Biotin- ein kurzer Überblick

Biotin ist den meisten vielfach bekannt unter der Bezeichnung Vitamin B7 oder Vitamin H.

Bei vielen Verbrauchern ist Biotin sehr beliebt, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass unser Körper den Stoff nicht selber herstellen kann. Eine Möglichkeit Biotin in seinen Kreislauf zu bringen ist entweder durch die Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel.

Hersteller bieten Biotin häufig in Tabletten- oder Kapselform an. Das Nahrungsergänzungsmittel ist jedoch nur schwer von der Arznei zu unterscheiden. Äußerlich können Verbraucher die beiden Produkte nicht voneinander abgrenzen. Einzig und allein der Biotingehalt verrät den Unterschied. So beinhalten Arzneimittel mindestens 2,5mg Biotin, während übliche Nahrungsergänzungsmittel mit ihrem Wert und Gehalt unter dieser Menge liegen.

Ein Mangel an Biotin kommt bei gesunden Menschen eher selten vor. Häufig sind kranke Personen davon betroffen, sodass sie mit einer Biotinkur versuchen ihren Haushalt in einen Normalzustand zu bewegen.

Biotin verfolgt vielerlei Zwecke. Primär sorgt es vor allem für eine Stärkung der Haare. Nach einer gewissen Einnahmezeit sind deutliche Unterschiede zu vorher sichtbar. Die Haare sind dichter, stärker, sehen schlichtweg gesünder aus. Dies nutzen sowohl Frauen, als auch Männer, für ihren Bart, aus.

Weitere Funktionen und Zwecke stellen wir Ihnen in unserem Biotin Vergleich vor. Zudem geben wir Ihnen Auskunft in welchen Lebensmitteln auf natürliche Weise Biotin enthalten ist und ob Sie zu den Personen gehören, welche auf Biotin als Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen sollte.

Was ist Biotin?

Biotin gehört zu dem Vitamin B-Komplex, unter anderem auch Vitamin B7 genannt. Früher würde Biotin auch häufig als Vitamin H bezeichnet. Dies liegt daran, dass Biotin bei seiner Entdeckung um 1900 zunächst eine positive Wirkung auf die Haare erkennen ließ.

Unser Körper kann Biotin nicht selber herstellen, sodass wir darauf angewiesen sind mittels unserer Nahrung oder gegebenenfalls durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unseren täglichen Bedarf an Biotin zu decken.

Vitamin B7 ist zu 80% an Eiweiße gebunden. Damit stellt es ein sogenanntes Coenzym dar. Es hilft also andere Enzym sich zu aktivieren und aktiviert selber Stoffwechselprozesse. Maßgeblich sind dabei vor allem die Fett- und Eiweißstoffwechsel.

In unserem Körper wird Biotin durch Proteine gebunden. Eines davon, das sogenannte Avidin, ist gleichzeitig ein Hemmstoff von Biotin und ist beispielsweise in rohen Eiern enthalten.

Funktionen- Wofür nehmen Verbraucher Biotin?

Biotin bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Es stärkt nicht nur die Haare, sondern auch die Nägel und beugt diese vor weiterem Bruch vor. Zudem sorgt die Einnahme von Biotin für ein frisches Hautbild. So nehmen Entzündungen, z.B. in Form von Pickeln, im Gesicht ab und das Hautbild sieht gesünder aus.

Dabei unterstützend wirken die Vitamine B2, B6 und B12.

Des Weiteren wirkt sich Biotin sehr fördernd auf diverse Stoffwechselprozesse aus. Zudem wird die Regulierung des Blutzuckerspiegels gefördert.

Als Coenzym hilft Biotin bei weiteren Umwandlungsabläufen innerhalb unseres Körpers.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass Biotin notwendig für die Zellsynthese ist.

In welchen Lebensmitteln ist Biotin enthalten?

