Mehr Freiheit für stillende Mütter - mit Milchpumpen stressfrei durch die Stillzeit

Muttermilch ist für Neugeborene besonders wichtig, da sie keimfrei ist, wertvolle Inhaltsstoffe besitzt und für den Aufbau des Immunsystems sorgt. Außerdem kann Muttermilch das Risiko für Allergien minimieren.

Daher ist es ratsam, Ihr Neugeborenes mindestens bis zum sechsten Lebensmonat zu stillen. Doch lässt sich das überhaupt vereinbaren, wenn die Mutter zum Beispiel wieder ins Berufsleben zurück will oder auch mal eine Auszeit für sich braucht?

Damit das Stillen hier nicht zu einem Hindernis wird, wurden spezielle Milchpumpen entwickelt, mit denen Mütter die Milch abpumpen können. Wir verraten Ihnen alles Wichtige, rund um das Thema Milchpumpe in unserem Milchpumpen Vergleich.

Die drei wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milchpumpen dienen dazu, um Muttermilch abzupumpen. Unterschieden wird zwischen einer elektrischen Milchpumpe und der Handmilchpumpe. Während die elektrische Milchpumpe für den regelmäßigen Gebrauch gedacht ist, kommt die Handmilchpumpe eher für den Einsatz unterwegs infrage.
  • Die Haltbarkeit der Muttermilch beträgt im Kühlschrank fünf Tage. In Gefrierbeutel abgefüllt, können Sie diese sogar bis zu sechs Monate einfrieren.
  • Egal welche Brustpumpe Sie auch verwenden, die Hygiene hat immer oberste Priorität. Diese sollte daher mindestens einmal täglich desinfiziert werden.

Wie funktioniert eine Milchpumpe?

Bevor Sie sich eine Milchpumpe kaufen, sollten Sie sich vorab mit der Funktion vertraut machen. Betrieben wird eine Milchpumpe elektrisch oder manuell. Doch wozu benötigen Mütter eigentlich eine Milchpumpe? Gründe gibt es hierfür viele.

Sei es eine Brustentzündung der Mutter oder der Wunsch der Stillenden, wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Eine Brustpumpe bietet der Mutter mehr Freiheiten und die Möglichkeit, abgefüllte Muttermilch für unterwegs mitzuführen. Abgepumpt wird die Milch über ein Ansaugstück, was auf die Brust aufgesetzt wird. Der Abpumpvorgang erfolgt manuell oder elektrisch.

Vorteile

  • mehr Freiheit für die Mutter
  • Brust wird entlastet
  • Anregung der Milchproduktion
  • Vater kann das Neugeborene auch füttern

Nachteile

  • bedeutet mehr Aufwand
  • Milch verliert Nährstoffe

Welche Milchpumpen Typen gibt es?

Auf dem Markt finden Sie elektrische Milchpumpen und manuelle. Wie diese sich unterscheiden, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Elektrische Milchpumpe

Bei dieser Variante startet der Pumpvorgang durch einen Motor. Eine elektrische Pumpe eignet sich vor allem, wenn Sie regelmäßig abpumpen müssen. Der Vorteil besteht hier darin, dass der Körper entlastet wird und Sie größere Mengen Milch abpumpen können.

Manuelle Milchpumpen

Die Handmilchpumpe wird, wie der Name schon vermuten lässt, mit der Hand bedient. Beim Pumpvorgang bestimmen Sie den Rhythmus und die Intensität also selber. So können Sie die Pumpe an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Außerdem sind Handmilchpumpen preiswerter als elektrische Pumpen.

Elektrische Doppelmilchpumpe

Haben Sie wenig Zeit, ist eine elektrische Doppelmilchpumpe die Lösung. Mit dieser Milchpumpe können Sie die Milchmenge, welche Sie abpumpen, um bis zu ein Viertel steigern.

Darauf müssen Sie beim Milchpumpen kaufen achten

Kaufen Sie eine Milchpumpe, sollten Sie Ihre persönlichen Vorlieben berücksichtigen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Kriterien, welche beachtet werden sollten. Diese stellen wir Ihnen jetzt vor.

