Kindersitze und Sitzerhöhungen

Zweifelsohne haben alle Eltern eines gemeinsam, nämlich das persönliche sowie leibliche Wohl ihrer Kinder. Damit Sie ihre lieben Kleinen auch im täglichen Straßenverkehr die größtmögliche Sicherheit bieten können, sollten Sie sich einen qualitativ hochwertigen und sicheren Kindersitz für das Auto zulegen.

Bei etwas älteren Kindern, ist die entsprechende Alternative eine Sitzerhöhung. Sowohl der Kindersitz, als auch die Sitzerhöhung müssen auf die Größe, das Gewicht und das Alter Ihres Kindes angepasst sein. Dem hinzu gilt es natürlich auch, den Fahrzeugtyp in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen.

Wie bei den meisten Produkten, so ist auch die Auswahl der Angebote für gute Kindersitze und hochwertige Sitzerhöhungen sehr vielfältig.

Damit Sie sich für einen hochwertigen Kindersitz sowie eine gute Sitzerhöhung entscheiden können, haben wir für Sie, im nachfolgenden Vergleich die wichtigsten Kriterien zusammengestellt, sodass Sie sich über die grundlegenden Details informieren können und somit den, für Ihr Kind, besten Kindersitz kaufen können.

Unser Vergleich informiert Sie genauer über Babyschalen, über Autositze für Kleinkinder und Kindersitze für Kinder bis einschließlich 12 Jahren, sowie über Kindersitzerhöhungen. Hierbei thematisieren wir sämtliche Kindersitzgruppen.

Die rechtlichen Bestimmungen

Kindersitze und Sitzerhöhungen sorgen für eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr. Völlig egal ob man die alltäglichen Strecken fährt oder auf längeren Urlaubsreisen unterwegs ist, qualitativ hochwertige Sitzerhöhungen bieten Kleinkindern den notwendigen Schutz.

Die Straßenverkehrsordnung in Deutschland schreibt laut Paragraph §21 Abs. 1a vor, dass Kinder bis zu einem Lebensalter von 12 Jahren, sofern sie kleiner als 1,50m sind, im Fahrzeug nur in einem entsprechenden Kindersitz oder einer Sitzerhöhung am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Die Zweckmäßigkeit und die Sinnhaftigkeit entsprechender Kindersitze ist unbestritten. Je größer Ihr Kind wird, desto geringer wird die Notwendigkeit auf große und schwere Kindersitze zurückzugreifen. Für Kinder, die eine entsprechende Körpergröße erreicht haben, gibt es die Möglichkeit eine andere Kindersittzgruppe, beziehungsweise andere Modelle von Kindersitzen zu verwenden, sogenannte Kindersitzerhöhungen.

Wenn Ihr Kind jedoch noch im Säuglingsalter ist, oder noch unter 10 Jahren alt ist, müssen Sie auf Kindersitze für das Auto zurückgreifen. Diese Regelung bezieht sich auf die europäische Prüfnorm ECE-R 44/03 sowie ECE-R 44/04.

Wenn Sie sich fragen, weshalb diese Norm existiert, dann können wir Ihnen diese Frage leicht beantworten. Die traditionellen Dreipunkt-Sicherheitsgurte sind standardmäßig auf Erwachsene ausgelegt. Bei einer Körpergröße von unter 1,50m verläuft der Sicherheitsgurt nicht optimal und kann somit bei einem Unfall keinen ausreichenden Schutz bieten.

Die Grundlagen der Kindersitze sowie der Kindersitzerhöhungen

Die Normgruppen der Kindersitze

Die Normgruppen für Kindersitze helfen Ihnen, sich leichter für den richtigen Kindersitz zu entscheiden. Die Kindersitz Gruppe ist hierbei in Körpergewicht, einer Altersempfehlung und einer empfohlenen Körpergröße unterteilt. Beachten Sie jedoch, dass diese Werte lediglich als eine Empfehlung zu betrachten sind, und somit keine bindende Aussage haben.

