Was ist eine Kompaktkamera? Ein kurzer Überblick

Während das Fotografieren für die Einen lediglich ein Hobby darstellt, verdienen die Anderen damit ihr Geld. Ob Aufnahmen von der Natur, Portraits von Menschen oder Schnappschüsse von Tieren- es gibt unzählige Szenarien, welche man mit einer Kamera aufnehmen kann und somit für die Ewigkeit behalten kann.

Im Hinblick auf Kameras variieren jedoch, je nach Anwender und Anlass, die Bedürfnisse.

Eine Kompaktkamera soll dazu dienen hochwertige Fotos zu erstellen, ohne dass eine große und schwere Kamera mit etlichem Repertoire mitgeführt werden muss.

Bei Kameras kann man zwischen solchen unterscheiden, dessen Funktionsweise analog funktioniert und solchen, die digital sind. Beide Arten haben gemeinsam, dass während des Fotoschießens Licht durch die Objektiv-Linsen dringt. Während sich analoge Kameras dadurch kennzeichnen, dass es einen zu belichtenden Film gibt, haben digitale Kameras zum Inhalt, dass der lichtempfindliche Sensor elektronisch ist. Dieser Sensor wiederum beinhaltet Bildpunkte, welche auch unter der Bezeichnung Pixel bekannt sind. Anhand dieser wird letztlich mit Hilfe eines Prozessors innerhalb der Kamera das Bild entwickelt. Dieses wird anschließend auf dem Gerät gespeichert, sodass Sie jederzeit darauf zurückgreifen können.

Das Angebot an Kompaktkameras auf dem Markt ist riesig, sodass man sich vor dem Kauf einige Kriterien vor Augen halten lassen muss, welche ausschlaggebend für einen selber sind.

In unserem Kompaktkamera-Vergleich wollen wir Ihnen insbesondere mit Hilfe unserer Kaufberatung diverse Kriterien aufführen, welche Sie vor dem Kauf beachten sollten. Dazu zählen zum Beispiel die maximale Auflösung, der maximale Iso-Wert, die Displaygröße, der optische Zoom und etwaige Zusätze, wie zum Beispiel das Vorhandensein eines Touchscreens, eine WLAN-Verbindung und die Wasserdichtigkeit.

Wofür eine Kompaktkamera?

Es gibt zahlreiche Menschen, welche Momente mit Hilfe einer Kamera festhalten möchten. Neben unser Erinnerung bleibt lediglich die Möglichkeit der Fotos und Bilder. Doch insbesondere auf Reisen und wenn man unterwegs ist befindet man sich in einem Zwiespalt.

Auf der einen Seite möchte man viel fotografieren, viele Momente festhalten und qualitativhochwertige Bilder schießen. Der letztere Grund wird vor allem dann wichtig, wenn man beabsichtigt ein Fotobuch entwickeln zu lassen oder die schönsten Momente auf eine große Leinwand drucken zu lassen.

Auf der anderen Seite erscheint es jedoch lästig eine schwere Kamera über Stunden mit sich herum tragen zu müssen. Zudem kommen nicht selten weitere Dinge, wie zum Beispiel ein Stativ, eine Aufbewahrungstasche oder ein Aufsteckblitz hinzu.

Insofern verhilft eine Kompaktkamera dem Anwender hochwertige Fotos zu schießen, ohne dabei ein hohes Gewicht mitschleppen zu müssen. Stattdessen sind die meisten Kompaktkameras so klein, dass sie bequem in der Jacken- oder Hosentasche verstaut werden können.

Zwar kommt eine Kompaktkamera hinsichtlich ihrer Qualität nicht an die einer Spiegelreflex heran. Die Bilder sind jedoch weitaus hochwertiger als die von einem Smartphone.

Die verschiedenen Arten von Kompaktkameras

Auf Grund des riesigen Angebots von zahlreichen verschiedenen Kameras auf dem Markt bietet es sich an vorerst die unterschiedlichen Typen herauszufiltern. Grob kann man zwischen zwei verschiedenen Arten von Kompaktkameras unterscheiden. Alle Kameras haben gemeinsam, dass sie auf Grund ihrer Größe als Kompaktkameras kategorisiert werden können.

Deren Eigenschaften, Vor- und Nachteile finden Sie in der unten stehenden Tabelle.