Material

Die Milchpumpe und das gesamte Zubehör sollten aus einem schadstofffreien Material gefertigt sein, da anderenfalls die Schadstoffe auch in die Muttermilch übergehen können. Achten Sie daher darauf, dass die Materialien BPA-frei sind . Informationen dazu erhalten Sie auch bei Stiftung Warentest.

Abpumphäufigkeit

Stellen Sie sich beim Kauf die Frage, ob die Milchpumpe regelmäßig oder nur gelegentlich verwendet wird. Für den gelegentlichen Einsatz sind Handmilchpumpen besser geeignet und vor allem sind sie preiswerter. Für den regelmäßigen Einsatz verschafft Ihnen eine elektrische Milchpumpe jedoch mehr Erleichterung.

Pumptrichter

Der Pumptrichter muss passend zur Brustwarze gewählt werden. Hier sollten Sie also verschiedene Trichter ausprobieren. Empfohlen werden weiche Trichter, da diese die Brustwarze schonen.

Welche bekannten Hersteller gibt es?

Der wohl bekannteste Milchpumpenhersteller ist Meleda. Darüber hinaus finden sich aber auch andere namenhafte Hersteller auf dem Markt wie Mam, Avent oder Nuk. Welche Marke und welches Modell Sie bevorzugen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Oft spielt ja auch das persönliche Budget bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Wie wird eine Milchpumpe gereinigt und gepflegt?

Hygiene ist das oberste Gebot beim Milch abpumpen, damit keine Bakterien und Keime in die Muttermilch gelangen können. So sollten Sie alle Teile, welche mit der Brust oder Milch in Berührung kommen, gründlich reinigen. Dazu sollten Sie alle Teile auseinander nehmen und mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen. Anschließend spülen Sie alle Teile mit klarem Wasser ab und trocken Sie mit einem fusselfreien Tuch trocken.

Benutzen Sie die Milchpumpe zum ersten Mal, sollte diese gründlich sterilisiert werden. Danach sollten Sie diesen Schritt mindestens einmal täglich durchführen. Am besten sterilisieren Sie alle Flaschen und Sauger gleich mit. Im Handel gibt es spezielle Vapirosatoren, die speziell dazu entwickelt wurden.

Kontrollieren Sie vor jeder Nutzung auch den Schlauch. Befindet sich in diesem Kondenswasser, lassen Sie die Pumpe noch weitere zwei Minuten laufen. Auch Muttermilchreste sollten mit Spülmittel und Wasser entfernt werden. Zum trocken können Sie den Schlauch danach wieder an die angeschaltete Milchpumpe anschließen.

Nutzung

Außerdem sollten Sie sich vor der Nutzung die Hände gründlich waschen. Ist Ihr Baby krank oder ein Frühchen, sollten Sie zusätzlich Ihre Brustwarzen desinfizieren. Achten Sie bei der Nutzung der Milchpumpe auf genügend Ruhe und Entspannung, um den Milchspenderreflex auszulösen. Unter Stress oder Druck kann es hier zu Schwierigkeiten kommen. Haben Sie Probleme, holen Sie sich am besten eine Stillberaterin oder Hebamme zur Hilfe.

Natürlich müssen Sie eine Milchpumpe nicht dauerhaft verwenden. Ihnen bleibt es immer noch offen, Ihr Kind natürlich zu Stillen, was für eine bessere Mutter-Kind-Bindung auf empfohlen wird, wenn es möglich ist. Auch am Arbeitsplatz steht Ihnen das Recht zu, Ihr Baby zu Stillen.

Fazit

Eine Milchpumpe bietet der Mutter mehr Freiheiten und ermöglicht auf dem Vater oder anderen Familienmitgliedern, über das reichen der Milch, eine Bindung zu dem Neugeborenen aufzubauen.

Außerdem lässt sich durch die regelmäßige Nutzung der Milchpumpe die Milchproduktion steigern. Besteht eine Mastitis (Brustentzündung) haben Sie die Möglichkeit, eine Milchpumpe auf Rezept verordnet zu bekommen. Viele Apotheken bieten hier moderne Leihgeräte an.

Stillen oder abpumpen?

Milchpumpen Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Milchpumpen Test nicht mit einem Milchpumpen Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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