GruppeKörpergewichtAltersempfehlungEmpfohlene Körpergröße
00 – 10 kgbis 1 Jahrmax. 75 cm
0+0 – 13 kgbis 2 Jahremax. 90 cm
 I9 – 18 kg1 – 4,5 Jahre75 – 100 cm
0/I (0+/I)0 – 18 kgbis 5 Jahremax. 100 cm
II15 – 25 kg3,5 – 7 Jahremax. 125 cm
I/II9 – 25 kg1 – 7 Jahre72 – 125 cm
III25 – 36 kg7 – 12 Jahremax. 150 cm
I/II/III9 – 36 kg1 – 12 Jahre75 – 150 cm
II/III15 – 36 kg3,5 – 12 Jahre95 – 150 cm

Einerseits bietet die Einteilung in Normgruppen gewisse Vorteile, andererseits können die Normgruppen auch einige Nachteile aufweisen. Jedes Kind wächst unterschiedlich schnell und entwickelt sich völlig individuell, sodass eine relativierende Tabelle, wie sie die Normtabelle nun einmal darstellt, nicht immer die korrekten Angaben für Ihr Kind bereithalten könnte.

Tipp: Es ist in jedem Fall sinnvoll sich für einen Kindersitz zu entscheiden, welcher „mitwächst“. Diese können über einen längeren Zeitraum verwendet und individuell an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst werden.

Auch die EU hat die Ungenauigkeit der Normtabelle erkannt und bessert in diesem Bereich nach. Seit 2013 gibt es die Normgruppe der i-Sitze, welche sich nach der Körpergröße des Kindes richten und nicht nach dem Gewicht. Im Fachhandel gibt es aber bisher kaum Autositze, die diese Norm erfüllen. Ausnahmen stellen hier das Model Maxi-Cosi 2wayPearl und Concord Reverso dar.

Die Kindersitzerhöhung

Die Sitzerhöhungen werden, wie in unserem Kindersitzvergleich, in Gruppen eingeteilt. Die Sitzerhöhungen werden den Gruppen 2 und 3 zugeteilt. Dies bedeutet, dass die Sitzerhöhungen ab einem Zeitpunkt genutzt werden können, wenn Ihr Kind ein Gewicht von ca. 15 Kilogramm erreicht hat. Das maximale Gewicht für die Kindersitzerhöhungen beträgt in der Regel 36 Kilogramm. 

Im Gegensatz zu den Kindersitzen verfügen die Sitzerhöhungen nicht über ein eigenes Gurtsystem. Die Sitzerhöhung wird auf der Rückbank angebracht und das Kind muss mit dem Dreipunkt-Gurt des Fahrzeuges angeschnallt werden.

Vorteile

  • Platzsparend und leicht zu verstauen
  • Einfacher Transport
  • Leichte Montage
  • Niedriger Preis

Nachteile

  • Kein eigenes Gurtsystem
  • Keine Gurtführung am Oberkörper
  • Häufig fehlt der Seitenaufprallschutz

Die unterschiedlichen Sitztypen

Babyschalen eignen sich für Kleinkinder bis zu einem Alter von 18 Monaten. Die Babyschale wird entgegen der Fahrtrichtung angebracht, sodass bei einem Unfall die empfindliche Nackenpartie Ihres Babys besser geschützt ist, als in einer nach vorne gerichteten Haltevorrichtung.

Sie können die Babyschale entweder auf dem Beifahrersitz oder auf der Rückbank befestigen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind auf dem Beifahrersitz mitzunehmen, dann achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Beifahrerairbag für die Zeit der Fahrt deaktivieren, um die Sicherheit Ihres Kindes nicht zu gefährden.

Sie sollten beim Kauf einer Babyschale oder eines Kindersitzes unbedingt darauf achten, dass entsprechende Sicherheitsangaben bezüglich der korrekten Verwendung, in Form von Aufklebern, am Kindersitz angebracht sind. Ist dies nicht der Fall, kann bei einer Kontrolle sogar ein Verwarngeld fällig werden.

Unbedingt beachten: Vergewissern Sie sich, dass der Kopf Ihres Babys vollkommen in der Schale liegt. Sobald dies nicht gewährleistet ist, müssen Sie auf ein größeres Modell umsteigen, oder zu einem Kindersitz wechseln.

Sollten Sie in den ersten drei Lebensmonaten Ihres Kindes viel mit dem Auto unterwegs sein, sollten Sie gegebenenfalls über den Kauf einer Babywanne (Kinderwagenaufsatz) nachdenken.

Die Babywanne wird auf der Rückbank des Fahrzeuges angebracht und ermöglicht es, das Kind liegend zu transportieren. Bis zu einem Alter von 3 Monaten ist die Wirbelsäule noch sehr weich, deshalb sollten Babys eher liegend als sitzend transportiert werden, um die Belastung der empfindlichen Körperstellen zu reduzieren.

