Was ist Selbstbräuner? Ein kurzer Überblick

Gebräunte Haut gehört für viele zu einem strahlend schönen Aussehen dazu. Leider kommen wir häufig nur im Sommer in diesen Genuss. Einige können es sich erlauben in den kalten Wintermonaten in die warmen Gebiete zu reisen, um dort ein wenig Sonnenstrahlen einzufangen. Andere besuchen hingegen regelmäßig ein Solarium und holen sich dort die nötige Portion Bräune ab. Wiederum andere setzen auf die Verwendung von Selbstbräuner, um entweder auch im Winter sommerlich gebräunt auszusehen oder auch, um im Sommer ihre Haut auf die Sonne vorzubereiten oder für ein besonderes Event frischer auszusehen.

Selbstbräuner bringen den Vorteil mit sich, dass die Bräune sehr natürlich aussieht und somit andere Personen nicht denken, dass man auf künstlichem Wege nachgeholfen hat. Zudem spart man sich den Gang in ein Sonnenstudio, unabhängig von der Frage wie schädlich dies eigentlich ist.

Es gibt diverse Arten von Selbstbräunern, welche sich in ihrer Textur und ihrer Anwendung unterscheiden. Grob differenziert man zwischen Creme, Mousse, Tüchern und Spray. Die Anwendungsart hängt von der jeweiligen Verpackung des Produktes ab. So gibt es die Selbstbräuner entweder in Flaschen mit großer Öffnung, Flaschen mit einem Pumpverschluss oder eben direkt als Tuch.

Vor dem Kauf ist es insbesondere wichtig einen Blick auf die Inhaltsstoffe des Produktes zu werfen, welche wir im Folgenden erläutern werden. Zudem ist es unabdingbar zu wissen, wie man mit dem Produkt richtig umgeht, wie es auf die Haut aufgetragen wird und für wen das Produkt gegebenenfalls gar nicht geeignet ist. Anderenfalls sieht die Bräune weniger natürlich aus, sondern gelblich, fleckig und schlichtweg unschön.

Wir helfen Ihnen sich in unserem Vergleich einen Überblick über die verschiedenen Arten von Selbstbräunern verschaffen zu können und legen Ihnen die richtige Anwendung des Produktes nahe.

Wie funktioniert ein Selbstbräuner?

Vorab ist es interessant zu wissen auf welche Weise eine Creme oder ein Mousse es schaffen unsere Haut für mehrere Tage in der Weise zu bräunen, dass man aussieht, als käme man frisch aus dem Sommerurlaub. Sofern man sich die Wirkungsweise vergegenwärtigt, kann man auch die richtige Anwendung des Selbstbräuners nachvollziehen. Ziel ist es nämlich ein eben- und gleichmäßiges Ergebnis zu erreichen. Dies bedeutet, dass das Produkt überall gleich aufgetragen wird, sodass sich die Intensitätsstufen nicht unterscheiden.

Der wichtigste Inhaltsstoff für einen Selbstbräuner ist das sogenannte Dihydroxyaceton, kurz DHA. Dieser Stoff bräunt letztlich unsere Haut. Durch das Auftragen auf die oberste Hautschicht wirkt das Produkt auf die Aminosäuren unserer Haut ein und es entsteht die gewünschte Bräune. Nicht zu verwechseln ist dies mit bloßen Bräunungsbeschleunigern. Diese wiederum sorgen nicht für einen Anstieg der Produktion von Melanin in unserer Haut.

Jeden Tag erneuert sich unsere Haut, was zur Folge hat, dass die Bräune etwa eine Woche anhält.

DHA wird von vielen Personen in Frage gestellt, da es schädlich für unsere Gesundheit sein soll. Als Alternative werden auch Produkte ohne diesen Stoff entwickelt. Die Hersteller setzen stattdessen auf Erythrulose. Dies hat den Nachteil, dass es langsamer bräunt und somit auch gegebenenfalls mehr Produkt verwendet werden muss. Viele Verbraucher empfinden es jedoch als Vorteil, dass der Selbstbräunerlook sehr viel natürlicher ausschaut, als dies mit einem Produkt mit DHA der Fall wäre. Insofern kann man zumindest festhalten: Je weniger DHA der Selbstbräuner enthält, desto natürlicher wirkt die Bräune.

