Einleitung: Was ist ein Aktivitätstracker und wofür ist er da?

So wie zunehmend die Motivation Sport zu treiben steigt, helfen immer mehr Gadgets dieses Ziel zu erreichen. Sogenannte Aktivitätstracker sollen den Willen und das Streben nach einem gesunden Lebensstil unterstützen. Dazu gehört neben einer ausgewogenen Ernährung auch viel Bewegung.

Obwohl dies den meisten bekannt ist, ist der innere Schweinehund dennoch größer und vielen fehlt die Motivation aktiv tätig zu werden. Activity tracker sollen mit Hilfe diverser Funktionen dieses Motivationsproblem aus dem Weg räumen und Sportwilligen auf ihrem Weg in eine gesunde Lebensweise begleiten.

Funktionen des Aktivitätstrackers

Die Armbänder verfügen über zahlreiche Methoden, um die Aktivität einer Person messen und darstellen zu können. Durch optische Bewegungssensoren, welche im Armband verbaut sind, können Schritte, Puls- und Herzfrequenz, zurückgelegte Distanz und Schlafphasen ermittelt werden.

Schrittzähler

Bewegungssensoren können sowohl Bewegung und Beschleunigung, als auch Rotation ermitteln und messen. Durch Angabe wesentlicher Daten und Erstellung eines Profils wird die individuelle Schrittdistanz ermittelt. Einzugeben sind etwa Größe, Gewicht, Geschlecht und das Geburtsdatum.

Problematisch erscheint allerdings, dass diese Daten nicht allein genügen, um die genauen Schritte und die zurückgelegte Distanz zu messen. Bloß auf Grund gleicher Körpergröße, ist die Schrittlänge nicht die gleiche. Insofern sind 100% richtige  Angaben nicht möglich. Das erzielte Ergebnis kann lediglich ein Richtwert sein.

Kalorien

Durch Vervollständigung des Profils kann das Aktivitätsarmband auch den täglichen Grundumsatz an Kalorien messen.

Mit Hilfe einer Formel ist dies berechenbar:

Voraussetzung: Normal gewichtige Person:

  • Männer (19 – 50 Jahre): 1 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 85 kg x 1 kcal = 85 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)
  • Frauen (19 – 50 Jahre): 0,9 kcal pro kg Körpergewicht in einer Stunde
    Beispiel: 60 kg x 0,9 kcal = 54 kcal pro Stunde (1 MET/ Ruheumsatz)

Um anschließend den Kalorienverbrauch erfassen zu können ist die Verwendung des metabolischen Äquivalenz (MET) maßgeblich. Vor allem ist es dadurch möglich verschiedene Aktivitäten und die dadurch verbrannten Kalorien zu ermitteln. Durch zahlreiche Tests konnte festgestellt werden, dass obgleich nicht alle Aktivitätstracker das gleiche Ergebnis vorlegen konnten, wesentliche Abweichungen nicht vor kamen.

So unterschieden sich die Ergebnisse viele Geräte nur um wenige Kalorien. Die Messung des Kalorienverbrauchs ermöglicht also lediglich eine Abschätzung und keine detaillierte Aufschlüsselung.

Vergessen Sie nicht, dass weitere äußere Faktoren maßgeblich sind, wie beispielsweise das Klima, die Ernährung, die Laufokönomie, die Bodenbeschaffenheit und die Sauerstoffaufnahme.

Distanz

Um zusätzlich die gesamte zurückgelegte Distanz darstellen zu können, verfügen viele Aktivitätstracker über ein eingebautes GPS.

Tests zeigten jedoch, dass nicht jedes Gerät exakt die Distanz einer beispielsweise zuvor gelegten Joggingstrecke anzeigten, sondern die Strecke lediglich addierten. Dadurch war es den Testern nur möglich ihre Gesamtanzahl an Kilometern für den ganzen Tag zu sehen.

Wer also an einer Detailübersicht seiner gelaufenen Kilometer interessiert ist, sollte sich zuvor damit auseinandersetzen, ob das Armband diese Funktion aufweist.

Positiv sind unter anderem Geräte aufgefallen, die ohne extra Start des Laufprogramms, bereits automatisch die Bewegungen erkannten und messen konnte.

Puls- und Herzfrequenzmesser

Durch optische Sensoren ist die Puls- und Herzfrequenz messbar. Diese befinden sich an der Unterseite des Armbands. Er besteht aus gegebenenfalls mehreren LEDs und einer Linse. Sofern die LEDs die Haut anleuchten, durchdringen sie das Gewebe und die Blutgefäße. Teilweise wird dann das Licht reflektiert, sodass die Linse den Puls messen kann. Auf diese Weise kann auch die Blutmenge ermittelt werden und daraus folgend Schlüsse über die Herzfrequenz gezogen werden.

Allerdings ist sehr wichtig wie das Armband am Handgelenk sitzt. Bereits leichte Verschiebungen können das Messergebnis verfälschen. Zudem sind neben Position des Armbandes auch noch weitere Faktoren beachtlich, wie der Abstand zum Handgelenk, Kälte, Schmutz, Behaarung und dunkle Haut. Außerdem ist es möglich den Aktivitätstracker mit einem Brustgurt zu koppeln. Diese erlauben eine noch genauere Messung. Wichtig dabei ist die Kompatibilität des Gurtes mit dem jeweiligen Gerät.

