Notfallhilfe Starthilfekabel

Sicherlich haben Sie die Situation auch schon mal erlebt. Sie steigen frühmorgens ins Auto, sind wie meistens in Eile, wollen schnell zur Arbeit fahren, aber der Motor springt nicht an. Dies passiert oft in der kälteren Jahreszeit, wenn der Anlasser mehr Leistung bringen muss, um den noch kalten Motor mit seinem zähflüssigen Motoröl zu drehen. Vielleicht ist Ihre Batterie eh schon schwach oder etwas älter.

Oder sie wurde im Stillstand durch Kriechströme zu stark entladen. Die Batteriekapazität reicht dann nicht mehr aus, um dem Anlasser genügend elektrische Leistung zur Verfügung zu stellen. Der Anlasser orgelt dann nur noch müde mit jenem bekannten Geräusch, das außer Ihnen auch schon so manchen anderen Autofahrer zur Verzweiflung hat bringen lassen. Die rettende Lösung in einem solche Fall besteht dann oft nur darin, ein Starthilfekabel zur Hand zu nehmen, mit dem Sie durch eine elektrische Verbindung Ihr Auto überbrücken können zu einem intakten Fremdfahrzeug.

Dadurch, dass Sie Ihre Autobatterie überbrücken, sorgt nun die Batterie des Spenderfahrzeugs für die notwendige Kapazität, um Ihren Motor wieder zu starten. Daher sollte auch ein solches Überbrückungskabel nicht in Ihrem Kofferraum fehlen, um damit notfalls auch jedem anderen Auto-Starthilfe geben zu können. Sie sollten jedoch, bevor Sie die Starthilfekabel anschließen, die Anleitung Starthilfekabel kennen.

Allgemeines über Starthilfekabel

Mit einem solchen Kabel verbinden Sie praktisch die Batterie eines Spenderfahrzeugs mit der Batterie des Pannenfahrzeugs. Starterkabel sind nichts anderes, als zwei elektrische Leitungen, die gut isoliert sein müssen. In der Regel haben die beiden Stromkabel Farben. Das rote Stromkabel ist als elektrische Verbindung der beiden Pluspole der Batterie des Spenderfahrzeugs und der Batterie des Pannenfahrzeugs gedacht. Mit dem anderen schwarzen Stromkabel wird der Minuspol des Spenderfahrzeugs mit dem Motorblock des Pannenfahrzeugs verbunden.

Den Abschluss der beiden Kabelenden bilden jeweis zwei so genannte Polzangen. Polzangen für Starthilfekabel sind mit kräftigen Schenkelfedern ausgestattet. Diese Schenkelfedern bewirken eine ausreichende Anlagekraft der Polzangen an die Pole der Batterie. Sie sind damit in der Lage für eine sichere elektrische Klemmverbindung der Batteriepole von Spenderfahrzeug und Pannenfahrzeug zu sorgen. Die Polzangen haben in der Regel unterschiedliche Isolierungsgrade. Starterkabel können unterschiedliche Längen und Kabelquerschnitte haben. Dies hat mit dem jeweiligen Verwendungszweck zu tun, für welchen das Kabel eingesetzt werden soll.

Benzinmotoren mit größerem Hubvolumen, etwa ab 2000 cm3 und auch Dieselmotoren benötigen beim Fremdstart größere Kabelquerschnitte. Dies hat mit dem höheren Verdichtungsverhältnis bei Dieselmotoren zu tun.

Die Reihenfolge beim Anklemmen ist wichtig

Bevor Sie ein Starthilfekabel anklemmen, sollten Sie unbedingt einige wichtige Dinge beachten. Wenn Sie Ihr Auto fremdstarten wollen, ist es sehr wichtig, dass Sie die Starthilfekabel richtig anschließen. Es kommt insbesondere darauf an, zu wissen, in welcher Reihenfolge Starthilfekabel angeschlossen werden müssen.Mit dem roten Kabel die beiden Pluspole der Batterien verbinden.

  1. Das schwarze Kabel mit dem Minuspol des Spenderfahrzeugs verbinden und danach mit einem Massepunkt (z. B. Motorblock) am Pannenfahrzeug verbinden.
  2. Den Motor des fahrbereiten Fahrzeugs starten, danach den Anlasser des Pannenfahrzeugs betätigen.
  3. Elektrische Verbraucher am Pannenfahrzeug einschalten, damit keine Spannungsspitzen entstehen.

Das Abklemmen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!