Es ist natürlich nicht unbedingt nötig auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen, da auch natürliche Lebensmittel Biotin enthalten. Allerdings ist dabei festzuhalten, dass bei einem bereits bestehendem Mangel an Biotin der Rückgriff auf Lebensmittel nicht ausreicht, da der Gehalt an Biotin nicht ausreichend ist. Dennoch kann es nicht schaden auf diese Produkte im Alltag zurückzugreifen, um von den vielzähligen Vorteilen zu profitieren.

( Im Folgenden Messung in 100 Gramm)

Tierische Produkte

  • Rinderleber: 0,103mg
  • Eigelb: 0,050 mg
  • Trockenhefe: 0,2mg

Pflanzliche Produkte

  • Walnüsse: 0,019mg
  • Haferflocken: 0,020mg
  • Sojabohnen: 0,030mg
  • Wildreis: 0,012mg
  • Spinat: 0,006mg
  • Bananen: 0,005mg

 

Dies stellt natürlich nur eine kleine Auswahl dar. Ausführliche Tabellen finden Sie dazu im Internet.

Es lässt sich jedoch festhalten, dass die Deckung des Vitamin B7 Bedarfs durch eine ausgewogene Ernährung problemlos möglich ist.

Bedarf an Biotin

Wie hoch unser täglicher Bedarf an Biotin ist, ist hoch umstritten. Es bestehen lediglich Schätzwerte, an die man sich halten kann.

So empfiehlt beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine Zufuhr von 30- 60μg also 0,03 bis 0,06mg (bei einem gesunden erwachsenen Menschen). Daraus folgen auch die Empfehlungen anderer eine Menge von 0,180mg nicht zu überschreiten.

Für Schwangere und Mütter in der Stillzeit gilt die gleiche Menge. Für Säuglinge wird ein Bedarf von 5-10μg empfohlen.

Eine Untersuchung und das Rücksprachehalten mit dem Arzt wird ebenfalls empfohlen.

Mangelsymptome- Woran merke ich, dass mir Biotin fehlt?

Da unser Körper Biotin nicht selber herstellen kann, nehmen wir den Stoff über unsere Nahrung auf. Durch Transportmoleküle wird Biotin in unseren Körper aufgenommen. Im Darm ist das sogenannte Enzym ,,Biotinidase“, welches das Vitamin aus Proteinen freisetzt.

Überschüssiges Biotin wird über die Nieren ausgeschieden.

Ein Mangel an Biotin äußert sich nicht sofort, sondern erst nach einem gewissen Zeitraum.

Das häufigste Symptom ist Haarausfall. Zudem lassen sich Symptome erkennen, wie das Abbrechen der Haare, Hautentzündungen. brüchige Nägel, ein geschwächtes Immunsystem, Muskelschmerzen, depressive Stimmungen, hohe Cholesterinwerte, Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Bei gesunden Menschen kommt ein Mangel an Biotin eher selten vor. Dennoch wird ein solcher Mangel häufig durch Diäten, also Ernährungsumstellungen, ausgelöst.

Weitere Risikogruppen sind: Raucher, Alkoholiker, Vorbelastete durch Erbkrankheiten, kranke Personen wegen Antibiotikaeinnahme.

Ein Biotinidasemangel ist eine Stoffwechselstörung, welche vererebt wird. Sie ist eher selten und kann unter Umständen zu Symptomen, wie Atemprobleme, Hautausschlag und Krampfanfälle führen.

Inhaltsstoffe von Biotin

Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin entscheiden sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe.

Die gängigsten Inhaltsstoffe haben wir samt ihrer Vorteile und Wirkungen für Sie dargestellt.

Weiterhin häufig zu finden sind Stoffe wie: Zink, Mangesium, Kupfer, Selen, Jod, Folsäure, Kieselerde.

Vor allem ist Biotin in Verbindung mit Zink sehr beliebt. Zink stärkt das Immunsystem, fördert das Zellwachstum und die Konzentrationsfähigkeit. Vor allem empfehlen Hautärzte häufig Zink, um der Entstehung von Hautproblemen, wie Pickeln, entgegenzuwirken.

