Was ist ein Zelt?

Hierbei handelt es sich um einen leichten und überdachten Schlafplatz. Die Hülle besteht aus Membranen (in der Regel aus Textil, Plane oder auch aus Folie oder Leder). Die „Zelthaut“ wird von tragenden Gerüsten im Inneren des Zeltes gehalten. Üblicherweise besteht das tragende Gerüst aus einem Stab-Skelett und Seil-Abspannungen. Das Skelett kann aus unterschiedlichsten Materialien bestehen.

So werden hier meist Holz, Metall, Kunststoff oder Bambus zur Produktion eingesetzt. Der Vorteil bei Zelten ist, dass es sich um leichte, immer wiederverwendbare und leicht transportierbare Unterkünfte handelt.

Wofür benötigt man es?

Gerade bei Campingurlauben, Expeditionen, Festivals oder Rundreisen bietet es sich an, ein Zelt als Unterschlupf zu verwenden, da das Suchen von oftmals überteuerten Hotels oder Pensionen für Sie so unnötig wird.

Vor der Reise- und Routenplanung sollten Sie sich ausführlich darüber informieren, wo das Zelten erlaubt ist und auf welchen Zeltplätzen freie Kapazitäten zu Ihrer gewünschten Reisezeit bestehen. Zudem bietet das Übernachten in einem Zelt die Möglichkeit, mitten in der Natur, umgeben von frischer Luft und Tieren, zu übernachten.

Technische Entwicklung

Während die Haut heute primär aus imprägnierten Stoffbahnen oder Kunststofffolien gefertigt wird, wurden früher hierfür Tierfelle oder Blätter genutzt. Heute werden Metall, Kunststoff oder Holz als tragende Elemente eingesetzt, früher dienten hierfür Bambus, Zweige und Äste.

In den letzten Jahren kam es zu einem regelrechten Boom bei den Outdoor-Reisen, Expeditionen und Trekking-Touren, so dass die Nachfrage nach Zelten in allen Preis- und Qualitätsklassen rasant angestiegen ist. So wurden zudem Sonderanfertigungen konstruiert. Hierbei handelt es sich um eine pneumatische Bauweise, bei der die Haut durch einen Überdruck im Inneren oder durch mit Druckluft befüllte Schläuche gehalten wird.

Zelte werden in der Regel durch Zeltnägel oder durch Heringe im Boden fixiert und auf künstliche Unterlagen, auf Planen oder Platten platziert, damit der Unterschlupf einen sicheren Stand hat und nicht zu einer Seite kippt. Ein Wohnzelt / Hauszelt ist in Deutschland sehr selten.

Varianten

Die bekanntesten Varianten, die primär für den Urlaub (Camping Zelte) genutzt werden, sind:

  • Minizelte (besonders klein und leicht, hauptsächlich für Rucksackausflüge oder Radreisen genutzt, bieten nur Stauraum zum Schlafen und für kleines Gepäck)
  • Reisezelte (diese Variante gibt es in verschiedensten Größen, Designs und Farben, meist hauszelt- oder tunnelförmig, Gewicht: zwischen 7 – 15 Kilogramm)
  • Steilwandzelte (verfügen über besonders viel Platz und separate Schlafkabinen, bieten durchgängig Stehhöhe und werden meist für längere Urlaube genutzt)
  • Autodachzelte (hierbei handelt es sich um das Bindeelement zwischen Wohnmobil und Unterschlupf, Autodachzelte werden auf dem Fahrzeugdach montiert und während der Fahrt aus Sicherheitsgründen zu einem Paket gefaltet, diese Variante kann entweder für das Campieren auf dem Autodach genutzt oder auch auf einer anderen Fläche platziert werden)
  • Vorzelte (werden vor Wohnmobilen oder Wohnwagen aufgestellt und bieten einen zusätzlichen überdachten Aufenthaltsbereich und / oder eine Schutzstelle vor Wind und Wetter)
  • aufblasbare Zelte (klein, handlich und leicht mit einer mitverkauften Pumpe aufblasbar, trotz ihrer geringen Größe relativ wind- und wetterfest)

Festzelt

Bei Festzelten, auch „Bierzelte“ genannt, handelt es sich um geräumige und leicht auf- und abbaubare Gebäude, die hauptsächlich bei Volksfesten oder im Rahmen von gastronomischen Veranstaltungen mit Unterhaltungsprogramm aufgestellt werden. Je nach Art der Veranstaltung wird nicht selten ein Eintritt für das Betreten verlangt. Kleine Festzelte sind in der Regel mit Planen verkleidet, bei der größeren Variante bestehen die Wände aus Sperrholz.