  1. Zuerst das schwarze Minuskabel wieder abklemmen.
  2. Das rote Pluskabel wieder abklemmen.

Hilfreiche Zusatzinformationen

Es ist keineswegs egal, welches Starthilfekabel Sie sich anschaffen. Wenn Sie Starthilfekabel kaufen wollen, sollten Sie darauf achten, dass der Kabelquerschnitt gößer ist, als er zum Fremdstarten Ihres Fahrzeuges erforderlich wäre. Wenn der Kabelquerschnitt zu niedrig dimensioniert ist, kann das Kabel während des Starthilfevorganges zu stark erhitzt werden. Bei Verwendung von längeren Kabeln ist ebenfalls ein größerer Kabelquerschnitt erforderlich.

Bei jedem Fremdstart ist natürlich unbedingt zu beachten, dass Spenderfahrzeug und Pannenfahrzeug die gleiche Batteriespannung haben. Dies ist ja in der Regel bei Personenkraftwagen auch mit 12 V Batteriespannung der Fall. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass das Starthilfekabel mit Überspannungsschutz ausgestattet ist.

Der Überspannungsschutz sorgt dafür, dass die elektronische Einrichtung des Pannenfahrzeugs keinen Schaden durch Spannungsspitzen nehmen kann.

Prüfvorschriften für Starthilfekabel

Das Überbrückungskabel sollte eine Prüfung nach DIN 72553 durchlaufen haben und nach dieser Norm für Bordspannungen von 12 V und 24 V geeignet sein. Weiter ist in dieser DIN-Norm unter anderem festgelegt, dass die Kabel aus isolierten, kupferbeschichteten Aluminiumkabeln bestehen müssen. Außerdem teilt diese DIN-Norm die Starthilfekabel in drei Kategorienklassen, die sich auf den Motorhubraum des Pannenfahrzeugs beziehen und darüber hinaus berücksichtigen, ob dieses einen Benzin- oder einen Dieselmotor hat.

TypQuerschnittLängeHubraumMotorisierung
SP 1616 mm22 x 3 m2500 cm3Benziner
SP 2525 mm22 x 3,5 m5500 cm3Benziner
SP 3535 mm22 x 4,5 m7000 cm3Benziner

Zusammenfassende Bemerkungen

Wenn Sie ein Starthilfekabel benutzen, weil Sie im Augenblick keine andere Möglichkeit zum Anlassen Ihres Motors haben, so kann dies immer nur als Notlösung angesehen werden. Nach einer Fremdstartaktion sollten Sie möglichst bald ein Batterieladegerät an die Autobatterie anschließen, um diese wieder aufzuladen. Das Ladegerät, welches Sie an die Batterie anschließen, wird die Batterie bis zu ihrer vollen Kapazität wieder aufladen.

Da jedoch der Ladestrom des Batterieladegerätes relativ klein ist, wird auch der Ladevorgang mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Dies sollte noch am gleichen Tag geschehen, schon allein deswegen, um zu vermeiden, dass Sie am nächsten Morgen das gleiche Problem wieder haben. Sie sollten deshalb in Ihrem Auto Starthilfekabel immer mit sich führen. Bei objektiver Betrachtung werden Sie sich diesen Argumenten anschließen können.

Fazit - eigentliche Fehlerursache finden und beheben

Auch nach einem gelungenen Fremdstart sollten Sie sich nicht damit zufrieden geben, dass Ihr Motor jetzt wieder läuft und Ihr Fahrzeug damit wieder fahrbereit ist. Die tiefere Ursache, warum Ihre Batterie so stark entladen war, sollten Sie unbedingt von einer Werkstatt herausfinden lassen. Dies sollte auch möglichst bald geschehen. Vielleicht liegt es daran, dass Ihre Batterie einfach schon zu alt ist und die notwendige Kapazität, die für einen Kaltstart im Winter notwendig ist, nicht mehr bringen kann.

In diesem Fall kommen Sie nicht an der Anschaffung einer neuen Batterie vorbei. Vielleicht wurde die Batterie aber auch einfach durch einen elektrischen Verbraucher, den Sie vergessen haben auszuschalten, zu stark entladen. Falls dies die Ursache war, kann es unter Umständen auch ausreichen, einfach die Batterie mit Hilfe eines Ladegerätes wieder aufzuladen, wenn die Batterie noch nicht zu alt ist.

Es kann aber auch sein, dass an der elektrischen Anlage Ihres Fahrzeugs durch einen Defekt ein Kriechstrom fließt und die Batterie im Stillstand langsam entlädt. Es kann aber auch möglich sein, dass die Lichtmaschine einen Defekt hat.

Fakten über das Starthilfekabel

Starthilfekabel Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Starthilfekabel Test nicht mit einem Starthilfekabel Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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