Umweltschutz

Als Umweltschutz werden alle Maßnahmen bezeichnet, die darauf abzielen unsere Umwelt zu schützen und zu erhalten.

Im Vordergrund stehen:

  • Die Unterbindung von Verschmutzung
  • und der Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen wie z.B. Wasser und Luft

Zu unserer Umwelt gehört die räumliche Umgebung in der Tiere, Pflanzen und Menschen miteinander koexistieren, denen die natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft zur Verfügung stehen.

Umweltpolitik

Bei der Umweltpolitik befasst man sich mit der Gestaltung von Gesetzen für Müllbeseitigung, Recycling und Minimierung des Energieverbrauchs. Im Vordergrund steht der Schutz vor Auswirkungen, die hauptsächlich von den ökonomischen Aktivitäten des Menschen ausgehen. Hierbei werden Maßnahmen zur Bewahrung von Boden, Wasser und Luft abgeleitet.

Das Ziel der Umweltpolitik ist es ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen, ohne unsere Umwelt nachhaltig zu beschädigen.

Recycling

Beim Recycling geht es um die Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen. Voraussetzung für das Recycling ist eine getrennte Erfassung der Abfälle, sodass eine Rückführung von Abfällen in den Wirtschaftskreislauf ermöglicht wird.

Geeignete Werkstoffe für den Recycling-Prozess sind z.B. Glas, Papier, Pappe.

Nachhaltiges-Wirtschaften

Ökologischer Fußabdruck

Das menschliche Leben ist mit der Natur verknüpft, somit hat der Mensch einen Einfluss auf die Natur und vice versa. Somit hinterlässt jeder Mensch einen Ökologischen Fußabdruck. Der ökologische Fußabdruck ist ein Modell, dass die Wechselbeziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt beschriebt.

Hierbei wird die Fläche berücksichtigt, die nötig ist, um:

  • Nahrungsmittel
  • Kleidung
  • Energie
  • Werkstoffe
  • Wohnflächen

herzustellen.

Ökologisches Defizit

Das Ökologische Defizit beschreibt das Verhältnis zwischen der Biokapazität, welches die Kapazität eine Ökosystems darstellt, und dem Ökologischem Defizit.

Wirtschaftswachstum

Unter Wirtschaftswachstum wird die Zunahme der Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft während einer Periode zur nächsten Periode bezeichnet. Hierzu wird das Bruttoinlandsprodukt kurz BIP zur Beurteilung des Wirtschaftswachstums herangezogen.

Allerdings spiegelt das Wirtschaftswachstum nicht das Wohlergehen der Gesellschaft wider, da bei der Ermittlung des Wirtschaftswachstums Faktoren wie z.B. Umsatz von Industrieunternehmen oder allgemeine Wirtschaftsleistung herangezogen wird.

Erdöl als Energieträger

Erdöl stellt in unserer modernen Gesellschaft einen bequemen Energieträger dar, da unser Öl mit Hilfe von hochmodernen Verbundnetzen direkt zum Endverbraucher fließt. Ein weiterer Vorteil, welcher für das Erdöl spricht, ist die einfache Lagerhaltung in Tanks.

Elektrischer Strom

Neben dem Erdöl ist unser elektrischer Strom sauber und preiswert zu erzeugen. Auch dieser wird unter Verwendung von modernen Verbundnetzen direkt zum Endverbraucher geführt.

Sind Sie auch ein Umweltschützer?

Gerade deshalb wächst die Zahl der Menschen, die sich auf verschiedenen Ebenen für unsere Umwelt einsetzen. Es gibt heute zahlreiche Umweltschutzorganisationen, die Aufklärung betreiben oder direkt bei bestimmten Problemen ansetzen und anpacken.

Umweltschützer retten Bienen und Wale, sie blockieren Braunkohlekraftwerke und demonstrieren vor den Parlamenten. Besonders Letzteres ist leider immer noch nötig, denn obwohl der Großteil der Bürger sich heute für einen verstärkten Umweltschutz ausspricht, handelt die Politik leider viel zu oft im Interesse der Industrie.

