Atemschutzmaske

  • Atemschutzmasken schützen in drei verschiedenen Schutzklassen – Staub, Kleinpartikel und Dämpfe.
  • Es werden Einwegmasken und Mehrwegmasken offeriert. Einwegmasken werden nach jeder Verwendung entsorgt und bieten sich bei gelegentlicher Nutzung an. Mehrwegmasken rentieren sich bei einer regelmäßigen bzw. täglicher Nutzung.
  • Bei der Wahl der Atemschutzmaske sollte auf den richtigen Filtertyp und auf die richtige Aufnahmefähigkeit geachtet werden, um einen zureichenden Schutz zu gewährleisten.

Die Atemschutzmaske – Ein Überblick

Wenn man an Atemschutzmasken denkt, dann denkt man als erstes an Feuerwehrmänner, welche mit einer großen Maske vor dem Gesicht an einer Einsatzörtlichkeit erscheinen. Die Einsatzmöglichkeiten von Atemschutzmasken gehen dabei weit über den Gebrauch durch die Feuerwehr hinaus.

Bei Tätigkeiten wie dem Schleifen oder dem Sägen entstehen kleinste Partikel, welche während den Arbeiten in der Luft schweben. Diese Kleinpartikel können durch die Nase oder durch den Mund aufgenommen werden und der Gesundheit auf Dauer Schaden zufügen.

Beim Lackieren oder Sprühen entstehen Dämpfe und Gase, welche sich ebenfalls negativ auf den menschlichen Körper auswirken können. Diese werden zum größten Teil über die Atemwege aufgenommen und so in den Körper geleitet. Dort können sie schädlichen Einfluss auf den menschlichen Körper nehmen.

Um die Gesundheit bei solchen und ähnlichen Arbeiten zu schützen, besteht die Möglichkeit über das Tragen von unterschiedlicher Schutzbekleidung. Neben Schutzhandschuhen und einer Schutzbrille sollte auch eine Atemschutzmaske getragen werden.

Da die Atemschutzmasken vor unterschiedlichen Arten von Schadstoffen schützen müssen, unterscheiden sich die Atemschutzmasken anhand ihrer Filterarten, sowie dem Aufnahmevolumen der Filter und der Bedeckung des Gesichtes.

Sollten Sie jetzt zu dem Schluss gekommen sein, dass Sie sich eine Atemschutzmaske anschaffen wollen, dann gibt es einiges zu beachten. Im nachfolgenden Text werden wir Ihnen daher eine Übersicht über:

  • Die Funktionsweise von Artenschutzmasken geben
  • Die unterschiedlichen Schutzklassen von Atemschutzmasken vorstellen
  • Die verschiedenen Filterarten benennen
  • Eine Kaufhilfe zur Verfügung stellen
  • Sowie die Frage: „Welche Atemschutzmaske sollte ich bei welcher Tätigkeit tragen?“ beantworten.

Dem hinzu haben wir für Sie eine Produkttabelle zusammengestellt, mit dessen Hilfe Sie bis zu zehn verschiedene Atemschutzmasken miteinander vergleichen können. Auf diese Weise können Sie nicht nur die wichtigsten Eigenschaften der Masken auf einen Blick einsehen, sondern direkt Ihre persönlichen Favoriten mit einem einfachen Klick gegenüberstellen.

Auf diese Weise wollen wir Ihnen helfen, die für Sie beste Atemschutzmaske zu finden.

Die Funktionsweise von Atemschutzmasken

Atemschutzmasken bedecken einen gewissen Teil des Gesichtes. Der bedeckte Teil ist bei einer korrekten Trageweise von der Luft in der Umgebung isoliert. Am vorderen Bereich der Maske ist ein Filter angebracht. Durch diesen wird die Luft von außen gefiltert und die gefilterte Luft gelangt in die Maske.

Giftige Atemluft und Aerosolen werden somit nicht eingeatmet. Bei Aerosolen handelt es sich um Flüssigkeiten oder feste Stoffe, welche sich in der Luft verteilen und somit ohne Maske eingeatmet werden. Die Maske wird mittels einer Bänderung am Hinterkopf oder an den Ohren vor dem Wegrutschen gesichert.

Wie viel des Gesichtes durch die Atemschutzmaske bedeckt ist, hängt von der Art der Maske ab. Die Atemschutzmasken unterscheiden sich in Halbmasken und Vollmasken.

Halbmasken bedecken in erster Linie die Nase und den Mund des Trägers. Die Maske beginnt beim Kinn und endet meist knapp oberhalb der Nase. Der Vorteil dieser Masken liegt darin, dass die Augen frei sind. Ein beschlagen der Maske ist nicht möglich und preislich befinden sich diese Masken meist unterhalb des Preisniveaus von Vollmasken.

Vollmasken bedecken das gesamte Gesicht, wie die Atemschutzmasken der Feuerwehr. Die Augen sind mittels einer Scheibe aus Polycarbonate geschützt. Bei Vollmasken handelt es sich in der Regel um Mehrwegmasken, bei denen lediglich der Filter ausgetauscht wird und nicht die gesamte Maske, wie es bei Einwegmasken der Fall ist.

