Monitor

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Die moderne Technik bietet zahlreiche Soft- und Hardwareprogramme, die das alltägliche Leben erleichtern. Um die zahlreichen Programme nutzen zu können, müssen Sie in der Regel einen Monitor verwenden, um entweder Apps bedienen oder Zugriff auf dir Programme zu haben.

Auch für die Arbeit zu Hause oder am Arbeitsplatz erleichtert ein hochwertiger Monitor das Arbeiten erheblich. Ein guter Monitor ist sehr übersichtlich, bietet einen scharfen Kontrast, überzeugt durch ein farbenprächtiges Bild und läuft sehr sparsam.

Bei kaum einem anderen Produkt gibt es so viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt. Entsprechen groß ist die Auswahl und die Qualitätsunterschiede der unterschiedlichen Monitore. Wenn Sie sich einen neuen Monitor für Ihren PC oder ein anderes Abspielgerät kaufen wollen, sollten Sie um einige Kriterien wissen. In unserem folgenden Vergleich haben wir die wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst, sodass Sie wissen worauf Sie beim Kauf eines neuen Monitors achten sollen.

Die unterschiedlichen Monitor-Typen

Neben den technischen Details, ist auch das Design und die Größe des Monitors für den Kauf entscheidend. Sie können hier zum Beispiel zwischen einem 4k-Monitor, einem klassischen PC-Monitor, einem Curved-Monitor oder einem Gaming-Monitor in den unterschiedlichsten Designoptionen und Größen wählen.

Immer beliebter werden 27-Zoll-Monitore, wobei die 24-Zoll-Monitore auch noch sehr hoch im Kurs stehen. Für welche Größe und welches Design Sie sich entscheiden, hängt ganz von Ihren Vorlieben, dem Einsatzgebiet und Ihren Preisvorstellungen ab.

Wie wollen Ihnen einen technischen Überblick verschaffen, damit Sie zwischen den unterschiedlichen Modellen besser wählen können.

Die Basis des Monitors

Kennen Sie noch die großen und unhandlichen Röhrenmonitore aus Vergangenheit? Diese klobigen Monitore wurden mittlerweile von Flachbildschirmen abgelöst.

Diese modernen Monitore können unter anderem aufgrund des verwendeten Liquid Crystal Display Technik, kurz LCD, so schmal gebaut werden. Diese Flüssigkristallbildschrime finden breite Anwendung. So werden diese Monitore in Handys, Tablets und vielen weiteren Geräten verwendet. Eine spezielle Verarbeitungsart von LCD-Monitoren ist die Thin Film Transistor Technik, kurz TFT. Dementsprechend ist jeder TFT-Monitor also auch gleichzeitig ein LCD-Monitor.

Wenn dieses Wissen klar ist, stellt sich einem als nächstes die Frage: Wie erzeugt eine LCD-, beziehungsweise ein TFT-Monitor das Bild? Im Prinzip funktioniert dies sehr einfach. Die Flüssigkeitskristalle bilden die einzelnen Bildpunkte, auch Pixel genannt. Jeder dieser Pixel besteh aus drei verschiedenen Farbfiltern. Diese sind die sogenannten RGB-Subpixel, welche rot, grün und blau sind. Jeder dieser Farbpixel wird rückseitig beleuchtet und lässt so das Bild auf dem Monitor entstehen. Ein Bild wird allerdings nur erzeugt, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Dadurch verändert sich die Ausrichtung der Kristalle, das Licht wird gebrochen und erzeugt somit das Bild. Durch die unterschiedlichen Einfallswinkel entstehen somit die verschiedenen Farben.

Die Lichtpolarisation wird durch die Panel-Typen unterschieden. Nachstehend haben wir die prominentestem Panel-Typen vorgestellt.

Das TN-Panel

TN-Panel steht für Twisted Nematic Panel. Bei diesem Panel Typ wechseln die Kristalle beim Anlegen der Spannung von der waagerechten in die senkrechte Ebene.

Diese Art von Panel bietet den Vorteil, dass es relativ preiswert ist, die Kristalle schnell reagieren und der Monitor energiesparsam betrieben werden kann.

Der Hauptnachteil ist, dass bei seitlicher Sitzposition der Kontrast und die Farbe nicht gut wiedergegeben werden können. Sie müssen also frontal vor einem entsprechenden Monitor sitzen.

Das IPS-Panel

Die In-Plane-Switching-Panels verändern ihre Position nicht, sondern bleiben in der waagerechten Bildebene, in der sie um 90° rotieren.

