Der Bart des Mannes

Bei unseren frühesten Vorfahren wuchsen die Haare über all dort, wo die Natur es vorgab und Bartpflege war wahrscheinlich überhaupt kein Thema. Aber das änderte sich ganz schnell. Denken wir nur an die Zeremonial-Bärte der alten Ägypter, die gepflegte Barttracht der Assyrer und Babylonier. Sie ließen nicht mehr der Natur freien Lauf sondern pflegten ihre Bärte als Zeichen ihrer Würde, ihrer Bedeutung und ihrer Männlichkeit mit Hingabe.

Sie sollten eine gute Form haben, sollten glänzen und duften. Deshalb kam die Frage auf : Wie pflege ich meinen Bart richtig, deshalb wurde er getrimmt, gesalbt und parfümiert. Wahrscheinlich wurde damals schon das Bartöl erfunden. Und heute, wo die Frage Bart ja oder nein von fast 50 Prozent aller Männer mit ja beantwortet wird, sollte jeder Mann, der einen trägt, ihn auch pflegen, so selbstverständlich wie den ganzen Körper. Denn nichts ist abstoßender als ein struppiger, glanzloser Bart, womöglich noch mit Schuppen oder muffigem Geruch.

Warum braucht der moderne Mann ein Bartpflege-Öl?

Es gibt hierbei mehrere Gründe. Zum einen wird die Haut unter dem Bart bei manchen Männern trocken und schuppig. Auch das Barthaar selbst kann sehr trocken sein. Diese Männer brauchen dann dringend ein feuchtigkeitsspendendes und rückfettendes Öl mit essentiellen Fettsäuren. Andere Männer habe sehr hartes kratziges und drahtiges Barthaar.

Das sieht nicht gut aus, kratzt und juckt, es stört auch beim Schmusen und Küssen. Solches störrische Barthaar macht das richtige Öl weicher und griffiger. Und dann gibt es noch die Bärte, die in alle Himmelsrichtungen weg stehen und sich nur sehr schwer in Form bringen lassen. Auch bei ihnen wirken die richtigen Bartpflegeöle wahre Wunder und können, zusammen mit dem richtigen Schnitt aus einem Wildwuchs einen wunderschön geformten Bart machen.

Welche Bartpflege-Öle gibt es?

Je nach Haut-und Haar-Art gibt es sehr viele verschiedene Bartpflege-Öle. Bei trockenem Haar und trockener Haut sind zum Beispiel Mandelöl und Kokosöl sehr zu empfehlen. Bei unreiner Haut tut Arganöl besonders gut und bei glanzlosen Haaren Jojobaöl. Männer mit fettiger Haut kommen mit Traubenkernöl oder Teebaumöl sehr gut zurecht. Olivenöl ist prinzipiell auch gut, allerdings schmiert es zu sehr und sollte deshalb nur sehr sparsam verwendet werden.

Struppige und schlecht kämmbare Bärte werden mit Seidenöl, einem Gemisch aus verschiedenen Ölen wie Leinöl und Weizenkeimöl sowie Seidenproteinen, Kollagenen und Vitaminen schön weich. Natürlich ist neben den Inhaltsstoffen auch der Duft des Bartpflegeöls für die meisten Anwender wichtig. Neben den oben genannten Trägerölen werden deshalb unterschiedlichste ätherische Öle oder andere natürliche und chemische Duftstoffe beigemischt.

Der Bartträger hat dann die Wahl zum Beispiel nach Sandelholz, nach Leder, nach Tabak, nach Moschus, nach Gräsern, Früchten, Vanille, Bergamotte, Ylang Ylang oder, Nelke zu duften. Die Hersteller von Bart-Pflegeöl komponieren immer neue interessant Düfte für jeden Männertyp und persönlichen Geschmack. Es gibt aber auch vollkommen geruchsneutrale Bartpflege-Öle und Öle für Allergiker oder Veganer.

Gibt es auch andere Bartpflege Produkte außer Bartpflege-Öl?

Natürlich gibt es auch andere Bartpflegeprodukte wie Bartwichse und Bartwachs, Bartpflegebalsam und Bartshampoo. Häufig hört man den Tipp, dass Wachs oder Wichse das Bartpflege Öl ersetzen würden.

Das ist aber nicht der Fall. Beides benötigt man, um den Bart in Form zu bringen. Für die Pflege des Bartes tun sie aber nicht genug. Auch das Bartshampoo hat eine andere Aufgabe als das Öl. Es dient der Reinigung und ist deshalb wichtig, aber es nährt Haut und Haar nicht richtig.

Welches sind die besten Bartpflege-Öle?

Ein bestes Bartöl gibt es nicht wirklich, schließlich sind etliche Produkte von sehr guter Qualität und Wirksamkeit auf dem Markt. Allerdings sind einige besonders beliebt bei der Klientel der Bartträger. Dazu gehört unter anderem das Brisk Bartöl. Es enthält biologisches Jojoba-und Argan-Öl, ist geruchsneutral, und für sensible Haut sehr gut geeignet.