Zudem sind Biotinpräparate mit Kieselerde sehr begehrt. Kieselerde ist letztlich ein Stoff bestehend aus Sedimenten und Mineralieren, welche einen hohen Siliciumgehalt aufweisen. Kieselerde wird jedoch auch kritisch angesehen, da sie auf lange Sicht zu Nierenschäden führen soll, was jedoch nicht weiter belegt wurde.

InhaltsstoffEigenschaften
  • Niacin
  • Auch Vitamin B3 genannt
  • nötig für Stoffwechselprozesse, insbesondere den Fettstoffwechsel
  • Vitamin A
  • nötig für Wachstumsprozesse der Zellen
  • vor allem wichtig für Haut, Schleimhäute und Augen
  • Vitamin B2
  • wichtig für Eiweiß- und Energiestoffwechsel
  • Vitamin B6
  • Stärkung der Abwehrkräfte und der Nerven
  • Vitamin B12
  • wichtig für Blutbildung und Abbau der Fettsäuren
  • Vitamin C
  • Schutz vor freien Radikalen und Aufbau des Bindegewebes
  • L-Cyctein
  • Aminosäure, welche bei der Verwertung von Vitamin C und Vitamin A hilft
  • schützt Zellen vor externen Einflüssen
  • Pantothensäure
  • auch Vitamin B5 genannt
  • Beteiligung beim Abbau von Botenstoffen

Kaufberatung- Worauf soll ich beim Kauf von Biotin achten?

Zunächst müssen Sie selbst einschätzen können, ob sie Biotin tatsächlich benötigen. Dafür verweisen wir auf oben, wo wir Ihnen die Symptome aufgezeigt haben.

Weitere Ursachen für einen Biotinmangel können jedoch auch Stress sein. Dann kann der Rückgriff auf andere Inhaltsstoffe sehr sinnvoll sein.

Des Weiteren sollten Sie die Dosierung des Produktes im Blick haben. Ab 2,5mg ist das Produkt als Arzneimittel einzustufen, welches Sie rezeptfrei erwerben können. Dies dient jedoch zur tatsächlichen Mangelbehebung und nicht nur zur bloßen Deckung des täglichen Bedarfs. Zudem wurden diese Produkte speziell zugelassen und sie beinhalten einen Nachweis ihrer Wirkung.

Häufig gestellte Fragen

Können während der Einnahme von Biotin Nebenwirkungen auftreten?

Nebenwirkungen von Biotin sind eher nicht feststellbar. Zu einer Überdosierung kann es zudem in aller Regel auch nicht kommen, da Biotin entweder weiterverarbeitet wird oder überschüssiges Vitamin über die Nieren ausgeschieden wird. Selbst für den Fall, dass Sie von der Erbkrankheit (Biotinidasemangel) betroffen sind, gilt selbiges. Allenfalls können Nebenprodukte, die in dem jeweiligen Biotinpräparat vorhanden sind zu Nebenwirkungen führen, wie beispielsweise Kieselerde auf lange Sicht nicht unbedenklich eingenommen werden sollte.

Wie lange soll ich Biotin einnehmen und worauf sollte ich bei der Einnahme achten?

So wie Sie einen Mangel an Biotin erst nach einem längeren Zeitraum feststellen können, müssen Sie auch über längere Zeit hinweg das Produkt einnehmen. Bei einem Mangel wird eine Biotinkur von sechs Monaten empfohlen. Wichtig ist, dass Sie die Wirkungen nicht über Nacht festellen können. Gerade im Hinblick auf die Förderung der Haare ist es nur logisch, dass auch diese Zeit für ihr Wachstum benötigen. Somit sollten Sie Biotin keinesfalls zu kurz einnehmen, da Sie sonst enttäuscht sein werden, dass sie die positiven Wirkungen noch nicht feststellen können.

Kann ich Biotin auch meinen Tieren geben?

Ja, Sie können Biotin auch für Ihre Tiere verwenden. Gerade bei Hunden und Pferden ist nachgewiesen, dass die Einnahme von Biotin gegen stumpfe Krallen oder Hufen und sprödes Fell wirkt.

Biotin Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Biotin Test nicht mit einem Biotin Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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