Die Vorteile sind, dass somit ein sehr hoher Kontrast erreicht werden kann, die Monitore sehr reaktionsschnell sind, die abgebildeten Farben sehr realistisch wirken und die Lesbarkeit des Monitors auch bei einem großen Blickwinkel möglich ist.

Dafür sind entsprechende Monitore in der Regel teurer und verbrauchen mehr Energie.

Die Hintergrundbeleuchtung beim Monitor

Die Hintergrundbeleuchtung ist, separat von dem Panel-Typ zu betrachten. Die Aufgabe der Hintergrundbeleuchtung ist eine Verbesserung des Bildes. Hierbei setzen die Hersteller der Monitore auf die moderne LED-Technik, weil diese zum einen sehr sparsam ist und zum anderen mit der flachen Bauform kompatibel ist. Demnach gibt es keine LED-Monitore, denn diese Bezeichnung verweist immer auf die Hintergrundbeleuchtung.

Es gibt in der Regel zwei unterschiedliche Arten, wie die Hintergrundbeleuchtung am Monitor angebracht werden kann. Dies ist zum einen die sogenannte Edge-LED-Bauweise und zum anderen die Direct-Led-Bauweise. Bei der ersten Variante befinden sich die LEDs im Rahmen des Monitors und werden über eine spezielle Folie zur Front des Monitors geleitet. Bei der zweiten Bauweise sind die LEDs direkt hinter dem Panel angebracht, wodurch eine separate Dimmung und ein besseres Kontrastverhältnis möglich ist.

Fachbegriffe beim Monitor

Damit Sie bei diesem sehr technischen Thema einen adäquaten Überblick erhalten und auch wissen wofür die einzelnen Bezeichnungen in den Prospekten oder den Werbeanzeigen stehen, haben wir nachstehend ein Glossar zusammengestellt, sodass Sie in Zukunft wissen, worauf Sie beim Kauf eines Monitors zu achten haben.

ACM

ACM steht für Adaptive Contrast Management Funktion. Diese Funktion ermöglicht es, den Monitor energiesparsam zu betreiben. Hierbei reguliert der Monitor eigenständig die Kontrastverhältnisse in sehr hellen oder dunklen Bereichen.

Die Anschlüsse

Die Anschlüsse sind wichtig, damit Sie wissen welche Endgeräte Sie mit dem Monitor verbinden können. Diese Verbindungen können digital, als auch analog stattfinden.

Die VGA-Schnittstelle ist, für die analoge Übertragung zu verwenden. Die analoge Übertragung hat, im Vergleich zu der digitalen Übertragungsart mehrere Nachteile. Sie ist kontrastärmer und nicht so scharf.

Der Digital Video Interface Standard Anschluss ermöglicht sowohl die digitale als auch die analoge Übertragung von Daten.

Die besten Übertragungsergebnisse lassen sich jedoch mit dem HDMI-Anschluss erzielen.

Die Auflösung

Generell bezeichnet die Auflösung die Zahl der Bildpunkte des gesamten Monitors. Dabei ist festzuhalten, dass je größer der Monitor ist, desto höher sollte die Auflösung sein.

Mittlerweile gibt es Monitore mit Full-HD Auflösung, was 1.920 x 1.080 Pixeln entspricht und Monitore mit Ultra-HD Auflösung, 3.840 x 2.160 Pixeln.

Das Seitenverhältnis der gängigsten Monitore beträgt 16:9. Es gibt jedoch auch Monitore mit einem Seitenverhältnis von 21:9. Seltener, jedoch auch auf dem Markt vorhanden, sind Monitore mit einem Verhältnis von 4:3, oder 16:10.

Manche Monitore sind mit dem sogenannten Upscaling ausgestattet. Dies ermöglicht Bildinhalte geringerer Qualität an die höhere Bildschirmauflösung des Monitors anzupassen.

Die Bildschirmdiagonale

Die Bildschirmdiagonale wird in Zoll angegeben. Die gängigsten Größen sind hier 22 Zoll und 27 Zoll Monitore.

Die Ergonomie

Wenn Sie aus beruflichen oder auch privaten Gründen viel Zeit vor dem PC verbringen, kann es ratsam sein, einen Monitor zu erwerben der ergonomisch ist. Dies bedeutet, dass der Monitor auf Ihre Sitzposition optimal eingestellt werden kann.

Hier wird zwischen drei Haupteigenschaften unterschieden:

Tilt-, Swifel- und Pivot-Funktion.

Die Tilt-Funktion ermöglicht es Ihnen, den Monitor horizontal zu neigen. Die Swifel-Funktion beschreibt die Drehbarkeit des Monitors um die vertikale und die Pivot-Funktion die Drehbarkeit um die horizontale.