Schnell kann es bei Veranstaltungen in einem Festzelt von der Decke tropfen, obwohl es nicht regnet. Dies hat den Grund, dass Feuchtigkeit an der kühlen Decke kondensiert und sich bei Erschütterungen (beispielsweise laute Musik oder Tanz) von der Decke löst.

Zelt kaufen – Tipps

Eine komplette Campingausrüstung kann heute in Fachgeschäften gekauft werden, die auf Outdoor-Urlaube spezialisiert sind. Zudem bieten viele Internetseiten wie Ebay oder Amazon ebenfalls eine breite Angebotspalette im Zeltbereich. Einfach Wurfzelte (klassisches Campingzelt) sind ab knapp 30 Euro verfügbar, riesige Zelte, die primär für Feiern / Veranstaltungen (Pavillon Zelt) genutzt werden, bewegen sich preislich im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Da sich nicht unbedingt immer ein Kauf lohnt, speziell da dieses manchmal nur einmal im Leben gebraucht wird (beispielsweise bei der Ausrichtung einer Hochzeitsfeier), bietet es sich oftmals eher an, einen Verleiher zu kontaktieren. Hierfür gibt es in jeder Region ausreichend Anbieter, die im Internet oder in den Gelben Seiten aufgeführt sind. Unerfahrene Zeltkäufer, egal ob im Bereich Outdoor-Zelt oder Festzelt, wird dringend empfohlen, sich vor dem Kauf fachmännisch beraten lassen, damit das Produkt letztlich den individuellen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Auch wenn jedem potenziellen Käufer natürlich vor dem Kauf klar ist, wie hoch sein Budget ist und für wie viele Personen der Unterschlupf letztlich ausgerichtet sein soll. Vom Kauf besonders günstiger Produkte aus dem Ausland (meist aus dem asiatischen Raum) raten Fachleute ab, da nicht selten gesundheitsgefährdende Substanzen und Materialen eingebaut werden.

Bedeutung der Wassersäule

Die Einheit „Wassersäule Zelt“ gibt an, wie wasserdicht ein das Outdoor-Equipment ist. Die Einheit ist jedoch nicht genau, da die Wasserdichte abhängig von der Temperatur ist. Nichtsdestotrotz wird die Einheit „Wassersäule“ für unterschiedliche Dichtigkeitswerte genutzt und bietet einen zuverlässigen Anhaltspunkt zur Ermittlung der Wasserdichtigkeit von Outdoor-Equipment (zum Beispiel Zelte). Zur Messung der Wassersäule gibt es ein standardisiertes Messverfahren:

  1. Über dem zu testenden Produkt wird eine leere Säule platziert und durchgängig mit Wasser überzogen.
  2. Jede Minute wird die Wassermenge um 110 mm erhöht.
  3. Es wird die Zeit gemessen, bis drei Tropfen Wasser auf der Innenseite des Stoffes erkennbar sind.
  4. Der in dem Moment herrschende Druck wird dann von der Wassersäule abgelesen und in mm umgewandelt. Für Zelte / Wurfzelte empfehlen Experten eine hohe Wassersäule über 3.000 mm, insbesondere bei langen Touren durch Gebirge, da dort eine hohe Wasserdichte vorherrscht.

Besonders wissenswert

Eine regelmäßige und fachmännische Reinigung (Anleitungen dafür gibt es im Internet) sichert die Qualität des Camping Zelt dauerhaft. Zudem sollte beim Kauf nicht nur auf die Wassersäule, sondern auch auf wasserdichte Nähte geachtet werden. Dank dieser Nähte kann das Innenzelt nachweislich länger vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden.

Baumzelt vs. normales Zelt

Zelt Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Zelt Test nicht mit einem Zelt Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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