.

Die Schneidtiefe

Auch die Schnitttiefe ist ein wichtiger Faktor, auch wenn die Unterschiede hier minimal sind. Bei den meisten Fräsen liegt diese zwischen 20 und 30 Zentimetern. Diese Tiefe ist vollkommen ausreichend, um den häuslichen Garten und die Beete umzugraben.

Die Schneidwerkzeuge

Eine Fräse mit mehreren Messern arbeitet effizienter, als eine vergleichbare Gartenfräse, die mit weniger Messern ausgestattet ist. In den meisten Fällen reichen 4-6 Hackmesser vollkommen aus, um den Boden umzuwälzen und aufzulockern.

Das Laufrad

Nicht alle Gartenfräsen verfügen über, beziehungsweise benötigen ein Laufrad. Dies ist lediglich für Motorhacker wichtig, die durch ihr hohes Eigengewicht, in der Regel ab 15 Kg, zum Einsatzort gefahren werden müssen. Schwerere Benzin-Bodenhacken sind schwerer zu bedienen als die bei leichten elektrischen Modellen der Fall ist.

Tipp: Nehmen Sie sich in jedem Fall ausreichend Zeit, um sich zu informieren, sodass Sie sich auch für eine Gartenfräse entscheiden, die Ihren Anforderungen gerecht wird.

Wie viel sollte ich für eine gute Gartenfräse investieren?

Wir haben uns in der Redaktion für diesen Ratgeber zahlreiche verschiedene Modelle genauer angeschaut, unzählige Kundenrezensionen verglichen und Videomaterial von der Arbeit mit Bodenhacken angesehen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Sie bei diesen Modellen nicht am falschen Ende sparen sollten.

Zahlreiche Kundenrezensionen fallen sehr ernüchternd aus, weil Sie eine günstige Gartenfräse gekauft haben, die aber nicht ihren Anforderungen entsprach, sodass diese Menschen mit ihrer Fräse nicht zufrieden waren.

An dieser Stelle der erneute Hinweis, werden Sie sich im Vorhinein über die Anforderungen bewusst und machen Sie Ihre Kaufentscheidung von den individuellen Anforderungen abhängig. Eine hochwertige Mantis Gartenfräse oder eine Honda Gartenfräse kann durchaus zwischen 300 und 700 Euro kosten. Diese Modelle leisten aber entsprechend viel und sind sehr hochwertig verarbeitet.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine günstigere elektrische Fräse Ihren Anforderungen nicht ebenfalls vollkommen entsprechen kann.

Sparen Sie nur nicht an der falschen Stelle, denn dann müssen Sie mit deutlichen Abstrichen bei der Qualität rechnen. Darüber hinaus sind solche Modelle leistungsschwächer, oftmals nicht sehr zuverlässig, haben verminderte Servicekonditionen, werden mit weniger Zubehör geliefert und können häufig nicht repariert werden.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Ratgeber geholfen hat, sich für die beste Gartenfräse für Ihren Garten zu entscheiden.

Anleitung zum Betrieb einer Benzin Gartenfräse Bedienen einer Motorhacke Bodenfräse

Gartenfräse Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Gartenfräse Test nicht mit einem Gartenfräse Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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