Art der KameraEigenschaften, Vor- und Nachteile
  • Die Systemkamera
  • Verfügt im Gegensatz zu einer Spiegelreflexkamera über keinen integrierten Spiegel
  • Je nach Modell ist das Objektiv austauschbar und kann somit bequem an Ihre Bedürfnisse angepasst werden
  • Bilder können nacheinander in Serie geschossen werden
  • Übertragung auf weitere Geräte, zum Beispiel auf den Computer möglich
  • Auch für Anfänger gut geeignet
  • Je nach Modell können bereits auf der Kamera Bilder bearbeitet werden
  • Für die Entwicklung des Bildes sind weitere Zwischenschritte nötig
  • Die analoge Kamera
  • Gehört zu den älteren und klassischen Kameras
  • Verschlusszeiten und Blende müssen individuell eingestellt werden
  • Kein schneller Verlust einer Datei
  • Keine Möglichkeit etwas an dem bestehenden Bild zu ändern
  • Bild wird sofort entwickelt und ausgegeben
  • Die Unterwasserkamera
  • Nicht nur Regentropfen sind unschädlich für die Kamera
  • Es können scharfe Bilder unter Wasser aufgenommen werden
  • Eignet sich vor allem für Aktivitäten wie das Tauchen und Schnorcheln
  • Die Bridgekamera
  • Wird auch als Prosumerkamera bezeichnet
  • Bezeichnung steht für professional und consumer
  • Weist viele positive Eigenschaften einer hochwertigen Spiegelreflex und einer kompakten Kamera auf
  • Viele Automatikfunktionen
  • Möglichkeit manuell viele Funktionen einzustellen
  • Gehört zu den größeren Kameras
  • Je nach Modell kann ein Aufsteckblitz angebracht werden

Kaufberatung- auf welche Kriterien Sie vor dem Kauf einer Kompaktkamera achten sollten

Das große Angebot von Kompaktkameras auf dem Markt hängt nicht nur zuletzt an den vielfältigen Funktionen, die das Gerät mit sich bringt. Wie bei anderen technischen Geräten unterscheiden sich diese von Hersteller zu Hersteller. Sie werden jedoch auch viele Gemeinsamkeiten feststellen können.

Die Größe

Wer sich mit Kompaktkameras auseinandersetzt und auf der Suche nach dem richtigen Modell ist, legt vor allem auf einen Punkt großen Wert- die Größe.

Bereits die Bezeichnung ,,kompakt“ macht deutlich, dass das Gerät ohne große Mühen mitgenommen werden kann und sich somit kaum bemerkbar macht.

Die durchschnittliche Größe liegt bei etwa einer Breite von 10cm, einer Höhe von 6,5cm und einer Tiefe von 4cm. Allerdings gibt es keine wirklichen Grenzen, ab wann man auf keinen Fall mehr von einer kompakten Kamera ausgehen kann.

Nehmen Sie sich vor dem Kauf einen Vergleich zur Hand, zum Beispiel ein Smartphone oder eine kleine Schachtel und entscheiden Sie, ob diese Größe zu Ihnen passt.

Das Gewicht

Unmittelbar mit der jeweiligen Größe des Geräts hängt auch das Gewicht zusammen. Dies liegt, je nach Modell zwischen 100 und 300 Gramm.

Auch in diesem Fall können Sie zum Beispiel ein Stück Obst oder Gemüse wiegen und abgleichen, ob das jeweilige Gewicht angenehm für Sie ist.

Die Megapixel

Viele verbinden einen hohen Wert an Megapixeln sofort mit einer gesteigerten Bildqualität. Letztlich stellen die Megapixel jedoch nur die Bildpunkte auf dem elektronischen Sensor dar, in welchem das Bild entwickelt wird. Der Grund weshalb vor allem große Kameras, wie zum Beispiel eine Spiegelreflex, eine hohe Anzahl an Megapixeln haben, ist die Größe. Eine Kompaktkamera weist bereits auf Grund ihrer Größe nicht genügend Platz auf dem Sensor auf.

Allerdings konnte auch in den letzten Jahren beobachtet werden, dass die Kameras immer kleiner wurden, der Wert an Megapixeln jedoch gestiegen ist.

Insofern sollten die Megapixel kein ausschlaggebendes Kriterium für den Kauf einer Kompaktkamera sein.

Die Zoomfunktion

Die Zoomfunktion bietet die herausragende Möglichkeit weit entfernte Dinge dennoch gut fotografieren zu können.