Kindersitze

Kindersitze bestehen aus einer Sitzerhöhung, einem gepolsterten Rückenteil, einer Kopfstütze sowie seitlichen Stützen. Einerseits ermöglichen diese Polster einen gemütlichen Schlaf, andererseits, und dieser Punkt wiegt viel entscheidender, schützen diese Polster Ihr Kind bei einem Unfall.

Des Weiteren sind gute Kindersitze mit Haltevorrichtungen ausgestattet, die die Belastungen bei einem Frontalaufprall deutlich reduzieren und auch bei normaler Fahrt dafür sorgen, dass Ihre Kinder sicher an Ort und Stelle festgegurtet sind. Die gängigsten Systeme sind die Fünfpunktgurte und Fangtische, welche sich vor dem Bauch des Kindes befinden.

Fangtische

Fangtische bieten gegenüber den Fünfpunktgurten einen wesentlichen Vorteil und damit eine höhere Unfallsicherheit. Bei einem Frontalzusammenstoß rollt das Kind nach vorne ab, sodass die auf das Kind einwirkenden Kräfte gemindert werden. Dies bedeutet, dass somit weniger Kraft auf den Körper des Kindes ausgeübt wird und die Chancen größer sind eine geminderte Verletzungsanfälligkeit zu erreichen. Ein weiterer Vorteil der Fangtische ist die leichte Bedienung. Sie müssen Ihr Kind lediglich in den Kindersitz setzen und den Haltebügel festschnallen.

Hosenträgersysteme oder Fünfpunktgurte

Bei dieser Haltevorrichtung handelt es sich um einen Gurt, der oberhalb des Bauches des Kindes, mit einem einzigen Schloss befestigt wird. Sie müssen hierbei besonders gut darauf achten, dass der Gurt immer fest geschlossen und gut angezogen ist, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Hat der Gurt zu viel Spiel, sind die Kräfte die bei einem Unfall auf Ihr Kind einwirken höher und können somit schwerwiegendere Schäden anrichten. Das Hosenträgersystem bietet Ihrem Kind zwar eine bequemere Sitz- sowie Schlafposition, die einwirkenden Kräfte bei einem Unfall belasten jedoch die Halswirbelsäule Ihres Kindes intensiver, weil das Kind nicht so starr fixiert wird, wie es mit dem Fangtisch der Fall ist.

Tipp: Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen können, wann der Gurt beim Hosenträgersystem fest genug angezogen ist, sollten Sie nicht mehr Spiel als eine Handfläche zwischen dem verschlossenen Gurt und dem Körper des Kindes haben. Sicherlich wird diese Position Ihr Kind ein wenig einengen, ist jedoch für die Sicherheit Ihres Kindes unerlässlich. Planen Sie daher ausreichen Pausen bei längeren Fahrten ein.

Die unterschiedlichen Sitzerhöhungen

Unabhängig, ob Sie eine Sitzerhöhung der Firma Römer, Maxi-Cosi oder Cybex kaufen, die Modelle der Hersteller ähneln sich in vielen Faktoren. Damit Sie jedoch einen besseren Überblick bekommen können, stellen wir Ihnen an dieser Stelle einmal die unterschiedlichen Kategorien von Sitzerhöhungen vor.

Die einfache Sitzerhöhung

Diese Modelle besitzen keine Vorrichtungen für eine Gurtführung. Auch der Seitenaufprallschutz fehlt bei diesen Modellen komplett. Diese Modelle werden einfach als Erhöhung unter dem Kind platziert, sodass der Dreipunkt-Gurt des Fahrzeuges korrekt verläuft. Weil diese Modelle keinen zusätzlichen Schutz bieten, sie nicht an der Karosserie des Fahrzeuges befestigt werden können und auch keine rückwärtsgerichtete Fahrt ermöglichen, raten wir Ihnen vom Kauf dieser Modelle ab.

Die Sitzerhöhung mit Gurtführung

Der einzige Unterschied zur einfachen Sitzerhöhung ist die Gurtführung. Diese ermöglicht zwar, dass der Beckengurt zur Fixierung der Sitzerhöhung verwendet werden kann, aber es mangelt auch hier wieder an zusätzlichen und sinnvollen Sicherheitsfunktionen.

Die Sitzerhöhung mit höhenverstellbarer Lehne

Diese Modelle bieten den Vorteil, dass sie einerseits über eine integrierte Lehne verfügen, welche zeitgleich einen Seitenaufprallschutz und einen Kopfschutz bietet. Andererseits können diese Modelle auch durch die Gurtführungsschienen sicher mit dem Dreipunkt-Gurt fixiert werden.

