Das Fernglas - den Durchblick behalten

Galilei hatte sein Fernrohr, Sie stellen es mit Ihrem Fernglas mit Nachtsicht fest: Der Mond ist eine Kugel. Die handliche Konstruktion, die auf optischen Prinzipien beruht, ermöglicht Ihnen, die Umgebung näher und größer zu betrachten.

Früher sah man sie meist in Opernhäusern sowie Theatersälen, mittlerweile kommt das Fernglas bei Vogelbeobachtung oder bei der Naturbeobachtung sowie der Jagd zum Einsatz. Auf der See begleiten sie den Shipper bereits seit langem. Vom klassischen Monokular bis zu Binokularen ist die Produktpalette breit gefächert.

Was wichtig ist vor dem Fernglas kaufen

Bei der Fernglas Kaufberatung sollten Sie wissen, dass es ein Produkt mit vergleichsweise langer Lebensdauer ist. Bewahren Sie Ihr Glas fachgerecht auf und nutzen es richtig, haben Sie über Jahrzehnte Freude daran. Bei Gläsern gibt es zwar eine ständige Weiterentwicklung, die Sprünge sind allerdings nicht so hoch, dass Ihr Modell schnell überholt ist. Besondere modische Trends gibt es nicht.

Sie machen sich vor dem Kauf über den Einsatz Gedanken und welche Anforderungen Sie stellen. Je nach Aufgabe sowie Bauweise gibt es bei den einzelnen Modellen erhebliche Unterschiede. Ein kleines Monokular genügt beispielhaft, wenn Sie nur kleine Ausschnitte sowie Details beobachten. Einäugige Monokulare sind kompakt und leicht und günstiger als die klassische zweiäugigen Binokulare.

Höherpreisige Modelle sind nicht nur optisch besser, ihre Gehäuse sind hochwertiger und robuster. Häufig verwenden die Hersteller eine Magnesium- sowie Aluminium-Legierung in Kombination mit Polycarbonaten. Damit wird das Glas widerstandsfähiger und leichter. Die gute Handhabung kommt durch eine Gummiarmeriung mit Haftung an den richtigen Stellen. Damit halten Nutzer mit kleinen Händen sowie Kinder, das Glas sicher in der Hand.

Auch günstige Modelle können Sie bereits zusammenfalten. Sie sind damit besser transportabel und der Faltmechanismus passt den richtigen Augenabstand an.

Verschiedene Gläser, unterschiedliche Zwecke

Wenn Sie im Jahr gern in der Natur unterwegs sind, brauchen Sie ein robustes Glas für jedes Wetter. Dann passt ein Outdoor-Fernglas. Für die Jagd brauchen Sie ein spezielles Jagdfernglas. Hier finden Sie Modelle, die bei Dämmerung gut beobachten lassen.

Das Opernglas, Theaterfernglas oder Operngucker geht in eine andere Richtung. Vom Aussehen ist das Design eher traditionell bis antik, die Form ist kompakt sowie das Gewicht niedrig. So passt es in die kleinen Handtasche und kommt mit in den Konzertsaal. Die Fernglas Vergrößerung liegt zwischen 1,5 bis 5-fach. Mit den kleinen Linsen haben Sie ein beschränktes Sehfeld, das für die Oper ausreichend ist. Mit einem großen sowie schweren Marine-Fernglas fallen Sie sicher auf.

Monokulare

Monokulare kommen in der Regel mit einem teleskopartigen Design. Dazu zählt das Spektiv, das ist ein starres Beobachtungsfernrohr und eignet sich für terrestrische Beobachtungen. eignet. Das Spektiv arbeitet am besten bei Tageslicht. Sie montieren es auf ein Stativ und beobachten verwacklungsfrei Vögel sowie andere Tiere, die sich rasch bewegen. Die Bauweise ist und vom Kepler-Fernrohr übernommen, das für astronomische Beobachtungen konstruiert wurde.

Universal-Ferngläser - Die Fernglas Empfehlung

Brauchen Sie das Glas nicht für einen bestimmten Zweck, ist ein Universal-Fernglas eine gute Wahl. Die Allrounder sind für Naturbeobachtungen ebenso gut wie als Reisebegleiter oder auf Wandertouren. Manche Universal-Ferngläser sind für die Jagd verwendbar. Eine optimale Bildqualität sowie Farbtreue sind derzeit durch neue HD-Linsensysteme gewährleistetet.

Beobachtungen bei Dunkelheit sowie in der Nacht erfordern ein Fernglas für Nachtsicht. Die Modelle werden häufig von Naturforschern, der Polizei, dem Militär sowie Sicherheitsfirmen genutzt. Sie sind mit einem Restlichtverstärker ausgestattet oder einer Bildwandlerröhre und ermöglichen Erkundungstouren bei völliger Dunkelheit.

Welche unterschiedliche Bauformen sind zu berücksichtigen? Der Fernglas Aufbau

Verschiedene Merkmale entscheiden über die Bildqualität. Dazu zählen die Vergrößerung sowie der Objektivdurchmesser. Das Modell 8 x 32 hat eine achtfache Vergrößerung sowie 32 mm Objektivdurchmesser. Dabei ist eine gute Kombination beider Parameter wichtig, je höher Vergrößerung sowie Objektivdurchmesser sind, umso größer und schwerer wird das Gerät. Das ist von Nachteil, wenn Sie es tragen müssen. Ein geringes Gewicht bieten in jedem Fall Kompaktferngläser.