Darum kommt es auf jeden Einzelnen von uns an. Schritt für Schritt können wir gegen die hier aufgelisteten Umweltprobleme selbst etwas unternehmen.

Über die 10 größten Umweltprobleme unserer Zeit

Sie kennen bestimmt noch die alten Sponti-Sprüche „Wir gehen mit unserer Welt um, als hätten wir noch eine Zweite im Kofferraum“ oder „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt„. Damals, in den 80ern, ging es hierzulande los mit der Umweltbewegung.

Es wurde zum ersten Mal so richtig gegen Umweltverschmutzung demonstriert, die Grünen wurden gegründet und dennoch war nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung aktiv im Umweltschutz. Seit damals hat sich viel getan. Umweltbewusstsein ist heute Mainstream und bei den allermeisten Menschen durchaus vorhanden.

Das heißt jedoch nicht, dass es auch unserer Erde besser gehen würde. Viele der alten Probleme, zum Beispiel das Waldsterben und die Luftverschmutzung, bestehen immer noch oder haben sich sogar verstärkt. Manche Probleme, wie die Verunreinigung der Weltmeere durch Plastikmüll, wurden sogar erst in den letzten Jahren entdeckt.

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Klimawandel

Klimawandel

Die wahrscheinlich größte Bedrohung unserer Zeit ist der Klimawandel. Natürlich, das Klima hat sich immer schon gewandelt und viele der sogenannten Klimakritiker oder Klimawandelleugner verweisen immer wieder darauf, dass es mal kälter und mal wärmer auf unserem Planeten wird.

Das ist zwar richtig, Fakt ist aber auch, dass diese Klimaänderungen ganz langsam über viele Jahre hinweg ablaufen. Was wir jedoch momentan erleben, ist ein sehr schneller Klimawandel und dieser ist definitiv unter menschlichem Zutun zustande gekommen. Seit der industriellen Revolution vor über 100 Jahren, blasen wir verstärkt CO² in die Luft.

Ein Treibhausgas, welches enorm dazu beiträgt, dass sich die Erde erwärmt. Kritiker sagen, dass wir CO² sogar brauchen, um überhaupt leben zu können. Auch das stimmt, jedoch haben wir den natürlichen – und damit nötigen – Anteil an CO² in der Atmosphäre bereits mehr als verdoppelt. Selbst wenn wir Menschen also nicht Auslöser oder alleinige Schuldige des aktuellen Klimawandels sind, so tragen wir doch enorm zu seiner Verschärfung bei.

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Naturkatastrophen

Manch einer fragt nun, wo denn das Problem sei, wenn es im Jahresdurchschnitt zwei oder drei Grad wärmer wäre. Diese Frage ist leicht zu beantworten, denn es gibt eine ganze Reihe an Problemen.

Angefangen bei den schmelzenden Polkappen, die einen Anstieg des Meeresspiegels und damit eine Überschwemmung ganzer Städte und Regionen zur Folge haben, bis hin zu stärkeren Dürreperioden in vielen armen Teilen dieser Welt. Auch der Zusammenhang von heftigen Unwetterkatastrophen und dem Klimawandel scheint sich immer mehr zu bestätigen.

Dabei könnten wir dem entgegentreten. Wir könnten die durch Menschenhand verursachten Schäden mildern und auf lange Sicht vielleicht sogar beheben. Dazu sind jedoch globale Anstrengungen nötig, die uns die Politik aller Länder auf jedem Klimagipfel verspricht, doch nur selten einhält.

Als Bewohner unseres Planeten müssen wir selbst aktiv werden. Auch Sie! Um dem Ausstoß von Treibhausgasen und damit dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, brauchen wir deutlich mehr Erneuerbare Energien, einen modernen Verkehr, der ohne fossile Brennstoffe auskommt und einen reduzierten Fleischkonsum.

Denn genau hier entstehen die meisten Treibhausgase und jeder Mensch hat es selbst in der Hand, seinen Konsum hier zu verändern.