Die Befestigungsmöglichkeiten im Fahrzeug

Damit der Kindersitz einen optimalen Schutz bieten kann, muss er entsprechend im Fahrzeug befestigt werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Befestigungssysteme und nicht alle Arten eignen sich für jeden Fahrzeugtyp. Die häufigsten Befestigungssysteme sind der Isofix und die Dreipunktgurt-Befestigung.

Die Befestigung mit dem Dreipunktgurt

Um den Kindersitz sicher mit dem Dreipunktgurt im Auto befestigen zu können, muss der Kindersitz über eine sogenannte Universalbefestigung verfügen. Diese Kindersitze werden einfach mit dem vorhandenen Dreipunktgurt mit dem Fahrzeug verbunden.

Es sind jedoch nicht alle Babyschalen und Kindersitze mit dieser Befestigungsmöglichkeit ausgestattet. Bei manchen Modellen, die über einen Fangtisch verfügen, ist der Gurt des Fahrzeugs zu kurz. Es gibt jedoch Babyschalen und Kindersitze, die über eine separate Basis verfügen und somit dennoch leicht mit dem Dreipunktgurt befestigt werden können.

Hinweis: Achten Sie immer darauf, den Gurt entsprechend den Herstelleranweisungen zu befestigen, um die maximale Sicherheit zu gewährleisten. Die hochwertigen Modelle verfügen über entsprechende Kennzeichnungen, Aufkleber auf dem Kindersitz, für den korrekten Gurtpfad.

Die Isofix Befestigung im Fahrzeug

Diese Befestigungsmethode ist nicht in allen Fahrzeugtypen möglich, bietet aber einen höheren Schutz gegenüber der klassischen Befestigungsmethode.

Beim Isofix-System handelt es sich um eine universale Schnittstelle, die zur Befestigung von Kindersitzen dient. Bei diesem System wird eine starre Verbindung zwischen dem Kindersitz und der Karosserie des Fahrzeuges hergestellt. Zwischen der Sitzlehne und der Sitzfläche Ihres Fahrzeuges befinden sich zwei stabile Halteösen. Der Kindersitz, der über die Isofix Befestigungsmethode verfügt, wird, mittels Befestigungsbügel, in diesen Ösen festgehakt.

Ein zusätzlicher Stützfuß hilft den Kindersitz zu fixieren. Hiermit wird verhindert, dass bei einem Unfall der Kindersitz nach vorne kippt. Der Stützfuß wird einfach auf dem Fahrzeugboden gestellt. Sie müssen hierbei jedoch besonders darauf achten, dass an der entsprechenden Stelle kein Staufach im Boden eingelassen ist, welches die Stabilität beeinträchtigen würde.

Generell kann man sagen, dass ältere Fahrzeugtypen nicht über eine Isofix Befestigungsmethode verfügen. Dem hinzu, muss unabhängig vom Alter des Fahrzeuges genau überprüft werden, ob der Kindersitz mit dem Fahrzeug kompatibel ist. Um Ihnen diesen Schritt zu vereinfachen, veröffentlichen die Hersteller der Kindersitze und der Fahrzeuge entsprechende Typenlisten, denen Sie die entsprechenden Informationen entnehmen können.

Vorteile

  • Der Kindersitz wird direkt an der Karosserie befestigt statt am Gurt
  • Besonders fester Halt
  • Bei neueren Fahrzeugmodellen genormt

Nachteile

  • Bei älteren Fahrzeugmodellen keine entsprechende Isofix Befestigung möglich
  • Nimmt viel Platz ein, sodass maximal zwei Kindersitze nebeneinander befestigt werden können

Die unterschiedlichen Prüfnummern und Prüfzeichen: Was bedeuten die Zertifikate?

Völlig egal, ob Sie einen Kindersitz, eine Babywanne oder eine Babyschale haben, jedes in Europa verkaufte Modell hat ein Etikett – meistens orange. Auf diesem Etikett können Sie Informationen zur Zulassung des Kinderrückhaltesystems einsehen. Im oberen Bereich ist die Prüfnummer vermerkt, gefolgt von der Angabe der Sitzkategorie:

  • Universal (Befestigung mit Dreipunktgurt)
  • Semi-Universal (Isofix-System)
  • Eingeschränkt (Nur an bestimmter Position verwendbar)

Unter diesen Angaben befindet sich ein Kreis, indem der Buchstabe „E“, gefolgt von einer Zahl, die Auskunft darüber gibt, in welchem Land die Verkaufsgenehmigung vorliegt. Die Kennziffer für Deutschland ist die „1“. Momentan sind die folgenden Kennzeichnungen für Kindersitze gültig: ECE-R 44/03, ECE-R 44/04 und ECE-R 129.