Während früher die Selbstbräuner nicht nur die Haut verfärbten, sondern auch die Textilien, haben sich die Produkte mittlerweile derart weiterentwickelt, dass man ein Abfärben auf Klamotten und Handtücher nicht mehr fürchten muss bzw. etwaige Flecken mühelos ausgewaschen und entfernt werden können.

Inhaltsstoffe

Sehr häufig umfragt werden die sogenannten Naturkosmetikprodukte. Diese seien frei von schädlichen Inhaltsstoffen und könnten daher bedenkenlos aufgetragen werden. Problematisch ist jedoch, dass ein Selbstbräuner kaum auf Chemikalien verzichten kann, um die gewünschte Bräune zu erzielen. Insofern stellt sich die Frage, was ,,Natur“ überhaupt bedeutet bzw. wie weit dieser Begriff reicht.

Besonders vorteilhaft kann es bereits sein sich einen Überblick über die Inhaltsstoffe zu verschaffen, welche in nahezu jedem Produkt, gegebenenfalls auch nur zu einem geringen Anteil, enthalten sind. Die Inhaltsstoffe können Sie übrigens bequem auf der Rückseite des Produktes nachlesen oder unter Umständen auf der Verpackung.

InhaltsstoffEigenschaften, Vor- und Nachteile
  • DHA
  • siehe dazu bereits oben
  • wichtigster Bestandteil eines Selbstbräuners
  • kann synthetisch hergestellt werden
  • wird zunehmend auch auf natürlichem Wege aus Glycerin verwendet
  • offiziell wurde die Verwendung von 10% des Stoffes als bedenkenlos eingestuft. Selbstbräuner enthalten häufig nur 5%.
  • Mikroplastik
  • häufig verwendet in Duschgels und Peelings
  • verschmutzt Trinkwasser und Meere
  • ist nicht in jedem Produkt enthalten, muss also explizit nachgeschaut werden
  • Parabene
  • Konsevierungsstoff, welcher in Verdacht steht eine hormonelle Wirkungsweise aufzuweisen und damit nachhaltig die Gesundheit zu schädigen
  • muss ebenfalls gesonders auf dem Produkt nachgelesen werden
  • Parfüm
  • überdeckt den Eigengeruch des Selbstbräuners und verbessert dadurch den Gebrauch des Produktes
  • kann bei empfindlichen Hauttypen zu Juckreiz und Rötungen führen und sollte daher erst an einer Körperstelle ausgetestet werden.
  • Farbstoffe
  • Verstärken den Bräunungseffekt
  • bei falscher Anwendung kann dies zu gelblichen oder orangefarbenen Verfärbungen und Flecken auf der Haut führen
  • enthalten Allergene, welche die Haut reizen können

Die verschiedenen Arten von Selbstbräunern

Im Folgenden wollen wir Ihnen die verschiedenen Typen von Selbstbräunern aufzeigen, welche sich vor allem in ihrer Verpackungsart unterscheiden und aus diesem Grund unterschiedlich gehandhabt werden müssen. Zudem sei gesagt, dass sich einige Produkte besser für einen bestimmten Hauttypen eignen als andere. Dies wird häufig verkannt, da die Hersteller irreführend die Produkte mit einem Vermerk versehen, wonach die Selbstbräuner für alle Hauttypen geeignet seien.

VerpackungsartEigenschaften, Vor- und Nachteile
  • große Öffnung
  • Flasche verfügt über keinen besonderen Verschluss und enthält somit keine Dosierungshilfe
  • häufig ist es schwierig das Produkt alleine zu dosieren, sodass man in der Regel viel zu viel Produkt hat
  • Produkte dieser Art können häufig für Körper und Gesicht angewendet werden
  • Tuch
  • einzeln verpackte Fasertücher
  • besonders leicht aufzutragen und daher gut für Einsteiger und Anfänger geeignet
  • hier ergeben sich nur allgemeine Risiken, die Selbstbräuner-Einsteiger mit jedem Produkt haben, sofern sie nicht auf die richtige Anwendung achten
  • können häufig auch für das Gesicht verwendet werden
  • erzeugen viel Abfall
  • Spray
  • Funktionsweise wie ein Pumpspender
  • sehr praktisch, da es dosiert wird und wenig Schmutz erzeugt
  • gegebenenfalls bleibt Produkt im Deckel hängen
  • sollten in der Dusche oder in der Badewanne verwendet werden, da die Umgebung häufig auch Produkt abbekommt (was allerdings nicht allzu problematisch ist, da sich der Selbstbräuner leicht von den Fliesen entfernen lässt)
  • Pump
  • leicht und praktisch, da Dosierung bereits vorgenommen wird
  • enthaltene Produkte sind häufig Mousse oder eine Lotion
  • Produkte müssen häufig nach wenigen Stunden abgewaschen werden
  • auch hier bleibt Produkt manchmal im Deckel hängen