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Luftverschmutzung

Luftverschmutzung

Viele der heutigen Umweltprobleme haben miteinander zu tun. Sie gehen gar ineinander über. Die Luftverschmutzung ist beispielsweise ein Teil des Klimawandels, wenn von Treibhausgasen gesprochen wird. Sie umfasst jedoch noch einen ganz anderen Bereich, der wesentlich sichtbarer und direkter ist.

In manchen Städten kommt es immer wieder zu Smogalarm. Dann ist die Luft so dick, dass normales Atmen kaum noch möglich ist. Autoabgase und die rauchenden Schlote von nahe gelegenen Fabriken ohne Filtertechnik sind die Ursache.

Besonders asiatische Städte sind dafür bekannt. Unter den drei „dreckigsten“ Städten finden sich Awahz/Iran, Ulan Bator/Mongolai und Lahore/Pakistan. Aber auch Moskau ist in den Top10 und in Paris kommt es bei Windstille ebenfalls oft zu Smogalarm.

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Verkehrsbelastung

Doch auch dieses Problem können wir gemeinsam mindern oder sogar lösen. Neben den Fabriken, die hier in der Pflicht sind auf moderne Filteranlagen in ihren Schornsteinen zu sorgen, trägt auch jeder nicht mit dem Auto gefahrene Kilometer zu einer Verbesserung unserer Atemluft bei.

Wenn Sie auch in Ihrer Stadt richtig tief durchatmen wollen, nehmen Sie am besten das Rad für kurze Fahrten, gehen zu Fuß oder nehmen eines der öffentlichen Verkehrsmittel. Überall auf der Welt wird hier gerade der Übergang vom Dieselbus mit Feinstaubausstoß zu sauberen E-Bussen vorangetrieben.

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Abholzung

Abholzung

Auf der anderen Seite des Klimawandels und der Luftverschmutzung steht die Frage, wie die Schadstoffe in unserer Atmosphäre wieder abgebaut werden. Hier kommen in der Natur vor allem Bäume ins Spiel, denn sie nehmen zum Beispiel CO² auf, lagern es ein und produzieren dafür Sauerstoff.

Doch mit den Wäldern dieser Welt steht es nicht zum Besten. Immer noch werden jedes Jahr 7,3 Millionen Hektar Wald abgeholzt oder sogar abgebrannt. Besonders schlimm trifft es die tropischen Regenwälder. Grund dafür ist die menschliche Nutzung. Denn wo einst Wälder standen, soll Viehzucht betrieben werden oder Monokulturen für den Anbau von Soja und Palmöl dienen.

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Bodenerosion

Bodenerosion ist hier das zweite Stichwort und meint sämtliche Fälle, in denen Boden unnutzbar gemacht oder sogar versiegelt wird. Abholzung, Monokulturen und Städtebau sind die Ursachen.

Um die verbliebenen Wälder zu schützen, sind besonders die Staaten gefragt, doch gerade in den gefährdeten Regionen regieren Korruption und die Hoffnung auf das schnelle Geld. Umweltschutzmaßnahmen kommen hier meistens zu kurz. Doch auch in Europa sind wir daran nicht unschuldig.

Denn das auf dem Gelände eines ehemaligen Regenwaldes angebaute Soja landet in den Futtertrögen unserer Schweine und Rinder und das Palmöl finden wir in unserer Kosmetik und in unseren Lebensmitteln.

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Industrielle Landwirtschaft

Industrielle Landwirtschaft

Besonders die industrielle Landwirtschaft ist aus mehreren Gründen ein Umwelt- und Naturkiller. Monokulturen und ihre Auswirkungen auf Wälder und Böden wurden bereits angesprochen.

Dazu kommt noch eine Überdüngung durch Gülle aus der Massentierhaltung und eine Vernichtung des Lebensraums vieler Arten durch Pflanzen- und Insektenschutzmittel. Ganz davon abgesehen, dass Gülle unser Trinkwasser mit Nitrat belastet und Pestizide im Gemüse auch nicht gesund sind.