Neben einem digitalen Zoom gibt es auch einen optischen Zoom.

Ein digitaler Zoom kennzeichnet sich dadurch aus, dass Sie das Bild mit Hilfe der Kamera gewissermaßen näher zu sich holen können. Dies wird Ihnen anschließend auf dem Display angezeigt. Was zunächst vorteilhaft klingt, birgt jedoch das Problem, dass die Brennweite nicht erhöht wird. Dies hat zur Folge, dass das Bild nicht schärfer wird.

Sofern man also Wert auf ein scharfes Bild legt, was vor allem ein hohes Qualitätsmerkmal eines Fotos darstellt, sollte man eher auf einen optischen Zoom setzen.

Die Faktoren reichen von einem 20fach über 30fach bis hin zu einem 50fach Zoom. Modelle mit einem sehr hohen Zoomfaktor, werden auch als Superzoom bezeichnet.

Der Bildstabilisator

Im Hinblick auf Bildstabilisatoren kann man zwischen drei verschiedenen Kategorien wählen. Neben optischen und mechanischen gibt es auch die digitalen.

Optische Bildstabilisatoren kennzeichnen sich durch bewegliche Linsen. Das bedeutet, dass Bewegungen während des Fotoschießens aufgehoben werden und somit dem Bild keinen Abbruch tun.

Mechanische Bildstabilisatoren haben als Eigenschaft, dass sich der Sensor innerhalb der Kamera befindet, um auf diese Weise die notwendige Qualität des Bildes herstellen zu können.

Digitale Bildstabilisatoren bezwecken nicht wirklich eine Verbesserung der Qualität durch einen Ausgleich von Bewegungen. Stattdessen wird der ISO-Wert erhöht und die Belichtungszeit minimiert, was jedoch nicht den gleichen Effekt hat. Letzten Endes kann auf diese Weise nicht garantiert werden, dass das Bild dennoch verschwommen ist. Insofern ist man bei derartigen Modellen auf ein zusätzliches Stativ angewiesen.

Die Einfachheit der Bedienung

Im Hinblick auf die Einfachheit der Bedienung sind vor allem die Automatikfunktion und die manuelle Einstellung von maßgeblicher Bedeutung.

Eine Kamera mit Automatikfunktion kennzeichnet sich durch vielfache Programme, welche bereits in dem Gerät eingestellt sind. Auf diese Weise kann man in kurzer Zeit, ohne weitere Einstellungen, die Programme wechseln und das Fotografieren an den Gegebenheiten der Umgebung anpassen. So werden die Belichtung, die ISO-Werte und die Schärfe ganz alleine geändert.

Dies stellt vor allem für Anfänger ohne große Kenntnisse im Bereich der Fotografie einen großen Vorteil dar.

Eine Kamera mit manuellen Einstellungen erforder hingegen, dass der Anwender bereits mit einigen Funktionen und Möglichkeiten vertraut ist. Auf derartige Kameras können Sie zurückgreifen, wenn Sie selber Hand anlegen wollen und können, was Belichtungszeiten, Blende und ISO-Werte anbelangt.

Die Auslöseverzögerung

Dieses Kriterium betrifft einen Zeitraum zwischen dem Drücken des Auslöseknopfes und der jeweiligen Aufnahme des Bildes. Dies geschieht innerhalb von wenigen Millisekunden. Unter Umständen können Sie dies innerhalb der Kameraeinstellungen ändern. Sofern Sie auf die Angaben der Hersteller zurückgreifen sollten Sie beachten, dass diese die kürzeste Auslöseverzögerung angeben. Jeglicher Zusatz, zum Beispiel durch einen Blitz, verlängern diesen Zeitraum.

Das Display

Im Hinblick auf die Displays der Modelle lassen sich grundsätzlich keine großen Unterschiede feststellen lassen. Von der Größe und der Beleuchtung her, ähneln sich die Modelle.

Allerdings verfügen einige Modelle über einen Touchscreen-Display. Andere wiederum verfügen über ein Display, welches geschwenkt werden kann. Dies stellt jedoch eher eine Seltenheit dar und findet sich daher vornehmlich bei Spiegelreflexkameras oder bei Bridges vor.

Zusätze

Extras bei Kameras bestehen zum Beispiel durch die Funktion das Gerät mit WLAN oder Bluetooth zu verbinden. Auf diese Weise können Sie Fotos schneller und leichter auf andere Geräte verschieben.

