Was ist eine Powerbank?

Eine Powerbank ist ein mobiles Zusatzakku für mobile Endgeräte. Es wird via USB aufgeladen und kann ein Tablet, einen Laptop oder ein Smartphone je nach Kapazität ein oder mehrere male vollständig aufladen. Es ist der ideale Wegbegleiter für Kulturreisen, wenn man viel unterwegs ist und daher seine mobilen Geräte auch viel benutzt. Auch ungeplante, unvorbereitete Reisen sind heutzutage kein Problem mehr, weil man immer dieses kleine Gerät in der Tasche hat, das einem stets sagen kann, wo man sich befindet und wie man zum nächsten Hotel kommt.

Jeder Mensch weiß aber um die kurze Akkulebenszeit dieser Geräte besonders bei intensiver Benutzung Bescheid. Hier schafft die Powerbank Abhilfe und nimmt dabei nicht einmal viel Platz in Anspruch.  Einfach die Powerbank vorher aufladen und später mit dem Smartphone via Kabel verbinden, wenn dieses keinen Saft mehr hat. Die Powerbank speichert die aufgeladene Energie und kann sie in das gewünschte Gerät übertragen. Dabei kann man je nach Anzahl der Anschlüsse sogar mehr als nur ein Endgerät aufladen. Dies und weitere Unterschiede machen die verschiedenen Powerbanks, die sich auf dem Markt befinden, aus.

Arten von Powerbanks

Normale Powerbank

Die ganz normale Powerbank ist der Ersatzakku in der Tasche. Die Funktionsweise ist die, die man nun auch schon kennt: Die Powerbank wird per Stromanschluss aufgeladen und bietet je nach Kapazität Energie für später. Dabei unterscheidet man lediglich die Form, Größe und Anzahl der USB-Anschlüsse für simultanes Aufladen der Endgeräte.

Solar Powerbank

Hier wird es interessanter für Abenteurer. Solar Powerbanks laden sich dank der Sonnenenergie selbst auf, ganz nach dem Prinzip von Solaranlagen. Für Leute, die viel im Freien unterwegs sind und die Powerbank auch mal ruhig unter der Sonne stehen lassen können oder einfach offen am Rucksack befestigen, ein tolles Gadget. Allerdings findet diese umweltfreundliche Variante nicht wirklich Anklang bei Verbrauchern, da es dann doch zu spezifisch ist und man abhängig vom Wetter ist. Außerdem dauert das Aufladen mit der Sonne wesentlich länger als bei einer normalen Powerbank. Hat man mal tagelang nur Wolken im Himmeln, kann man letztlich das Gerät auch per Stromzufuhr via USB aufladen.

Kurbel Powerbanks / Powerbanks für Fahrräder

Kurbel Powerbanks können durch reines, altmodisches Kurbeln aufgeladen werden. Das hört sich an wie 1990, ist es im Prinzip auch, ist aber sehr umweltschonend und unabhängig vom Wetter wie Solar Powerbanks. Powerbanks für Fahrräder funktionieren ähnlich. Die Powerbank wird an dem Dynamo angebracht und lädt sich beim Fahren auf. Beide Varianten sind sehr gut für Leute, die die Umwelt ein wenig schonen wollen, auch wenn es paradox klingt, dass sie mit den Geräten ihre Smartphones aufladen wollen, aber irgendwie muss man ja heutzutage up-to-date sein. Allerdings werden beide Varianten kaum noch hergestellt oder weiterentwickelt, da sie zu spezifisch sind, unausgereift und die Nachfrage sehr gering ist. Ergo finden sie in unserem Vergleich auch keinen Platz. Wer sich dennoch angesprochen fühlt, wird online definitiv fündig.

Wichtige Kaufkriterien einer Powerbank

Kapazität

Das wichtigste Kriterium ist natürlich die Kapazität der Powerbank. Sie gibt an, welches Gerät wie oft mit einer Aufladung der Powerbank aufgeladen werden kann. Dazu muss man nur in Kenntnis bringen, wie viel Milli-Amperestunden (mAh) das Endgerät verbraucht. Mit dieser Einheit kann man dann einfach berechnen, wie viele Aufladezyklen einer Powerbank möglich sind und sich so für eine Version entscheiden. Theoretisch funktioniert das Ganze so, dass beispielsweise ein Smartphone 1500 mAh verbraucht und die Powerbank eine Kapazität von 15.000 mAh bietet. So sollten also 10 Aufladungen möglich sein, nicht wahr? Nicht ganz. Leider sind diese Werte extreme Bruttowerte. Rechnen Sie auf ein Smartphone mit 1500 mAh eine Aufladung von ca. 1800 mAh der Powerbank.

Akkus verschleißen, genauso wie Powerbanks, was ja bloß mobile Akkus sind. Dadurch, dass die Akkus der Powerbanks geringere Spannungen bieten, als von Smartphones oder Tablets verarbeitet werden kann, müssen sich die Powerbanks also zunächst auf die USB-Basis von 5 Volt hochpushen. Diese Wandlung verbraucht daher Strom, was dazu führt, dass die Kapazität verringert wird – schon beim ersten Aufladen. Gute Powerbanks haben eine gute Netto/Brutto Ratio von oft 70-80%. Schlechte hingegen für das kleine Geld werden schnell schwach und bringen vielleicht nur beim ersten mal die Leistung, für die sie geworben werden. Danach sinkt das Verhältnis vielleicht auf ½.

