Frischgebackene Eltern stehen oft vor einer Riesenaufgabe

Fläschchen zubereiten, erwärmen, im Anschluss einer babygerechten Reinigung unterziehen. Da das Immunsystem eines Neugeborenen noch nicht ausgereift ist, wird empfohlen, mindestens das erste halbe Jahr die Babyflaschen auszukochen. Besonders gut geeignet ist dafür der Vaporisator, der eine große Erleichterung im Alltag sein kann.

Unterschied zwischen Vaporisator und Sterilisator

Was den Säuglingsbedarf angeht, wird der Vaporisator lediglich zum Desinfizieren genutzt. Bei der Desinfektion werden die Keime reduziert, alle lebenden Keime werden abgetötet.
Wasserdampf bei ca. 100 Grad reduziert die Keimzahl.

Beim „richtigen“ Sterilisieren im Sterilisator wird der Inhalt keimfrei gemacht, auch Sporen werden eliminiert. Bei der Sterilisation werden Instrumente benötigt, die komplett steril, sprich keimfrei sind.
Im Babyalltag werden diese Begriffe aber oft gleichgesetzt.

Funktionsweise des Vaporisators

Ein Dampf Sterilisator, auch Vaporisator genannt, ist ein elektrisches Gerät, das Babyfläschchen sowie Zubehör sterilisiert, Keime werden dabei eliminiert. Unter Druck wird das zu reinigende Equipment mit Wasserdampf gesäubert.

Ein herkömmlicher Sterilisator funktioniert nach einem simplen Prinzip. Das Gerät wird mit 200 Milliliter Wasser befüllt, bis zu sechs Flaschen lassen sich anschließend im Gerät platzieren, anschließend wird der Deckel gut verschlossen. Zu beachten ist, dass die Flaschen stets mit der Öffnung nach unten stehen müssen, um innen keimfrei zu werden.

Sobald das Gerät eingeschaltet wurde, beginnt die Erhitzungsphase, das Wasser beginnt zu verdampfen, durch die hohe Temperatur werden sämtliche Keime abgetötet, anschließend noch das Gerät sowie den Inhalt abkühlen lassen und dann die Flaschen entnehmen. Wie lange die Flaschen im Vaporisator sterilisiert werden müssen, ist stark vom Gerät abhängig. Meist beträgt die Sterilisationszeit zwischen zwölf und zwanzig Minuten. Auch kleineres Spielzeug wie Beißringe können im Vaporisator sterilisiert werden. Bei den meisten Vaporisatoren können die Körbe mit den Flaschen für die Trocknung ganz einfach entnommen werden.

Vorteile des Vaporisators

  • Der entscheidende Vorteil eines Vaporisators im Gegensatz zum klassischen Abkochen der Flaschen im Topf auf dem Herd ist eindeutig die Zeitersparnis.
  • Wenn man bedenkt, dass ein Baby im Durchschnitt alle zwei Stunden Hunger bekommt, sollte die Reinigung der Fläschchen schnell erfolgen, denn ist der Säugling erst hungrig, löst das Stress für alle Beteiligten aus.
  • Ein Sterilisator kann hier eine große Erleichterung für die Eltern im Alltag sein.
  • Ein weiterer Vorteil stellt der geringere Wasserverbrauch dar.
  • Werden die Flaschen altbewährt im Topf abgekocht, wird ein sehr großer Topf sowie eine große Menge Wasser benötigt.
  • Beim Abkochen im Vaporisator wird viel Wasser gespart.

Reinigung des Vaporisators

  • Spätestens wenn sich durch die tägliche Benutzung auf dem Heizelement weiße oder braune Kalkablagerungen bilden, dann ist es Zeit für eine gründliche Reinigung.
  • Die unschönen Verfärbungen sind nicht schlimm, Kalk bildet sich aus dem Wasser, das in das Gerät gegeben wird, wenn die Flaschen sterilisiert werden.
  • Je härter das Wasser, desto schneller schreitet die Kalkbildung voran.
  • Vor der Reinigung unbedingt den Stecker aus der Steckdose ziehen und den Vaporisator vollständig abkühlen lassen.
  • Haushaltsessig, vermischt mit Wasser, eignet sich bestens zur Säuberung.
  • Das Mengenverhältnis sollte 4-1 betragen.
  • Die Lösung sollte solange im Gerät bleiben, bis die letzten Kalkreste sich gelöst haben.
  • Anschließend den Wasserbehälter entleeren und die Heizplatte mit Wasser reinigen.
  • Abschließend die Platte mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Eine regelmäßige Reinigung ist unerlässlich für ein langlebiges Gerät.