Brisk-Öl zieht sehr schnell ein und hat eine besonders leichte Textur. Ebenfalls sehr begehrt und beliebt ist Blackbeards. Dabei handelt es sich um ein Produkt eines renommierten Online-Shop für alles rund um Bärte, ihre Pflege und ihre Rasur. Im Blackbeard Öl stecken neben Traubenkern-, Aprikosenkern- und Mandel-Öl Duftstoffe, die süchtig nach mehr machen können. Es riecht sehr lecker nach Vanille, einem Hauch Schokolade und trotzdem fruchtig frisch und zitronig. Empfehlenswert ist aber auch das Vitamin E Öl dm. Vitamin E ist das Schönheitsvitamin schlechthin. Es kann das Haarwachstum fördern und hilft der Haut bei der Regeneration.

Wie wendet man Bartpflege-Öl richtig an?

Die Anwendung des Öls ist eigentlich kinderleicht und man kann nichts falsch machen.. Ganz gleich ob der Bart nach dem Bad oder der Dusche noch feucht oder trocken ist, man gibt einfach ein paar Tropfen Öl auf die Handfläche, verreibt sie und massiert sie dann gut in den Bart ein. Es geht auch mit dem Bartkamm oder einem Bürstchen aber mit den Händen verteilt man das Öl besser. Wieviel man braucht, hängt natürlich von der Bartlänge und der Bartstärke ab. Ein gepflegter 3 Tage Bart oder ein Schnurbart benötigt nur zwei bis drei Tropfen, ein langer Bart schon etwas mehr und ein üppiger Vollbart, wie er heute wieder stark im Kommen ist ,“schluckt“ schon etliche Tropfen Öl.

Trotzdem gilt ganz allgemein: Weniger Bartpflegeöl ist besser als zu viel. Ein fettig wirkender Bart ist nämlich auch ein absolutes No go und sieht genauso ungepflegt aus, wie ein Zottelbart. Auswgewaschen wird das Öl nicht wieder, man lässt es einfach ein paar Minuten einziehen und nimmt eventuell vorhandenes überschüssiges Öl einfach ab. Danach wird der Bart in Form gebracht, mit dem Kamm oder der Bürste geglättet und gestriegelt. Wer die ersten Male Bartpflegeöle benutzt, der muss einfach ein wenig ausprobieren, mit welcher Ölmenge er richtig liegt.

Wenn man einige Zeit nach der Anwendung noch einmal mit den Händen durch den Bart fährt, dürfen die nicht klebrig oder feucht werden, nicht einmal mehr glänzen, sonst war es einfach zu viel des Guten. Wichtig ist es auch, nicht nur die Barthaare zu ölen, sondern auch die Haut darunter. Gerade bei längerem und dichteren Barthaar und bei der Bartpflege Vollbart muss man schon ordentlich mit gespreizten Fingern massieren, um an die Haut zu kommen.

Kann man Bartpflegeöl auch selbst herstellen?

Natürlich kann man sich sein ganz persönliches Bartöl selbst machen und eine ganze Menge Bartträger tun das auch, vor allem solche, die unter verschiedenen Allergien leiden oder gerne ihren ganz eigenen Duft kreieren wollen, den kein anderer hat. Man muss nur wissen, dass man dazu ein Trägeröl und außerdem den Duftstoff, oft ein ätherisches Öl benötigt und beide von guter Qualität und ohne Allergene sein müssen.

Außerdem darf man die Zusatzstoffe nicht unverdünnt verwenden. Eine zu hohe Konzentration ist sehr oft hautreizend und schädlich Auch die Auswahl des oder der Trägeröle ist nicht ganz einfach, man muss schon wissen, welche Öle für welchen Haut- und Haartyp am besten passen und sich darüber entsprechend informieren.

Wann und wie oft sollte Bartpflegeöl verwendet werden?

Eigentlich sollte das Einölen des Bartes mit dem Bartpflegeöl zum täglichen Pflegeprogramm des Mannes dazugehören, genauso wie das Eincremen überhaupt. Aber ganz besonders unverzichtbar ist es dann, wenn man sich den Bart wachsen lässt. In dieser Zeit, in der die Haut noch nicht daran gewöhnt ist und die Barthaare noch sehr kurz sind, kommt es nämlich besonders leicht zu Hautirritationenen.

Jeder Bart beginnt ja schließlich mit dem Dreitagebart und der kratzt meist vielmehr als der Oberlippenbart oder der Backenbart. Manche Männer glauben aber ernsthaft, dass der Bart durch das verwendete Öl auch schneller wächst und sich Stellen mit spärlichen Haarwuchs verdichten. Dem ist leider nicht so. Der Bart wird nicht länger. Das durchschnittliche Bartwachstum pro Tag liegt bei 0,3 bis 0,4 mm ob mit oder ohne Bart Pflegeöl.

Was bringt Bartöl?

Bartöl Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Bartöl Test nicht mit einem Bartöl Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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