Für eine besonders helle Haut empfiehlt es sich auf ein sogenanntes Expressprodukt zu verzichten. Diese haben den Ruf in einer besonders kurzen Zeit der Haut eine schöne Bräune zu verleihen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass es bei hellen Hauttypen sehr unnatürlich wirkt. Insofern eignet sich diese Art von Produkten eher für vorgebräunte Menschen, denn der Produktname hält zumindest was er verspricht- das schnelle Erzielen einer Bräunung.

Die richtige Anwendung

Bei der Anwendung von Selbstbräunern sollten Sie einige Dinge beachten, um unschöne Flecken und Verfärbungen zu vermeiden. Gerade als Anfänger fehlt die Übung, sodass eine noch präzisere und aufmerksame Arbeit nötig ist.

Zunächst ist es wichtig, dass Sie einen Applikator haben, mit dem Sie das Produkt auf Ihre Haut auftragen. Dies gilt unabhängig von der Verpackungsart, sodass Sie auch bei einem Selbstbräuner aus einer Spraydose stets einen Applikator verwenden sollten. Dies ist häufig ein Handschuh, auf welchem das Produkt aufgetragen wird.

Wir empfehlen Ihnen sich langsam heranzutasten: Nehmen Sie also zunächst weniger Produkt und arbeiten Sie dieses in Ihre Haut ein. Es ist besser zwei dünne Schichten aufzutragen, anstatt eine dicke Schicht.

Geben Sie also etwas Selbstbräuner auf den Handschuh und arbeiten Sie dieses mittels kreisenden Bewegungen in die gewünschte Körperstelle ein. Achten Sie stets darauf ungefähr die gleiche Menge an Produkt zu nehmen und etwa gleich lang in die jeweilige Körperregion einzuarbeiten.

Unmittelbar nach der Anwendung sollten Sie Ihre Hände waschen. Dies ist vor allem dann nötig, sofern Sie einen Selbstbräuner aus Tüchern verwendet haben.

Außerdem sollten Sie einige Hinweise vor und nach der Anwendung beachten:

  • Vor der Anwendung muss Ihre Haut richtig vorbereitet werden. Dies bedeutet unter anderem, dass sich keine Haare auf die zu behandelnde Stelle befinden. Entfernen Sie diese (mit Hilfe eines Rasieres, eines Epilierers oder von Wax) am besten einen Tag vorher. Nach der Haarentfernung ist unsere Haut immer sehr gereizt, sodass es empfehlenswert ist der Haut einen Tag Ruhe zu gönnen. Zudem erzielen Sie eine ebenmäßige Haut auch durch Körperpeelings. Auch dies sollte bereits am vorherigen Tag gemacht werden. Ein Peeling hat den Vorteil, dass Sie abgestorbene Hautschüppchen (die, wie bereits erwähnt, jeden Tag entstehen) entfernen und damit eine ebenmäßigere Grundlage schaffen. Weiterhin ist es immer besser Produkt in gepeelte Haut einzuarbeiten, da auf diese Weise der gewünschte Effekt besser erzielt wird, weil die Haut das Produkt besser aufnehmen kann.
  • Nach der Anwendung sollten Sie auf eine ausreichende Pflege Ihrer Haut achten. Dies ist vor allem abhängig vom jeweiligen Produkt, welches Sie verwendet haben. Enthält dieses bereits Öl, ist das besonders pflegend für Ihre Haut. Sollte der Selbstbräuner kein Öl als Inhaltsstoff haben, kann dies anschließend zu einer sehr trockenen Haut führen. Verwenden Sie danach also ausreichend Feuchtigkeit. Praktisch sind Bodylotions mit Selbstbräuner. Damit haben Sie ein 2-in-1 Produkt, wodurch Sie gut Zeit sparen können.

