Die schönsten Tiere - Das größte Risiko

Jedes daheim gehaltene Tier hat ganz individuelle Ansprüche. Hunde äußern völlig andere Pflegebedürfnisse als Katzen oder Kaninchen und auch die Alleinhaltung oder die dazu gegenteilige Haltung von Tieren in Gruppen kann dabei ein entscheidender Faktor sein.

Vor allem tropische Exoten wie Schlangen oder Agame reagieren auf ihre Umgebung äußerst sensibel, auch kleine Insekten wie Ameisen benötigen in ihrem kleinen Häuschen unterschiedlichste Gegebenheiten, um optimal leben zu können. Aber was genau gibt es tatsächlich zu beachten, wenn Sie ein Terrarium mit Leben füllen wollen?

Terrarien der Marke Eigenbau

Wollen Sie Geld sparen und sind zugleich handwerklich begabt? Verfügen Sie über fundiertes Fachwissen über die Voraussetzungen eines terrarischen Lebensbereiches?

Wenn ja, dann können Sie sich durchaus daran versuchen, ein Terrarium selber zu bauen. Ihnen ergibt sich der Vorteil dass Sie die Größe und die Materialien frei wählen können und Sie somit wissen wie viel Vertrauen Sie in das fertige Terrarium stecken. Die Wahl des Materials ist jedoch abhängig von jenem Tier, das Sie schlussendlich darin halten wollen.

Den Eigenbau sollten Sie also nur wagen, wenn Sie tatsächlich über die nötigen handwerklichen Fertigkeiten und über gewisse Kenntnisse der Tiere verfügen, denn im schlimmsten Fall hält Ihr Gehäuse der Belastung nicht stand und das darin befindliche Leben verschwindet in den Weiten des Hauses oder der Wohnung.

Vorteile eines Terrariums

Aber auch ein Terrarium zu kaufen, kann Ihnen erhebliche Vorteile bringen, denn die Verkäufer wissen schließlich was sie vertreiben und können Sie individuell auf Ihr Tier abgestimmt beraten, ob das bevorzugte Produkt denn überhaupt geeignet ist.

Neben den allgemeinen Unterschieden zwischen den einzelnen Ausführungen wie z.B. Trocken-, Freiland-, oder Waldterrarium richtet sich die Bauweise und die Ausstattung in erster Linie nach dem Tier selbst.

Ein Schildkröten-Terrarium ist anders gefertigt als ein Kornnatter-Terrarium. Worin sich aber viele der Glasgehege ähnlich sind ist die Innenausstattung. Bei der Anschaffung oder dem Bau von einem solchen Konstrukt sollten Sie unbedingt auf die individuellen Ansprüche des Tieres eingehen; nicht nur in Sachen Spielspaß und Bewegungsmöglichkeit, sondern auch in technischen Aspekten wie z.B. Wärmelampen, Beleuchtungen oder Luftbefeuchter.

Zubehör und Accessoires

Besonders wichtig ist – und dies müssen Sie bei jedem Terrarium mit Glas an den Seiten unbedingt berücksichtigen – dass Sie eine Terrarium Rückwand anbringen, auch wenn es an der Wand steht und vielleicht sogar festgeschraubt wird.

Bedenken Sie in jedem Fall, dass Sie eine lebende Kreatur in Ihrem gläsernen Käfig halten. Es bewegt sich und kann dabei ungeahnte Kräfte entwickeln. Und ruckartige Bewegungen können selbst ein fest verankertes Gebilde aus der Wand reißen. Sie können für das Terrarium eine Rückwand kaufen oder aber – angelehnt an das eigens hergestellte Glasgehege – selbst eine gestalten. Besonders kreative Varianten ermöglichen den Tieren, sogar ein Klettern an der Rückwand.

Auch ist in Ihrem Terrarium eine Heizung von großer Wichtigkeit. Die meisten Tiere, die in Terrarien gehalten werden sind Exoten und benötigen zum Leben ein gänzlich anderes Klima als wir ihnen in unserer Gegend bieten können.