ECE-R 44/03 und ECE-R 44/04

Diese Prüfnummern sind gleichwertig. Seit dem Jahr 2008 dürfen keine Kindersitze mehr verwendet werden, die mit einer niedrigeren Prüfziffer gekennzeichnet sind. Die Prüfvorgänge beziehen sich hier, wie weiter oben bereits angemerkt, auf das Gewicht des Kindes.

Um die amtliche Genehmigung für das Prüfzeichen zu erhalten, dürfen bei einem Frontalzusammenstoß mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h sowie einem Auffahrzusammenstoß mit 30 km/h maximal 60 g auf den Gurt und weniger als 1000g auf den Kopf des Kindes einwirken.

Die ECE-R 44/03 und ECE-R 44/04 Prüfnummern behalten voraussichtlich ihre Gültigkeit bis zum Jahr 2018.

Die i-Sitze (ECE-R 129)

Diese Norm orientiert sich nicht an dem Gewicht des Kindes, sondern an der Körpergröße. Alternativ gültig ist auch die Bezeichnung UN R 129. Die neuen Klassen sind wie folgt eingeteilt worden:

KlasseKörpergröße
Q0unter 60 cm
Q160-75 cm
Q1,575-87 cm
Q387-105 cm
Q6105-125 cm
Q10ab 125 cm

Worauf müssen Sie beim Kauf eines Kindersitzes achten?

Vom ADAC und der Stiftung Warentest werden die Kriterien Fahrsicherheit, Komfort und Qualität als Maßstab der Prüfung herangezogen, weshalb wir Ihnen über die entsprechenden Kategorien einen kurzen Überblick verschaffen wollen.

Fahrsicherheit

Besonders wichtig für dieses Testkriterium ist die Sicherung des Kopfes und Halswirbelsäulenbereiches durch Kopfstützen und Gurtsysteme. Auch die potenziellen Verletzungen, die im Bauchbereich, durch das Gurtsystem, nach einem Unfall auftreten können sind Gegenstand der Testkriterien. Achten Sie beim Kauf und beim Vergleich von Kindersitzen als besonders auf die genannten Kriterien.

Komfort

Unter diesem Aspekt ist einerseits die Bedienung und die Handhabung sowie der Sitzkomfort für das Kind gemeint. Punkte, die Sie hier beachten sollten sind:

Lässt sich der Kinderitz einfach einbauen? Ist die Bedienungsanleitung verbraucherfreundlich und leicht verständlich? Wie leicht kann ich mein Kind an- und abschnallen? Wie leicht kann ich die Sitzanpassung vornehmen?

Qualität

Hierbei wird besonders auf das verwendete Material sowie dessen Verarbeitung geachtet. Achten Sie beim Kauf eines Kindersitzes auch darauf, dass das Material atmungsaktiv ist und leicht abwaschbar ist, damit Sie den Kindersitz ohne große Mühe reinigen können. Hier bieten sich Mikrofasersitzbezüge besonders gut an.

Die Kindersitz-Datenbank der Stiftung Warentest

In Zusammenarbeit mit dem ADAC und Verbraucherschutzorganisationen aus diversen Ländern testest die Stiftung Warentest unterschiedliche Kindersitzmodelle auf ihre Tauglichkeit und Sicherheit.

Neben den bereits genannten Testkriterien wird auch die Schadstoffbelastung der verwendeten Materialien genau untersucht. Die Daten werden durch die Stiftung Warentest in einer umfangreichen Datenbank veröffentlicht. Diese Liste ist sehr umfangreich und beinhaltet zahlreiche unterschiedliche Modelle aus den unterschiedlichsten Preisklassen. Wir haben uns daher entschieden, dass wir Ihnen nachfolgend die besten Kindersitze, laut der Stiftung Warentest, vorstellen wollen.