Allgemein lässt sich zudem festhalten, dass ein cremiges Produkt auch für ein angenehmeres Körpergefühl sorgt.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie stark ist der Geruch von Selbstbräunern?

Selbstbräuner haben auf Grund der darin enthaltenen Stoffe einen sehr starken Eigengeruch, welcher von vielen Verbrauchern als ,,muffig“ empfunden wird. Dem wirken die Hersteller entgegen, indem Sie dem Produkt Parfüm hinzufügen. Parfüm kann jedoch bei empfindlicher Haut zu starken Hautreizungen führen und sollte zunächst an einer Körperstelle ausgestestet werden, um nachvollziehen zu können wie die eigene Haut auf das Produkt reagiert.

Kann ich Selbstbräuner in einer Schwangerschaft verwenden?

Grundsätzlich können Sie Selbstbräuner bedenkenlos anwenden, wenn Sie schwanger sind. Maßgeblich sind selbstverständlich die Inhaltsstoffe. Vor allem Parabene oder auch ätherische Öle stehen in Verdacht gesundheitsschädigende Wirkungen zu haben. Um auf Nummer sicher zu gehen können Sie ein Produkt ohne diese Inhaltsstoffe wählen oder eine Anwendung mit Ihrem behandelnden Arzt abklären.

Wie lagere ich Selbstbräuner?

Selbstbräuner sollte stets kühl gelagert werden. Bei zu hohen Temperaturen ensteht bei Produkten, welche DHA enthalten, das sogenannte Formaldehyd. Dieser Stoff gilt als besonders krebserregend und daher sehr gefährlich. Diese Gefahr besteht nicht, sofern Sie im Vorfeld einen Selbstbräuner erwerben, der anstatt DHA den Stoff Erythrulose enthält. Dies wiederum erzeugt eine sehr natürliche Bräune, welche jedoch langsamer vonstatten geht.

Enthält ein Selbstbräuner UV-Schutz?

Selbstbräuner enthalten häufig nur derart UV-Schutz, als dass die Inhaltsstoffe vor der Sonne geschützt werden. Unsere Haut wird jedoch nicht ausreichend vor UV-Strahlen geschützt. Daher sollten Sie zusätzlich Sonnencreme verwenden. Dies gilt übrigens nicht nur für das Sonnenbaden bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern auch wenn Sie sich im Schatten aufhalten. Damit Ihre Bräune etwas länger hält empfehlen wir weiterhin die Verwendung von Aftersun-Lotion, wodurch Ihre Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt wird.

Wie lange hält die Bräune an?

Wie lange die Bräune anhält hängt immer von jeweiligen Hauttypen ab. Allgemein lässt sich jedoch feststellen, dass Sie ungefähr eine Woche lang gebräunt sind. Den Effekt und die Haltbarkeit können Sie insbesondere dadurch verstärken, dass Sie auf eine richtige Vor- und Nachpflege achten. Dies haben wir oben unter dem Beitrag ,,die richtige Anwendung“ für Sie zusammengefasst.

Kann ich den Selbstbräuner auch für das Gesicht verwenden?

Nicht jedes Produkt ist auch für die Bräunung im Gesicht geeignet. Dies sollten Sie auch nicht einfach umgehen, da unsere Gesichtshaut wesentlich empfindlicher ist und daher auf gewisse Inhaltsstoffe stärker reagieren kann und mehr Pflege benötigt. So enthalten Pflegeprodukte für das Gesicht in der Regel kein Parfüm.

Wie lange dauert es bis man einen Bräunungseffekt erkennen kann?

Üblicherweise kann man sofort einen Bräunungseffekt bemerken. Ansonsten dauert es nur wenige Stunden bis eine Bräunung sichtbar wird.

Wie oft kann ich einen Selbstbräuner verwenden?

Sie können einen Selbstbräuner so häufig verwenden bis Sie ihre gewünschte Bräune erreicht haben. Danach können Sie die Behandlung reduzieren.

Selbstbräuner Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Selbstbräuner Test nicht mit einem Selbstbräuner Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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