Die unterschiedlichen Schutzklassen

Atemschutzmasken unterscheiden sich nicht nur in Halb- und Vollmasken, sondern auch in verschiedene Schutzklassen. Diese werden unter der Bezeichnung „FFP“ geführt.

„FFP“ bei Atemschutzmasken steht für „filtering face piece“ und gibt die Qualität der Filterung, sowie die Dichtheit der Maske an. Das Spektrum der „FFP“ Klassen reicht gemäß der europäischen Norm (EN149) von Klasse „FFP 1“ bis zur Klasse „FFP 3“, wobei „FFP 3“ die höchste Schutzklasse angibt.

FFP 1“ schützt vor nicht giftigem oder fibrogenem Staub und Dämpfen. Fibrogene Stoffe greifen das Gewebe des menschlichen Körpers an und können in schlimmsten Fall zum Tod führen.

Hier ist besonders die sogenannte Gesamtleckage ein wichtiger Faktor. Unter Gesamtleckage versteht man die wie dicht die Maske ist, also die Prozentzahl der Umgebungsluft, welche trotz der Abdichtung der Maske ungefiltert eindringen kann.

Die Gesamtleckage darf hierbei höchstens 25 Prozent betragen. Die Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes (Kurzform: MAK) darf höchstens um das Vierfache überschritten werden. Diese Schutzklasse ist beispielsweise beim Sägen oder Schleifen von unbehandeltem Holz zu empfehlen, da bei diesem Vorgang keinerlei giftige Gase entstehen.

FFP 2“ schützt vor Staub, welcher aus einer Verteilung einer Flüssigkeit in der Luft resultiert, wie zum Beispiel vor Rauch und vor Aerosolen. Die Gesamtleckage beträgt hier ungefähr 11% Prozent. Der MAK darf bei diesem Schutztyp um das 10-fache überschritten werden. Diese Masken sind sowohl in der Metallindustrie als auch im Bergbau sehr beliebt, da hier regelmäßige gesundheitsschädliche Dämpfe und Staub in der Luft schweben, welche unter Umständen zum Lungenkrebs führen können.

FFP 3“ ist die höchste Schutzklasse. Diese bietet den höchstmöglichsten Schutz vor der Belastung in der Atemluft. Es werden 99 Prozent der Partikel in der Atemluft rausgefiltert. Neben normalen Partikeln werden laut mehrerer Tests von FFP3-Masken auch radioaktive Partikel aus der Luft herausgefiltert. Bei Arbeitsplätzen, an denen der maximale Grenzwert um das Dreißigfache überschritten wird, ist eine solche Maske ein notwendiger Arbeitsgegenstand, um die Gesundheit zu schützen. Die Gesamtleckage beträgt bei diesen Modellen fünf Prozent.

Verschiedene Filterarten von Atemschutzmasken

Die verschiedenen Filterarten sind mit unterschiedlichen Farben und Buchstaben gekennzeichnet. Jede Farbe hat einen gewissen Funktionsbereich. So können in den Atemschutzmasken beispielsweise Aktivkohlefilter verbaut werden, welche als Gasfilter fungieren.

Andere sind mit einer Vliesschicht ausgestattet, welche Partikel aus der Atemluft filtern.

Kombinationsfilter kombinieren beide Filterarten und sind somit einer höheren Schutzklasse zuzuordnen.

Im Folgenden können Sie eine Auflistung der verschiedenen Filterfarben und ihrem jeweiligen Wirkungsbereich sehen:

Filtertyp Wirkungsbereich
  • Filtertyp A (braun)
  • organische Dämpfe und Gase mit Siedepunkt über 65 °C
  • Filtertyp B (grau)
  • anorganische Dämpfe und Gase – Blausäure, Schwefelwasserstoff, Chlor jedoch kein Schutz vor Kohlenmonoxid
  • Filtertyp E (gelb)
  • saure Gase wie Chlorwasserstoff, Schwefeldioxid
  • Filtertyp K (grün)
  • Ammoniak
  • Filtertyp P (weiß)
  • Feinpartikel

Bekannte Marken von Atemschutzmasken

Zu den bekanntesten Marken, die Atemschutzmasken anbieten, gehören u.a. die Marken 3M und Dräger. Atemschutzmasken von 3M und Dräger werden regelmäßig auf Arbeitsplätzen verwendet, da diese Marken sich einer hohen Popularität erfreuen. Aber auch die Marke Climax bietet Modelle an, welche zu empfehlen sind.

Welche Atemschutzmaske soll ich bei welcher Tätigkeit tragen?

Die ganzen Fakten bringen einem wenig, wenn man nicht weiß, welche Maske man für welche Tätigkeit kaufen sollte.