ProduktGruppeGesamtnotePreis
Recaro Privia0+1,3ca. 170€
Peg Perego Primo Viaggio SL0+1,5ca. 165€
Concord Ultimax.20/I2,0ca. 270€
Cybex Sirona0/I2,0ca. 460€
Cybex Juno 2-FixI1,4ca. 155€
Kiddy Phoenixfix Pro 2 IsofixI1,4ca. 210€
Römer Kidfix XP SictII/III1,7ca. 370€
Cybex Solution X2-fixII/III1,7ca. 160€
Kiddy Guardian Pro 2I/II/III1,8ca. 260€
Cybex Pallas 2-fixI/II/III1,8ca. 225€

Worauf Sie beim Kauf einer Sitzerhöhung achten sollten

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie sich umfangreich über die Grundlagen informieren. Auch ist es wichtig, dass Sie sich einen Überblick über die Klassifizierungen der Kindersitze, Babyschalen und Kinderitzerhöhungen verschaffen. Aus diesen Einteilungen können Sie auch entnehmen welcher Gruppe Ihr Kind zuzuordnen ist und welche Bedürfnisse Ihr Kind bezüglich eines Kindersitzes hat. Der folgende Vergleich bezieht sich einzig und allein auf Kindersitzerhöhungen. Detaillierte Informationen zu Kindersitzen und den entsprechenden Einteilungen sowie europäischen Richtlinien finden Sie in unserem Kindersitzvergleich.

Die Sitzfläche

Die Breite der Sitzfläche variiert von Hersteller zu Hersteller. Ihr Kind wird aber auf jedem dieser Sitze ausreichend Platz zum Sitzen haben. Für welche Sitzbreite Sie sich letztendlich entscheiden, hängt hauptsächlich mit der Größe Ihres Fahrzeuges zusammen. Wenn Sie ein kleines Auto haben, bietet sich eine schmalere Sitzfläche eher an, weil die Kindersitzerhöhung dann nicht so viel Platz auf der Rückbank einnimmt und noch weitere Fahrgäste bequem Platz finden können. Behalten Sie beim Kauf der Sitzerhöhung also die Größe Ihres Fahrzeuges im Hinterkopf. Die Breite der Sitzfläche hat keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit oder den Sitzkomfort.

Die Gurtführung

Die Gurtführung sorgt dafür, dass der Anschnallgurt bei Ihrem Kind korrekt sitzt und nicht während der Fahrt verrutschen kann. Durch Haken, die den Gurt auf Höhe des Beckens und der Brust Ihres Kindes fixieren wird dafür gesorgt, dass der Dreipunkt-Gurt im Falle eines Unfalles Ihr Kind optimal schützen kann. Kindersitzerhöhungen ohne entsprechende Gurtführungen sind nicht zu empfehlen, weil Ihrem Kind im schlimmsten Fall kein ausreichender Schutz durch den Gurt gewährleistet werden kann.

Die Rückenlehne

Kindersitzerhöhungen mit Rückenlehne bieten die meiste Sicherheit, weshalb wir Ihnen auch zum Kauf eines entsprechenden Modells raten würden. Diese Sitzerhöhungen können Sie auch für größere Kinder erwerben. Bei diesen Modellen sorgt eine Schulterführung dafür, dass der Gurt des Autos optimal über Schulter und Brust Ihres Kindes verläuft. Zudem wird verhindert, dass der Gurt bei Ihrem Kind unangenehm einschneidet. Die Kopfstütze bietet ein zusätzliches Maß an Sicherheit und Komfort.

Der Bezug

Achten Sie darauf, dass der Sitz gut gepolstert ist. Ohne ausreichende Polsterung sitz ihr Kind nicht bequem und längere Autofahrten sind nicht möglich.

Es empfiehlt darüber hinaus auch, eine Kindersitzerhöhung zu kaufen, die über einen abnehmbaren Bezug verfügt. Ein Blick auf das Etikett verschafft hier schnell Klarheit. Bezüge die Sie abnehmen können bieten den Vorteil der einfachen Reinigung. In den meisten Fällen können Sie die Sitzbezüge bei ca. 30° in der Waschmaschine waschen. Vergewissern Sie sich aber über die Tauglichkeit. Ansonsten können Sie den Bezug per Hand waschen.

Bekannte Kindersitzhersteller im Überblick

Maxi-Cosi

Maxi-Cosi zählt zweifelsohne zu den bekanntesten Herstellern von Kindersitzen in Deutschland. Ziel der Firma ist es, sichere Transportmöglichkeiten für Babys und Kinder herzustellen. Die Firma hat ihren Hauptsitz in niederländischen Helmond. Bereits 1984 entwickelte und produzierte Maxi-Cosi den ersten Kindersitz für den europäischen Markt.