Insofern sollte für ein sicheres Ergebnis auf die Position des Trackers geachtet werden.

Schlafanalyse

Das Gadget kann zudem die Schlafeffizienz messen und Ihnen Ihren unruhigen oder ruhigen Schlaf darstellen. Dadurch wird Ihnen bewusst gemacht wie viel Sie schlafen und ob dieser Schlaf qualitativ hochwertig ist. Einige Geräte verfügen zudem über einen intelligenten Wecker, welcher Sie mit einer leichten Vibration am Handgelenk morgens weckt.

Worauf muss ich beim Kauf eines Aktivitätstrackers achten?

Abgesehen von zahlreichen Funktionen und Ihren individuellen Bedürfnissen müssen weitere Dinge vor dem Kauf eines Aktivitätstrackers beachtet werden.

Kompatibilität

Um Ihren Fitnesstracker nutzen zu können, brauchen sie meist ein Smartphone oder zumindest ein App-fähiges Endgerät. Welches Betriebssystem sie benötigen ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich.Die Daten des Trackers werden meist über Bluetooth auf das Endgerät übertragen und können dort von Ihnen eingesehen werden.Zu beachten ist ein Mindeststandard von Bluetooth 4.0. oder höher, um eine problemlose Synchronisation zu ermöglichen. Ausnahmsweise gibt es auch Geräte, die mit einem PC verbunden werden können.

Benutzung der App

Um die Daten einsehen zu können, müssen Sie sich kostenlos über den Appstore die jeweilige App für Ihren Tracker installieren. Dort erstellen Sie Ihr Profil mit Hilfe dessen relevante Daten erfasst werden können. Hinsichtlich der Menüführung ergeben sich nur Unterschiede in Bezug auf die Übersichtlichkeit der Angaben, welche von jedem individuell als überschaubar oder nicht angesehen werden.

Bedienung des Gerätes

Während viele Aktivitätstracker über einen Touchdisplay verfügen, enthalten andere Knöpfe. Der Vorteil darin besteht, dass alle wichtigen Daten bereits am Handgelenk erfasst werden und kein Handy nötig ist. Einige Geräte besitzen gar keinen Display, sodass die Steuerung lediglich über die App möglich ist. Dies muss aber nicht unbedingt einen Nachteil darstellen, denn die Touchdisplays sind mit schwitzigen und nassen Händen und mit Handschuhen im Winter sowieso nicht bedienbar. Zudem verfügen Geräte ohne Display über eine längere Akkulaufzeit.

Verarbeitung

In Anbetracht der Tatsache, dass der Tracker 24 Stunden am Handgelenk getragen wird, sollte auch ein gewisser Komfort erfüllt werden. Die meisten Fitnesstracker bestehen aus Silikon. Dies ist auch vorteilhaft, denn dieses Material ist besonders hautfreundlich, schweiß- und wasserabweisend und elastisch. Insofern ist das Tragen des Armbandes sehr bequem. Allerdings gibt es auch Geräte, die gerade an Frauenhandgelenken schnell klobig und starr wirken. Insofern ist die Größe wichtig.

Wasserdichte

Das Mindestmaß an Wasserdichte ist die Abweisung von Schweiß, Regen und Wasserspritzer. Viele Hersteller vermerken ein ,,waterproof“ auf der Verpackung. Dies gibt jedoch keine Auskunft über die genaue Wasserdichte. Besonders sollten Schwimmer sich genauer damit auseinandersetzen was das Gerät an Wasser aushält. Um die verschiedenen Klassen miteinander zu vergleichen wurde eine Norm eingeführt. Sogenannte IP-Schutzklassen geben auf internationaler Basis Auskunft über die Witterungsbeständigkeit.

Gerade wenn es Ihnen auf die Wasserdichte des Gerätes ankommt, sollten Sie auf genaue Angaben des Herstellers achten.

Verschluss

Die meisten Tracker lassen sich durch einen Schnallenriemen verschließen. Von Testern wurde diese Verschlussmöglichkeit auch als die angenehmste empfunden. Im Gegensatz zu einem Knopfverschluss erfolgte das Verschließen des Armbandes viel leichter. Das Zuknöpfen hingegen fällt eigenhändig schwer und ist lästig.

Unabhängig davon, ob Sie Sportler sind oder nur Motivation für mehr Bewegung im Alltag benötigen, Fitnesstracker gibt es in diversen Ausführungen und Varianten, sodass jedes Ziel erreicht werden kann.

Achten Sie zudem auf eine ergonomische Form des Trackers. Schmale Aktivitätstracker werden als besonders angenehm empfunden, da sie flexibel und leicht sind und keine Druckspuren hinterlassen. Probieren Sie im Geschäft verschiedene Tracker an Ihrem Handgelenk aus. Sie tragen das Armband immerhin den ganzen Tag.

Fitness-Tracker im Vergleichstest - Tech-up

Aktivitätstracker Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Aktivitätstracker Test nicht mit einem Aktivitätstracker Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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