Zunächst sollte man sich im Klaren sein, ob man die Maske regelmäßig tragen wird oder ob man diese für einen einmaligen Gebrauch benötigt. Bei einer alltäglichen Nutzung sollte man auf eine Mehrwegmaske nicht verzichten, da diese den Vorteil hat, dass man bei dieser nur den Filter auswechselt. Dies ist auf Dauer günstiger, als jedes Mal eine neue Einwegmaske zu benutzen.

Sollten Sie die Maske hingegen nur wöchentlich oder sogar nur einmalig benutzen, so sollten sie über eine Einwegmaske nachdenken. Diese können Sie nach dem Gebrauch entsorgen. Einwegmasken gibt es häufig auch als Set, so dass Sie direkt mehrere auf einmal zu einem vergünstigten Preis besorgen können.

Bei dem Kauf einer Atemschutzmaske sollten Sie darauf achten, ob die Maske über ein Ventil verfügt. Über dieses kann die verbrauchte Luft entweichen. Sollte eine Maske nicht über ein Ventil verfügen, so muss damit gerechnet werden, dass die Abluft an undichten Stellen an der Maske entweicht.

Meist ist dies an der Nasenspitze. Bei Brillenträgern kann dies zu beschlagenen Gläsern führen. Trotz des Entweichens der Luft an den Rändern, kann die Luft innerhalb der Maske sehr warm werden und der Sauerstoffgehalt drastisch abnehmen. Um möglichst frische und kühle Luft in der Maske zu behalten, sollten Sie darauf achten, dass die Maske über ein Ventil verfügt.

Um die Bequemlichkeit der Maske zu gewährleisten, sollten sie darauf achten, aus welchem Material der Nasenbügel bei Halbmasken besteht und wie, beziehungsweise ob die Bänder am Hinterkopf verstellt werden können.

Weiter sollten Sie auf die Atemschutzfilterklasse achten. Diese gibt aufsteigend die Aufnahmefähigkeit eines Filters an. Filter der Klasse 1 haben eine geringe Aufnahmefähigkeit, während Filter der Klasse 3 über ein hohes Aufnahmevolumen verfügt.

Ferner sollten Sie drüber nachdenken, welche Schutzklasse Sie für Ihre anstehende Tätigkeit benötigen.

Bei Arbeiten, bei denen Holzstaub oder Feinstaub entsteht, sollte in der Regel die Klasse „FFP 1“ ausreichen.

Bei Arbeiten mit Schimmel, sollten Sie mindestens die Schutzklasse „FFP 2“ tragen, um vor allen gesundheitserregenden Sporen des Schimmels geschützt zu sein.

Sollten sie lackieren wollen, dann bietet sich auch hier die Schutzklasse „FFP 2“ an. Diese sollte ausreichend sein, um alle gesundheitserregenden Dämpfe aus den Atemwegen zu behalten.

Bei Arbeiten mit Asbest, wie es noch bis 1992 in allen Arten von Bauten verwendet wurde, ist auf einen besonderen Schutz zu achten. Asbest kann, wissenschaftlich nachgewiesen, zu Krebs führen. Wenn man mit Asbest arbeiten sollte, dann bietet sich die Schutzklasse „FFP 3“ an. Diese Klasse sollten sie auch tatsächlich benutzen, weil Asbest als gefährlicher Stoff eingestuft wird.

Häufige Fragen rund um das Thema Atemschutzmaske

Welche Atemschutzmaske sollte man bei der Beseitigung von Schimmel verwenden?

Bei dieser Art von Arbeit ist es wichtig, dass Sie eine Maske verwenden, die eine Schutzklasse von FFP 2 hat. Dies ist insofern wichtig, als dass Sie sich vor gesundheitsgefährdenden Stoffen schützen müssen.

Welche Atemschutzmaske ist die beste Atemschutzmaske?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt zum einen auf den Anwendungsbereich, zum anderen auf die Häufigkeit der Nutzung an. Sie sollten zwingend darauf achten, dass Sie die Maske entsprechend der jeweiligen Schutzklasse auswählen. Ebenso sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie häufig Sie die Maske verwenden wollen.

Wie wird eine Atemschutzmaske befestigt?

Es gibt in Grunde zwei unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Atemschutzmaske zu befestigen. So können Sie zum einen eine Vollmaske verwenden, zum anderen gibt es auch die Halbmasken.

Halbmasken können durch Bänder an Ihrem Hinterkopf oder Ihren Ohren festgemacht werden. Bei den Vollmasken setzen Sie diese wie eine Maske auf Ihr Gesicht, damit auch Ihre Augen geschützt sind.

Atemschutzmasken im Test

Atemschutzmaske Testsieger

Hier finden Sie eine Auflistung an Testberichten. Bitte beachten Sie bei Ihrer Recherche, dass ein Atemschutzmaske Test nicht mit einem Atemschutzmaske Vergleich gleichzusetzen ist. Bei einem Vergleich werden Produktdaten miteinandern verglichen, wohingegen ein Test eine physische Bewertung nach fest definierten Kriterien voraussetzt.

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