Die Produkte der Firma überzeugen seit Jahren durch ihre hohe Qualität und Zuverlässlichkeit. Zudem bieten die Produkte ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die bekanntesten Modelle der Firma sind

ProduktGruppePreis
Pebble Babyschale0+ca. 180€
MiloFix Kinderautositz0+/Ica. 270€
Rodi AirProtect KinderautositzII/IIIca. 114€

Cybex

Ein weiterer bekannter Hersteller von Kindersitzen ist die Firma Cybex. Zum Angebot der Firma gehören neben Kindersitzen auch Babytragen und Kinderwagen. Die Firma hat ihren Fokus auf die Entwicklung neuer sowie innovativer Sicherungssysteme für Babys und Kinder gelegt. Die Modelle der Firma Cybex überzeugen durch ihre hohe Qualität in der Verarbeitung und dem funktionalen Design.

ProduktGruppePreis
ATON0+ca. 110€
SIRONA0+/Ica. 500€
JUNO 2-FIXIca. 160€
PALLAS FIXI/II/IIIca. 180€
SOLUTION X2-FIXII/IIIca. 160€

Britax-Römer

Diese Firma entstand im Jahr 1978 durch den Zusammenschluss der deutschen Firma Römer und der britischen Firma Britax. Das Unternehmen ist heute weltweit bekannt und produziert neben Kindersitzen, Babytragen, Kinderwagen, Fahrradsitze sowie diverse Zubehörteile. Die wohl bekannteste Entwicklung der Firma ist das Isofix-System, welches die Befestigung des Kindersitzes an der Fahrzeugkarosserie ermöglicht.

ProduktGruppePreis
BABY-SAFE SLEEPER0ca. 150€
BABY-SAFE plus SHR II0+ca. 130€
DUALFIX0+/Ica. 420€
EVOLVA 1-2-3 plusI/II/IIIca. 150€

Wie Sie den richtigen Kindersitz finden?

Das Probesitzen

Es ist entscheidend, dass Sie ihr Kind probesitzen lassen. Denn nur so können Sie herausfinden, ob der Kindersitz für Ihr Kind geeignet ist.

Das Prüfsigel

Kaufen Sie auf keinen Fall einen Kindersitz, der nicht über die gängigen Prüfsigel verfügt. Diese sind Qualitäts- sowie Sicherheitsnachweise auf die Sie in keinem Fall verzichten sollten. Kindersitze ohne die entsprechenden Prüfsigel sind, darüber hinaus, im deutschen Straßenverkehr nicht zugelassen. Bei Nichtbeachtung kann Ihnen ein Verwarngeld drohen.

Beachte Sie daher die derzeit gültigen Prüfsigel:

  • ECE-R 44/03
  • ECE-R 44/03
  • ECE-R 129

Die Sitzgröße

Um bei längeren Autofahrten sicher und bequem sitzen und schlafen zu können, muss der Kindersitz die richtige Größe haben. Achten Sie beim Kauf auf die Gewichts- sowie Größenangaben.

Häufig stellen sich Eltern die Frage, ab wann ein Kindersitz zu klein für das Kind ist. Kindersitze die zu klein geworden sind engen den Schulterbereich Ihres Kindes ein. Auch wenn der Kopf Ihres Kindes über den Kindersitz/ die Babyschale hinausragt, dann ist der Sitz zu klein und bietet nicht mehr die entsprechende Sicherheit.

Es empfiehlt sich hier einen Kindersitz zu kaufen, der verstellbar ist und sich somit an die Größe Ihres Kindes anpassen lässt.

Die Kompatibilität mit dem Fahrzeug

Um zu überprüfen ob der Kindersitz in Ihr Fahrzeug passt können Sie einerseits zum Fachhändler fahren und den Praxistest durchführen oder Sie informieren sich in den entsprechenden Typenlisten, ob der Kindersitz kompatibel ist.

Achten Sie auf das Zubehör

Je nach Modell und Hersteller werden unterschiedliche Zubehörteile mitgeliefert. Damit Sie später nicht durch zusätzliche Kosten überrascht werden, informieren Sie sich genau über den Lieferumfang.

Kaufen Sie keine gebrauchten Kindersitze

Sicherlich sind gebrauchte Kindersitze günstiger, dennoch sollten Sie von einem Kauf absehen. Einerseits ist es Ihnen nicht möglich die Geschichte des Kindersitzes nachzuvollziehen. Sie wissen nie zu 100% ob der Sitz in einen Unfall verwickelt gewesen ist und somit beschädigt worden ist. Des Weiteren können ältere Modelle nicht mehr über gültige Prüfnormen verfügen und wären somit für den deutschen Straßenverkehr nicht zugelassen.