Moderne Smartphones haben auch größere Akkus. Das iPhone 6 hatte mit 1800 mAh noch geringe Verbrauchswerte, wohingegen das Samsung S6 mit 2500 mAh wesentlich mehr Saft verbraucht hat. Tablets verbrauchen signifikant mehr, das iPad Air weist Werte von über 9000 mAh auf. Über ein Laptop braucht man sowieso nicht zu debattieren, da keine aktuelle Powerbank diesen vollständig aufladen kann, aber dennoch im Notfall etwas Energie für wichtige Erledigungen reichen können.

Eine Powerbank mit ist folglich keine Investition für die Ewigkeit. Irgendwann überholt der Verschleiß die Batterie oder den Akku, sodass nichtmal mehr eine Aufladung möglich sein kann. Das ist vollkommen normal und lässt sich nicht umgehen. Wichtig ist, ein qualitativ hochwertiges Gerät mit langer Lebensdauer zu finden. Lädt das Gerät nicht mehr gut auf, muss die Batterie oder der Akku neu gekauft werden.

Gewicht und Größe

Je nach Kapazität kommen Powerbanks mit unterschiedlichen Größen. Mehr Kapazität bedeutet ein größeres Gerät. Für Leute, die die Powerbank sowieso im Rucksack verstauen, spielt dies also weniger eine Rolle. Sie können die größte Powerbank nehmen, die sie wollen. Anders wird es hingegen beim Vorzug für kleinere Modelle. Diese haben oft 2500-5000 mAh zur Verfügung, was je nach Smartphone für bis zu zwei Aufladungen sorgen kann. Dafür ist die Powerbank dann so klein, dass es locker in die Hosentasche passt oder als Schlüsselanhänger angebracht werden kann. Der Nachteil dagegen ist natürlich, dass damit kein Laptop oder gar Tablet vollständig aufgeladen werden kann und die Ladezeit wesentlich länger benötigt. Das Fazit hier ist also, dass die Powerbank eine angemessene Größe relativ zu seiner Leistungskapazität haben sollte.

Schnittstellen

Jede Powerbank hat grundsätzlich eine Micro-USB Schnittstelle und einen USB-Anschluss. Mit diesen beiden Anschlüssen ist eigentlich schon dafür gesorgt, dass alle Smartphones, Tablets und anderweitige mobilen Geräte aufgeladen werden können. Bei mehr Kapazität bieten sich auch meist mehr als nur ein USB-Anschluss an. Für Paare, Freunde oder Leute, die viel mobilen Saft für mehrere Geräte brauchen, optimal.

Aufladegeschwindigkeit

Powerbanks können unterschiedlich schnell aufladen. Eine Powerbank mit 0,5 Ampere wird einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ein Tablet oder Smartphone vollständig aufgeladen ist. Eine Powerbank mit 2 Ampere kann dagegen mit dem richtigen Kabel binnen 1-2 Stunden ein Smartphone vollständig aufladen.

Zubehör

Der Zubehör bei Powerbanks beschränkt sich lediglich auf eine Anzeige vom Energiestand, welche bestenfalls auch energiesparend angezeigt wird, weil es ja sonst paradox wäre, wenn es Energie verbraucht, und auf eine integrierte Taschenlampe, falls das Smartphone in der Prärie den Geist aufgegeben hat und man den Anschluss in der Dunkelheit einfach nicht finden kann – oder man benutzt die Powerbank einfach als Taschenlampe!

Renommierte Hersteller von Powerbanks

Viele Powerbanks werden von Herstellern betrieben, die schnell in die Entwicklung eingestiegen sind und ihre Produkte fortan verbessern. Auch ehemaliger Mitarbeiter von Google haben explizit für den mobilen Akku ihr Unternehmen verlassen, um ihr eigenes Ding durchzuziehen (die Rede hier ist von Anker). Anbei listen wir kurz die auf dem Markt gängigsten Anbieter von Powerbanks an, was wie immer nicht bedeutet, dass andere Anbieter schlecht sind.

  • Anker
  • Intenso
  • Samsung
  • Easyacc
  • RAVPower
  • PNY

Wichtige Informationen

Bei der ersten Anwendung einer Powerbank achten Sie bitte darauf, die Powerbank vollständig aufzuladen, und nicht vorzeitig abzubrechen! In der Regel müssen Sie den Powerbutton einige Sekunden gedrückt halten, damit sich das Gerät aktiviert. Danach können sie mit dem Aufladen beginnen. Lesen sie dazu auf jeden Fall auch die Hinweise vom Hersteller. Das erste Aufladen kann einige Stunden dauern – wesentlich länger, als es danach der Fall sein wird. Seien sie unbesorgt, das ist vollkommen normal.

Ein weiterer Tipp ist wirklich der Onlinekauf. Es handelt sich um ein Produkt, das von der Digitalisierung profitiert. Natürlich sind die Angebote im Netz daher umfangreicher, als im Elektroladen um die Ecke. Dort wird eine Powerbank meist in der Nähe der Kasse aufgestellt, was psychologisch klug ist, weil es dann als spontaner Einkauf beim Kunden landet. Allerdings hat man am Ende ein Gerät, das man eventuell in der Form nicht benötigt, weil es gar nicht den individuellen Ansprüchen entspricht. Wenn Sie sich den Powerbank Vergleich durchgelesen haben, wissen Sie sowieso schon mehr, als der Verkäufer, der im Prinzip oberflächliches Wissen hat – genug, um Ihnen das Teil zu verkaufen, wenn Sie gar keine Ahnung davon haben.

USB Powerbank | 60 Modelle im Test & Kaufempfehlung

Powerbank Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Powerbank Test nicht mit einem Powerbank Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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