Das Panel

Wenn in Werbeanzeigen vom Panel gesprochen wird, bezeichnet dies die Gesamtfläche des Monitors.

Es gibt unterschiedliche Panel-Technologien. Die bekanntesten sind jedoch TN, IPS und MVA/PVA. Die Begriffe TN sowie IPS wurden weiter oben im Artikel bereits beschreiben.

Das MVA/PVA-Panel bedeutet Multi Domain Vertical Alignment/ Patterned Vertical Alignment.

Zwischen den Panel-Typen gibt es Unterschiede. Das TN-Panel ist relativ kostengünstig und stromsparend. Die IPS und PVA- Panels sind dagegen blickwinkelstabiler und kontraststärker.

Die Reaktionszeit

Die Reaktionszeit bezieht sich auf die Zeit, die ein Pixel benötigt um von Schwarz auf Weiß zu wechseln. Als Richtwert wird dieser Wechsel herangezogen, weil dieser am längsten dauert. Wenn Sie den Monitor hauptsächlich als Gaming Monitor verwenden, empfiehlt es sich, einen Monitor mit einer geringen Reaktionszeit zu wählen. Dieser wird die Mausbewegungen schnell übertragen und auch die mittlerweile hochkomplexen Grafiken der Spiele kontrastreich, scharf und vor allem schnell wiedergeben.

Worauf Sie beim Kauf eines Monitors achten sollten

Wenn Sie vor der Kaufentscheidung stehen, gibt es einige Dinge zu beachten. Nachstehend haben wir einige dieser Kriterien für Sie aufgelistet.

Das Design des Monitors

Mit dem Design ist häufig die Bauweise, beziehungsweise die Form des Monitors gemeint. Der Flat Screen Monitor hat sich weitgehend durchgesetzt. Die Bauweise nimmt nicht viel Platz ein und sieht edel aus. Zudem sind die meisten Flat Screen Monitore eher stromsparend.

Wenn Sie auf extravagantere Modelle stehen, dann ist der Curved Monitor genau das richtige für Sie. Die Bauweise des Monitors ist der Rundung des menschlichen Auges nachempfunden und soll somit dem Betrachter das Gefühl geben, näher am Geschehen zu sein. Dies gelingt dadurch, dass die Seitenbereiche des Curved-Monitor erweitert sind und somit ein räumliches Sehen simuliert wird. Das Große Format ist besonders bei Gamern, Grafikern, Journalisten und Fotografen sehr beliebt, denn es lassen sich zahlreiche Anwendungen in angenehmer Weise nebeneinander öffnen und bearbeiten.

Die Curved-Monitore werden meistens im Verhältnis von 21:9 angeboten. Schlagen jedoch im Schnitt mit 800€ zu Buche.

Was beim Display zu beachten ist

Grundlegen gilt es, zwischen einem matten und einem glänzenden Display zu unterscheiden. Je nach Einsatzgebiet bietet sich ein mattes Display eher an. Wenn Sie Ihren Monitor so positionieren, dass er relativ viel Sonnenlicht abbekommt, ist ein mattes Display sinnvoll.

Ein glänzendes Display bietet dagegen mehr Schärfe, Farbvielfalt und zeigt Kontraste besser an, verträgt sich jedoch nicht sehr gut mit starkem Lichteinfall.

Die Bildqualität

Die Qualität des Bildes, oder auch die Bildauflösung gibt an, wie scharf das Bild ist. Gemessen wird die Bildqualität in Pixelspalten mal Pixelzeilen. Wie bereits angemerkt gibt es Monitore mit Full HD Auflösung und Monitore mit Ultra HD Auflösung. Je nach Ihrem Arbeitsgebiet, sollten Sie sich für einen HD oder Ultra HD Monitor entscheiden. Wenn Sie Ihren Monitor zum Surfen, zur Texterstellung etc. benutzen, reicht ein Monitor mit Full HD Auflösung vollkommen aus. Auch Filme können somit in HD-Qualität geguckt werden.

Arbeiten Sie hingegen im Design- oder Grafikbereich, oder wollen Ihren Monitor ausschließlich fürs Gaming verwenden, dann ist ein Monitor mit einer Ultra HD Auflösung die richtige Wahl.

Wenn Sie vor der Kaufentscheidung stehen, gibt es einige Dinge zu beachten. Nachstehend haben wir einige dieser Kriterien für Sie aufgelistet.