Zudem gibt es einige Kompaktkameras, welche wasserdicht sind. Dies eignet sich vor allem für Personen, die gerne Bilder unter dem Wasser schießen möchten.

Des Weiteren können Sie darauf achten, ob sich bereits eine Tasche im Lieferumfang befindet. Dies bietet Ihnen zum Einen den großen Vorteil, dass Sie Ihre Kamera vor äußeren Einflüssen, wie Wasserspritzer oder Staub schützen können und zum Anderen, dass Sie weitere Speicherkarten lagern können.

FAQ- Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie viel kosten Kompaktkameras?

Kompaktkameras sind bereits ab weit unter 100€ erhältlich. Allerdings reicht die Preisspanne auch weit nach oben, sodass man sowohl 40€, als auch 300€ für eine Kompaktkamera ausgeben kann. Maßgeblich ist vor allem das Vorhandensein etwaiger Funktionen.

Gibt es Kompaktkameras für Kinder?

Ja. Einige Hersteller bieten Kompaktkameras für Kinder an. Dies kennzeichnen sich vor allem dadurch aus, dass das Gehäuse sehr robust ist und die Geräte wasserdicht sind. Im Hinblick auf die Qualität der Fotos müssen Sie nicht unbedingt mit Verschlechterungen rechnen, da es letzten Endes teilweise die gleichen Modelle sind, welche lediglich für die Anwendung durch Kinder entwickelt wurden.

Was bezeichnet man als Sucher?

Den sogenannten Sucher finden Sie am oberen Teil der Kamera. Letztlich handelt es sich dabei um ein Linsensystem, welches Sie dabei unterstützt einen bestimmten Ausschnitt eines Bildes auszuwählen und anzuvisieren. Dies bietet sich vor allem bei schlechten Wetterverhältnissen an oder auch bei einer starken Einstrahlung von Sonnenlicht.

Das Vorhandensein eines solchen optischen Suchers gehört nicht zum Standard. Stattdessen verfügen viele Modelle über einen elektronischen Sucher. Mit Hilfe dessen können bereits gemachte Bilder auf Fehler untersucht werden.

Worauf sollte ich achten, wenn ich zusätzlich ein Objektiv erwerben möchte?

Bei einem Objektiv sollten Sie darauf achten, dass es lichtstark ist. Achten Sie dafür auf die Blendenzahl. Je kleiner diese ist, desto lichtstärker ist das Objektiv. Maßgeblich ist jedoch vor allem, welche Art von Bildern geschossen werden sollen.

Was ist Bildrauschen?

Das Bildrauschen liegt vor, sofern sich fehlerhafte Pixel in einem Bild befinden, zum Beispiel wegen einer falschen Helligkeit oder Farbe. Die Ursache liegt in den Zellen des Bildsensors, welcher sich im Inneren der Kamera befindet.

Was kann ich machen, wenn die Fotos immer unscharf sind?

Die Ursache für unscharfe Fotos ist meistens der Mangel an Licht. Entweder ist die Belichtungszeit zu lang oder der automatische Fokus kann nicht richtig arbeiten. Zweiteres hängt vor allem davon ab, wie viel Kontrast hergestellt werden kann.

Was ist besser: eine Kompaktkamera als spiegellose Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera?

Die Antwort auf diese Frage hängt letzten Endes von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Wenn Sie hohen Wert eine herausragende Qualität der Bilder legen, sollten Sie auf eine Spiegelreflexkamera zurückgreifen. Sofern Sie jedoch lediglich daran interessiert sind in Ihrer Freizeit ein paar hochwertige Fotos zu schießen und nicht allzu viel Geld ausgeben wollen, eignet sich auch eine Kompaktkamera. Bei dieser Art von Kamera profitieren Sie zudem von ihrem leichten Gewicht.

Zeichnen Kompaktkameras auch Videos auf?

Ja. Die meisten Kompaktkameras besitzen auch die Funktion Videos aufzuzeichnen. Insofern sparen Sie sich die Anschaffung eines weiteren Geräts. Mittlerweile sind die Geräte auch so weit entwickelt, dass sie mit üblichen Camcordern gut mithalten können.

Ein Beispiel für diverses Zubehör

Kompaktkamera Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Kompaktkamera Test nicht mit einem Kompaktkamera Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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