Nach einem Unfall müssen Sie den Kindersitz entsorgen

Auch wenn äußerlich keine direkten Schäden auszumachen sind, kann es sein, dass winzige Haarrisse im Material die Sicherheit Ihres Kindes beeinträchtigen können.

Die Kindersitze können Sie entweder beim Händler oder beim lokalen Wertstoffhof entsorgen.

Kaufen Sie verstellbare/mitwachsende Kindersitze

Auch wenn diese Modelle in der Regel etwas teurer sind als starre Kindersitze, empfehlen wir Ihnen den Kauf dieser Modelle. Der Vorteil, neben der guten Verarbeitung und der hohen Sicherheit, ist die Möglichkeit mit einem Sitz mehrere Normgruppen abzudecken. Die Sitze lassen sich verstellen und an die jeweilige Größe Ihres Kindes anpassen.

Sitzerhöhungen im Test bei Stiftung Warentest

Bei einem so wichtigen Thema wie der Sicherheit des eigenen Kindes liest man lieber einen Vergleich für Kindersitzerhöhungen zu viel als zu wenig. Eine Seite die wir Ihnen empfehlen können ist die Seite der Stiftung Warentest oder die Seite des ADAC. Auf beiden Internetseiten finden Sie entsprechen Vergleichs und Test Zusammenfassungen.

Crashtest Video ADAC einfügen à ADAC Test: Kindersitze

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Sitzerhöhung

  • Ab wann eignet sich eine Kindersitzerhöhung für mein Kind?

Ab einem Gewicht von 15kg können Sie auf eine Kindersitzerhöhung zurückgreifen. Hat das Kind dieses Gewicht noch nicht erreicht, sollten Sie unbedingt auf einen entsprechenden Kindersitz zurückgreifen.

Laut Gesetzgeber ist es egal, ob Sie auf eine Sitzerhöhung mit oder ohne Rückenlehne zurückgreifen. Wir empfehlen Ihnen jedoch auf Grund der erhöhten Sicherheit den Kauf einer Sitzerhöhung mit Rückenlehne, Kopfstütze sowie Seitenschutz. Achten Sie auch darauf, dass es entsprechende Gurtführungen gibt, sodass der Dreipunkt-Gurt Ihres Fahrzeuges während der Fahrt nicht verrutschen kann und die optimale Trageposition des Gurtes gewährleistet bleibt.

  • Ab wann brauche ich keine Kindersitzerhöhung mehr?

In der deutschen Straßenverkehrsordnung gilt die Kindersitz- bzw. die Sitzerhöhungspflicht bis zum vollendeten 12 Lebensjahr. Sie sollten sich jedoch nicht ausschließlich am Alter Ihres Kindes orientieren. Sie müssen auch die Körpergröße bedenken. Ist Ihr Kind 13 und hat noch keine Körpergröße von mindestens 1,50m erreicht, bietet sich die Verwendung einer entsprechenden Kindersitzerhöhung weiterhin an. Denn die Dreipunkt-Gurte in unseren Fahrzeugen sind für eine Körpergröße von mindestens 1,50m gemacht. Kinder, die diese Größe noch nicht erreicht haben werden durch den unsachgemäßen Verlauf des Gurtes, nicht über Brust und Schulterbereich, nicht ausreichend geschützt, sodass Sie bei einem möglichen Unfall schwere körperliche Schäden davontragen können.

  • Wie sehen die Bestimmungen in anderen EU-Ländern aus?

Die geltenden Regeln sind in den meisten EU-Ländern ähnlich. In Österreich und Polen zum Beispiel kann Ihr Kind, wie in Deutschland auch, ab einem Gewicht von 15kg auf eine Kindersitzerhöhung wechseln. Vergewissern Sie sich vor Ihrer Reise, um auf Nummer sicher zu gehen über die landestypischen Regularien.

  • Darf mein Kind in einer Sitzerhöhung auch vorne sitzen?

Die Antwort auf diese Frage lautet, ja. Es spielt keine Rolle wo Sie Ihr Kind platzieren. Es gibt jedoch Modelle, die sich eher dazu eignen auf der Rückbank befestigt zu werden. Auch hier gilt: Achten Sie unbedingt auf die Herstellerangaben, um sicher zu gehen.

Crashtest: Kind mit Sitzerhöher ohne Rückenlehne

Sitzerhöhung Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Sitzerhöhung Test nicht mit einem Sitzerhöhung Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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