Verschiedene Modelle

Auf dem Markt sind inzwischen verschiedene Arten von Sterilisatoren erhältlich, vom kleinen handlichen Mikrowellen Vaporisator bis hin zum großen Dampf Vaporisator für die heimische Küche. Dampfsterilisatoren gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen, die Neuanschaffung ist auch bei preiswerteren Geräten keineswegs günstig, aber es lohnt sich hochgerechnet auf die Flaschenzeit, welche im Durchschnitt ein Jahr beträgt.

Deutlich günstiger sind Mikrowellen Sterilisatoren, es passen bis zu 6 Flaschen mit Zubehör in das runde Gerät, welches anschließend für zwei bis fünf Minuten in die Mikrowelle kommt. Da es hier auch kleine Modelle gibt, die sich hervorragend für Reisen eignen, erfreuen die kleinen Saubermacher sich immer größerer Beliebtheit.

Modelle bekannter Hersteller

Die bekanntesten Hersteller sind NUK, Avent und Chicco, deren Geräte sich durch Preis, Größe und Handhabung unterscheiden. Der beliebteste Sterilisator von Nuk ist der Nuk Vaporisator 2-in-1, was eine Umfrage auf der Website miBaby ergab.

Das leistungsstarke Gerät kann fünf Flaschen in fünfzehn Minuten sterilisieren und benötigt nur 90 Milliliter Leitungswasser. Darüber hinaus besitzt das Gerät über einen separaten Einsatz für Kleinteile wie Schnuller.
Die Flaschen sowie das Zubehör finden in zwei großen Körben und einer Flaschenhalterung Platz. Mit einem Durchmesser von 22,5 Zentimetern und einer Höhe von 36 Zentimetern ist der Nuk Vaporisator 2-in-1 durchaus platzsparend.

Für Eltern, deren Baby weniger Fläschchen verbraucht, eignet sich der Mikrowellen-Sterilisator von Avent. Ebenso ist er äußerst platzsparend und findet in der kleinsten Küche Platz. Bis zu vier Flaschen plus Zubehör finden im Sterilisator Platz. Er hat einen Durchmesser von 28 Zentimetern sowie eine Höhe von 1,6 Zentimetern. Entsprechend der festgelegten Richtlinien ist er BPA-frei.

Auch das Sterilisiergerät von Chicco wird von Eltern weiterempfohlen, es handelt sich um ein preisgünstiges Mikrowellengerät. Das Fassungsvermögen reicht für vier Flaschen und deren Zubehör. Die Reinigung erfolgt in acht Minuten. Aufgrund der kleinen Größe ist das Gerät besonders für Reisen geeignet.

Selbstgebauter Vaporisator

Wer die Kosten für einen Vaporisator sparen möchte, kann diesen auch vereinfacht selbst bauen. Bestehen sollte es aus Mundstück, Heizelement und einem Glas mit Korkdichtung. Auch eine Bong oder eine Wasserpfeife ist relativ leicht in einen Vaporisator umzuwandeln. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der praktische Saubermacher eine große Erleichterung im Alltag sein kann und für jeden das passende Gerät dabei ist, die Auswahl lässt kaum Wünsche offen.

Der klare Nachteil bei Selbstbauten wird jedoch sein, dass das selbstgebaute Gerät nicht digital ist und somit keine exakte Temperatureinstellung möglich ist. Auch sind die Dämpfe der normal erwerbbaren Produkte deutlich besser als bei dem selbstgebauten Vaporisator.

Babyflaschen hygienisch reinigen

Vaporisator Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Vaporisator Test nicht mit einem Vaporisator Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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