Tipp: Bevor Sie Ihren Monitor reinigen, versichern Sie sich, dass er ausgeschaltet ist und abgekühlt ist, um mögliche Schäden zu vermeiden.

Es ist sehr ratsam, wenn Sie mindestens einmal pro Woche den Monitor von Staub befreien. Nehmen Sie hierfür ein entsprechendes Staubtuch, einen Staubmagnet oder einen Staubwedel. Wenn Sie Ihre Tastatur sehr gründlich reinige wollen, benutzen Sie ein Druckluft-Spray oder einen feinen Pinsel. Sie können auch den entsprechenden Aufsatz Ihres Staubsaugers benutzen, um Ihren Monitor gründlich zu reinigen.

Wenn Sie Ihren Monitor abwischen möchten, nehmen Sie dafür ein Mikrofasertuch und wischen feucht über den Monitor. Direkt im Anschluss sollten Sie ein zweites, trockenes Mikrofasertuch verwenden, um den Monitor abzutrocknen. Seien Sie bei der Verwendung von Reinigungsmitteln sehr vorsichtig. Wir empfehlen Ihnen, auf entsprechende Mittel zu verzichten. Ein Blick in die beiliegende Bedienungsanleitung wird Ihnen weiterhelfen.

Sie können Ihren Monitor auch versiegeln, sodass sich Staub und sonstiger Schmutz nicht so leicht am Display festsetzen können. Entsprechende Produkte werden von mehreren Herstellern angeboten.

Besonders wichtig ist, dass Sie sich vergewissern, keine kratzenden Bestandteile im Tuch zu haben. Ansonsten könnten Sie die empfindliche Oberfläche des Monitors dauerhaft beschädigen.

Stellen Sie zudem sicher, dass Sie den Monitor circa 30 Minuten nach der Reinigung nicht wieder in Betrieb nehmen.

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Monitor

Hat die Stiftung Warentest Monitore getestet?

Ja, die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 05/2015 mehrere Monitore getestet. Die Ergebnisse können Sie sich in der entsprechenden Ausgabe ansehen.

Nicht nur die Stiftung Warentest hat Monitore auf Herz und Nieren geprüft, sondern auch einschlägige Fachzeitschriften und Online-Portale testen in regelmäßigen Abständen PC Monitore auf ihre Tauglichkeit.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem TFT- Monitor und einem LCD-Monitor?

Die Antwort wird Sie vielleicht überraschen, denn es gibt diesbezüglich keinen Unterschied. LCD ist ein Überbegriff, der Monitore beschreibt die aus Flüssigkristallen bestehen.

Wie verbinde ich meinen Monitor mit dem Endgerät?

Die Antwort hängt von den Anschlüssen des Monitors und des jeweiligen Endgerätes ab. In der Regel können moderne Geräte über ein HDMI-Kabel miteinander verbunden werden. Auch ein VGA-Kabel oder eine DVI-Schnittstelle sind denkbar.

Wenn Sie Filme oder Spiele in 4k Auflösung sehen wollen, achten Sie darauf, dass Ihr HDMI-Kabel HDMI 2.0 unterstützt. Ansonsten kann es zu einer schlechten Übertragung kommen.

Welcher Monitor ist der Beste?

Dies kann pauschal nicht gesagt werden, denn es hängt zum einen von Ihren persönlichen Ansprüchen ab, zum anderen ist das Anwendungsbereich entscheidend.

Einige Anhaltspunkte haben sich durch zahlreiche Erfahrungsberichte jedoch zusammenstellen lassen.

Für die Büroarbeit eignet sich ein Monitor im klassischen 16:9 Format mit einer Größe ab 24 Zoll.

Wenn Sie den Monitor fürs Gaming verwenden wollen, achten Sie darauf, dass Sie ein ultrabreites 21:9 Format wählen und sich für einen Monitor mit sehr guter Bildschirmauflösung entscheiden. Ein weiterer Vorteil bietet Ihnen ein Curved Monitor.

Wenn Sie den Monitor hauptsächlich dafür verwenden wollen, um Filme zu schauen oder, um Grafikarbeiten durchzuführen, sollten Sie einen 27 Zoll Monitor oder einen größeren Monitor kaufen. Hier bietet sich ein Format von 21:9 an und auch die Bildschirmauflösung sollte sehr hoch sein.

Es gibt mittlerweile auch Touchscreen-Monitore um die 20 Zoll. Wenn Sie eine entsprechende Bedienung wünschen, können Sie folglich auf ein solches Modell zurückgreifen.

Monitor - Kaufberatung

Monitor Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Monitor Test nicht mit einem Monitor Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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