Bei starker Vergrößerung ist es nicht so einfach, bewegten Objekten zu folgen, weil das Sehfeld kleiner ist. Der große Objektivdurchmesser begünstig, dass mehr Licht einfällt ins Objektiv und so das Bild besser ausgeleuchtet ist. Das Abbildungsvermögen bei Dämmerung gibt die Dämmerungszahl an, die sich aus der Wurzel des Produktes aus Vergrößerung und Durchmesser des Objektivs errechnet. Je höher der Wert, desto besser die Sicht bei Dämmerung.

Was ist Porro und das Dachkant-Prisma? Der Fernglas Vergleich

Die ersten Gläser und die Operngläser beruhen auf dem Galilei-Fernrohr-Prinzip. Dabei werden zwei Linsen miteinander kombiniert, die das vergrößerte Bild der Umgebung erzeugen. Der Vergrößerungsfaktor ist bei dieser Konstruktion stark begrenzt und mit großen Linsen erreicht man Faktor fünf. Das reicht für die Oper, doch andere Einsatzbereiche brauchen mehr. Mit der Verwendung von Prismen ist diese Begrenzung aufgehoben.

Das Prisma ist ähnlich der Linse ein optisches Basiselement. Es ist nicht rund, sondern hat eine dreieckige Grundfläche sowie meist planen Flächen. Damit teilen Sie Licht in seine Grundfarben auf oder polarisieren Licht oder lenken es durch Reflexion um, was bei den Gläsern genutzt wird.

Das Porro-Prisma dominierte lange Zeit den Fernglasbau. Mittels geschickter Umlenkung sowie Faltung des Strahlengangs bis zum Okular wurde die Bauform kurz gehalten und der Vergrößerungsfaktor stark erhöht. Die auseinander stehenden Frontlinsen sind typisch für das Porro-Fernglas, auch die Verjüngung zum Okular ist konstruktionsbedingt.

Gute Optik und geringe Dispersion

Das Porro-Fernglas kommt mit guten optische Eigenschaften. Durch die breite Anordnung bei den Prismen ist es groß und schwer. Das Problem löste man, indem der Strahlengang innerhalb des Prismas reflektiert und umgelenkt wurde. Das ist ein Dachkant-Prisma. Die Konstruktion ist erheblich komplizierter, die Herstellung teurer. Um die gleiche optische Qualität zu erreichen wie beim Porro-Fernglas, müssen Sie etwas mehr investieren. Sie finden die Frontlinse auf einer Achse wie das Okular.

Auch bei den Prismen gibt es deutliche Unterschiede: Der einfache Standard sind Versionen aus Bor-Kronglas, die Bk-7-Gläser genannt werden. Sie haben eine geringe Dispersion, das ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts. Die Prismen fächern das Licht wenig auf in die Grundfarben beim Durchdringen des Glases. Wenn weniger Licht auffächert wird, ist die optische Qualität höher. Für noch bessere Detailauflösung und ein helles Bild sind die Prismen aus Barium-Kronglas. Die Dispersion ist noch geringer, sie werden mit dem Kürzel BaK-4 bezeichnet.

Besondere Eigenschaften und digitale Gläser

Gab es lange Zeit analoge Optik, so kommt die Digitaltechnik mittlerweile zum Zuge. Moderne Geräte kommen mit Zusatzfeatures wie das Fernglas mit Bildstabilisator, das bei Bewegung oder Erschütterungen ein ruhiges Bild darstellt.

Ein Fernglas mit Entfernungsmesser kann die Distanz zum Objekt ermitteln und anzuzeigen. Das Feature ist besonders im Wasser- und Jagdbereich praktisch. Bei der Jagd hilft der Fernglas Entfernungsmesser dem Nutzer wegen der Ballistik. Ein Fernglas mit Kamera nimmt Videos in Full-HD auf und sogar in 3D, andere kommen mit einem GPS-Empfänger.

Die Zoom-Funktion

Eine andere Richtung bieten Gläser mit Zoom-Funktion. Sie beinhalten keine elektronischen Hilfen, sind jedoch variabel in der Vergrößerung. Ein Zoomfaktor liegt bei zwei bis drei. Das Modell mit Zoomfaktor drei und Vergrößerungsfaktor von acht können Sie auf den Vergrößerungsfaktor 24 zoomen. Neben den teuren Modellen mit variablem Zoom gibt es Modelle mit zwei festen Vergrößerungsfaktoren, die sich von 8 auf 12 umstellen lassen sowie von 10 auf 15-fach. Der Nachteil der Variabilität ist, dass das Bild dunkler wird mit zunehmendem Zoomfaktor, weil der Durchmesser der Frontlinsen sich dabei nicht verändert.

Das Fernglas für Brillenträger

Brillenträger profitieren von Brillenträgerokularen. Sie haben einen Augenabstand, mit dem Sie das Glas mit Brille nutzen können.

Fernglas Vergleich

Fernglas Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Fernglas Test nicht mit einem Fernglas Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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