Nicht nur die Temperatur, auch die Luftfeuchtigkeit spielt dabei eine große Rolle. Eine Alternative zu einer Heizung ist eine Wärmelampe im Terrarium.

Unabdinglich ist zudem eine Beleuchtung. Diese spendet zusätzlich Wärme und sorgt für eine realistische Wahrnehmung der direkten Umgebung des Tieres und für Tageslicht, so wie es die Tiere in freier Wildbahn und in ihrem natürlichem Lebensraum kennen.

Absolut von selbst verstehen sich Futter- und Wasserstellen, die Sie je nach Tierart anders auslegen sollten. Für eine Vogelspinne benötigen Sie beispielsweise aufgrund ihres Verhaltens keinen eigenen Futterplatz. Sie tänzelt um ihr Opfer, wo auch immer es liegt, ehe sie es tötet und und es sich einverleibt.

Andere Tiere hingegen kehren zur Aufnahme von Nahrung gerne an ihre gewohnten Plätze zurück. Für sie sind feste Futterplätze nicht zu vernachlässigen.

Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Terrarium mit Deko füllen. So ist es zum Beispiel möglich, ein Terrarium mit einem Wasserfall oder mit Baumstämmen auszustatten. Damit schenken Sie Ihrem Tier weitere Chancen auf die eigene Beschäftigung und mehr Bewegungsmöglichkeit.

Die Unterschiede

Tageslicht

Zwei Punkte gibt es jedoch, in denen sich die Innenausstattungen der unterschiedlichen Terrarien nicht ähneln. Dies sind der Bodenbelag und das Tageslicht.

Die Mehrheit der Tiere lebt zwar auch untertags im Freien, sollten Sie sich jedoch ein Tier anschaffen, welches überwiegend im Dunkeln lebt so ist mitunter gar keine tageshelle Beleuchtung im Terrarium von Nöten.

Boden

Dem Bodenbelag sollten Sie besondere Achtung schenken. Schildkröten fühlen sich zum Beispiel auf erdigem Untergrund am wohlsten, während Bartagame wiederum Sand oder ein Sand- / Lehmgemisch bevorzugen. Informieren Sie sich im Vorfeld über den idealen Belag Ihres Terrariums, um Komplikationen und Unstimmigkeiten des sensiblen Tieres zu vermeiden.

Wichtige Tipps für Terrarienbesitzer

Wenn Sie gerade in der Anschaffungsphase sind, dann lassen Sie sich im besten Fall von Fachleuten in einem Zoofachgeschäft beraten. Diese können Ihnen genau sagen welches Produkt sich für Ihr Tier am besten eignet, wie Sie es im Idealfall ausstatten und welche Pflegemaßnahmen Sie treffen müssen.

Wenn Sie ein junges Tier kaufen, bedenken Sie, dass es noch wächst. Überlegen Sie im Vorfeld bis zu welcher Größe das Tier heranwachsen kann und richten Sie sich beim Kauf oder Bau eines Glasgeheges danach, um das Tier später nicht in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Bevor Sie ein Reptiliengehege besorgen oder basteln, sprechen Sie mit Freunden, Bekannten oder Verwandten, die bereits ein Terrarium besitzen. Diese können Ihnen durch möglicherweise schon mehrjährige Erfahrung darüber berichten was sie anders machen würden – oder was an ihrem aktuellen Gestell für ihre Tiere besonders toll ist.

Sie sehen also, ein Terrarientier zu halten ist nicht gleichzusetzen mit dem Halten von Haustieren. Diese Wesen sind sehr sensibel und verzeihen einem oftmals den kleinsten Fehler nicht. Falsche Temperaturen und zu wenig oder zu viel Luftfeuchtigkeit bedeuten schnell den Tod des Tieres – informieren Sie sich also im Vorfeld so gut wie Sie nur können.

Wie man ein großes ewiges Terrarium baut

Terrarium Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Terrarium Test nicht mit einem Terrarium Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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