Wenn Sie sich fragen, was Sie gegen die Abholzung und Bodenerosion tun können, so können Sie ganz leicht bei Ihrem Konsum anfangen. Überprüfen Sie, wo Ihre Lebensmittel herkommen und was daran enthalten ist. Verzichten Sie auf Soja, Palmöl oder Tropenholz aus nicht kontrolliertem und zertifiziertem Anbau.

Auch hierzulande lässt sich gegen Bodenerosion vorgehen. Kaufen Sie Ihr Gemüse dort ein, wo durch eine natürliche Fruchtfolge die Böden nicht ausgebeutet und zerstört, sondern geschützt und gepflegt werden.

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Artensterben

Eines der größten Umweltprobleme ist vielen Menschen gar nicht so richtig bewusst. Oder besser gesagt, ihnen ist das Problem an sich bewusst, sie verstehen nur die Bedeutung nicht, die es für uns Menschen hat. Gemeint ist das Artensterben.

Wir wissen alle, dass es unglaublich viele bedrohte Tierarten gibt, immer wieder sterben manche von ihnen ganz aus. Bei den großen Säugetieren, wie Nashörnern, Tigern oder Elefanten bekommen wir das mit.

Sogar noch tragischer ist jedoch das Artensterben bei Insekten. Allen voran ist die Biene in Gefahr und das könnte zu ernsthaften Problemen für die Nahrungsversorgung von uns Menschen führen. Denn Bienen und andere Insekten bestäuben unser Obst und Gemüse. Gibt es diese Helfer nicht mehr, kommt es schnell zu Ernteausfällen.

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Biodiversitätsverlust

Doch auch über die für uns Menschen nützlichen Helfer hinaus ist das Artensterben in der Tierwelt ein Problem. Denn in der Natur kann kein Lebewesen alleine überleben. Alle sind gegenseitig voneinander abhängig. Sterben große Raubtiere aus, kommt es zu einer Überpopulation bei deren Beutetieren.

Sterben bestimmte Insekten aus, verhungern Vögel, die sie als Nahrungsquelle hatten. Wo man auch ansetzt, die Natur ist wie ein Geflecht, welches kaputt geht, wenn man einzelne Fäden herausschneidet. Biodiversitätsverlust ist genau hierfür das Fachwort, welches den Verlust ganzer Ökosysteme beschreibt. Wenn Sie etwas dagegen unternehmen wollen, können Sie sich aus einer breiten Palette von Maßnahmen reichlich bedienen.

Angefangen von der Anschaffung eines Insektenhotels, über den Einkauf von Bio-Produkten bis hin zum Verzicht auf den Flug in ein vermeintliches Urlaubsparadies.

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Vermüllung

Vermüllung

Unser Konsumverhalten ist nicht nur während der Produktion ein Problem, sonder auch beim Abfall. Das trifft auf die Konsumgüter selbst zu, bei denen wir immer mehr auf Wegwerfprodukte setzen, die nach kurzer Zeit durch Neue ersetzt werden müssen, und auf die Verpackungen.

Egal ob bei Lebensmitteln oder Gebrauchsgegenständen, vieles ist heute eingehüllt in einen Berg aus Plastik, der später dann nur teilweise recycelt wird oder sogar in den Meeren landet. Von Kunststofftüten und Einwegtrinkflaschen ist hier noch gar nicht die Rede. Auch die in Plastik verpackte Banane im Supermarkt ist ein tragischer Klassiker als Beispiel unnötiger Verpackung.

Auch hier gilt, dass die wirksamste Waffe in den Händen der Verbraucher liegt. Kaufen Sie keine Produkte, die unnötige Verpackungen haben. Trennen Sie Ihren Müll und sorgen Sie für eine ressourcen- und energieschonende Wiederverwertung.

Verbrauchen Sie Ihre Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen und reparieren Sie ihre kaputten Gegenstände lieber, als sich neue anzuschaffen. Bei vielen Dingen hilft auch etwas Farbe, um sie wie neu erscheinen zu lassen. Der Kreativität – und das ist die gute Nachricht – beim Umweltschutz keine Grenzen gesetzt.